LT2, Teil 6b (Alternative Route): Pavilkys-Jurbarkas (Südufer) 4,5,6



Südufer ( Variante B): Jadagoniai – Burgwall Šėtijai – Burgwall Mikytai – Mikytai – Pavilkijys – Kretkampis – Žemoji Panemunė

Südufer (Variante B): Kriūkai – Paežerėliai – Burgwall Žuklijai – Ilguva – Kubiliai

Südufer (Variante B): Jotyškiai – Plokščiai – Burgwall Stulgiai– Obeliškiai – Pakamiškiai – Branduoliškiai

Südufer (Varante B): Skaistakaimis – Burgwall Maštaičiai – Maštaičiai – Palanknė – Šiaudinė – Kiduliai

Übersetzen über die Memel (Nemunas), Auswahl der Route.

Nach 1 km befindet man sich schon im Dorf Pavilkijas. Hier kann man sich wieder einmal entscheiden, auf welcher Memel(Nemunas)seite man fahren will, denn nur hier gibt es eine Fähre über den Fluss. Die nächste Überquerung ist erst bei der Brücke Kidulis-Jurbarkas möglich. Der Südteil der Trasse B geht von Ilguva nach Kiduliai auf Schotterwegen. Der Teil von Ilguva bis zum Gelgaudiškis-Flusstal geht auf Anglerpfaden und wird “Off-road”-Radler erfreuen. Hier gibt’s sowohl genug schöne Naturaussichten als auch Adrenalinschübe auf den anspruchsvolleren Wegteilen. Die Kommunalverwaltung von Šakiai plant die Verbessung dieses Stückes für Radfahrer. Von Ilguva kann man auch oberhalb des Flusses auf der Schotterstraße entlang fahren und nach Plokščiai und Gelgaudiškis abbiegen, aber dieser Weg ist weniger interessant.

Sollten Sie sich entscheiden, am Südufer zu fahren (Teil B), dann geht es durch eine Lindenallee, über den Rest eines alten Gutshofes und nach 1,2 km kann man auf der Seite des Dorfes Nosiedai zwischen jungen Kiefern und Gestrüpp einen kleinen klaren See finden. Für lange Zeit wird es keine bessere Badegelegenheit geben.

Bis Kriūkų geht die Reise weiter auf dem Schotterweg, der manchmal sehr unschön zu radeln ist.

Pavilkijys – Kretkampis

Pavilkijys wurde zum ersten Mal im XVI Jh. erwähnt. Hier wurde im Gutshof von Steponas Vaizbūnas Kretkampis 1866 eine steinerne Kapelle errichtet, die 1908 von Roman Zaremba restauriert wurde. Vor dem 2. Weltkrieg war es ein bekannter Sommererholungort zwischen Kiefern. Hier wurde ein Heim für alte Priester gekründet, an dass noch der hübsche Friedhofshügel erinnert.

Žemoji panemunė

Man nimmt an, dass Gut und Dorf Žemoji Panemunė Ende 15. Jh.. gegründet wurden. 1676 kaufte es der Geschichtsschreiber des Litauischen Großfürstentums A. Gelgaudas. 1727 überschriebt Frau Gelgaudienė-Sapiegienė das Gut Mykolas Čartoriskis. In der Zweiten Hälfte des 18. Jh. ging es in die Hände des Grafen Tiškevičius (Tiszkewicz) über. Die Hausherren wechselten häufig. Einige Franzosengräber erinnern daran, dass sich hier Einheiten der geschlagenen Armee Napoleons zurückzogen. Nach dem Krieg um Sewastopol (Krim-Krieg) wurde ein Teil des Gutsbesitzes enteignet und russischen Soldaten gegeben. 1 km nordwestlich liegt leicht zu finden der Burgwall. Man sagt, hier hätte eine Kreuzritterfestung gestanden, die von den Litauern zerstört worden wäre. Archäologische Funde bezeugen, dass dieser Burgwall schon im 1. Jahrtausend n. Chr. bewohnt war. 1732 wurde am Fluss eine kleine Holzkirche errichtet, die aber durch die häufigen Überschwemmungen zerstört wurde. 1877 wurde eine neue auf dem Berg gebaut. Der Besuch dieses Dorfes ist wegen der Stimmung wert und die übrig gebliebenen Gutshofgebäude erinnern an alte, bessere Zeiten.

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