[LT4] Suvalkija

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LT4 Suvalkija Cycle circuitThus there is already a high quality route description existing, this is still an unknown border region in the triangle Russia-Poland-Lithuania?. Maybe because it was a “closed region” in Soviet times? 

Früher Außengrenze der glorreichen Sowjetunion besticht es heute durch die wilde Natur an der Außengrenze von NATO und Europäischer Union. Und wer um’s Kaliningrader Gebiet von Danzig/Gdansk zur Kurischen Nehrung fahren will, der ist hier genau richtig.

Links

 Maps and Route Descriptions for this RegionKarten und Wegbeschreibungen für diese Region
Einleitung des Radroutenführers zum “Fahrradring Suvalkija”

 

LT4 Grenzland Suwalkija (Danzig-Kurische Nehrung)

In der Sowjetzeit geschlossene Zone liegt dieser weiße Fleck auf der Landkarte im Dreieckland zwischen Litauen, der russischen Region Kaliningrad und Polen.

Früher Außengrenze der glorreichen Sowjetunion besticht es heute durch die wilde Natur an der Außengrenze von NATO und Europäischer Union. Und wer um’s Kaliningrader Gebiet von Danzig/Gdansk zur Kurischen Nehrung fahren will, der ist hier genau richtig.

Einleitung des Radroutenführers zum “Fahrradring Suvalkija”

Karten und Wegbeschreibungen für diese Region

LT4 Suvalkija Cycle circuit

Thus there is already a high quality route description existing, this is still an unknown border region in the triangle Russia-Poland-Lithuania?. Maybe because it was a “closed region” in Soviet times?

Maps and Route Descriptions for this Region

 


Texte des “Fahrradring Suvalkija”

  1. Allgemeine Informationen

    1. Über die Region

Suvalkija – Grenzland.

Eine völlig unbekannte Region – ein weißer Fleck in dem ansonsten auch nicht sehr bekannten Litauen. Hier – an den Grenzen von Polen, Russland (der Region Kaliningrad) und Litauen. Einst verliefen die Grenzen anders, dies hier war Russland und das „drüben“ war Preußen – und später „das Deutsche Reich“.

Zum ersten Mal erschütterte diese Gegend der deutsche „Drang nach Osten“ im Mittelalter. Plötzlich an der Front zwischen den Rittern des Deutschen Ordens und den Litauischen Fürsten entleerte sich die Region und ein ganzer Volksstamm – die Jotwinger – starb aus. Auf Ihrer Reise begegnen Sie den stummen Zeugen dieses Volkes: Sehr schöne Burgwälle werden Sie sehen. Auf Ihnen bauten die Jotwinger ihre Siedlungen oder hölzerne Festungen – als Schutz gegen wilde Tiere und andere Feinde.

Es dauerte Jahrhunderte bis sich das Land wieder erholte und die Suwalken für ihren Fleiß und ihren Patriotismus – aber auch für ihren Pragmatismus – bekannt wurden. Napoleons Armee zog durch und eben hier erklärte der „Kaiser von Frankreich“ dem Zaren in Moskau den Krieg. Im Ersten Weltkrieg wurde die Region wieder zur Front und nach dem Zweiten zur Grenzregion der Sowjetunion. Das hieß: Geschlossen für Ausländer.

Heute besinnt man sich auf Landwirtschaft, seine Tugenden – und seine einzigartige Geschichte. Sie werden sich wahrscheinlich wundern, dass oftmals zwei Begriffe auftauchen, nämlich „Suvalkija“ und „Sūduva“. Der letztere gilt als politisch korrekt, denn die Stadt Suwalki, nach der die Region einst benannt wurde, liegt heute in Polen.

Auf Ihrer Fahrt durch diese Gegend werden Sie sich noch wundern, welche eigenartigen Verbindungen es von dieser Ecke in Europa mit der europäischen Geschichte gibt.

Sie werden alte Städtchen sehen, in denen früher ein buntes Treiben von Völkern und Konfessionen herrschte. Ebenso wie die alten Gutshöfe sind auch die Bausünden der Sowjetunion Schatten einstiger Größe. Die Landschaft – Hügel im Süden, Seen, Flüsse mit ihren Tälern, große Waldgebiete und das Flachland im Norden sorgen für Abwechselung.

Und immer wieder werden Sie daran erinnert, dass diese Region immer noch Grenzland ist – nun die Außengrenze von Europäischer Union und NATO zu Russland.

    1. Über das Buch

Auf der vorgeschlagenen Route liegen die schönsten Sehenswürdigkeiten: der Regionalpark „Vištytis“, die Heimat des „Litauischen Patriarchen“ Jonas Basanavičius in Ožkabaliai, die Gutshöfe Paežeriai und Zypliai, sowie zahlreiche Denkmäler.

Für die Radroute haben wir Wege mit wenig Verkehr ausgewählt.

In diesem Büchlein finden Sie die Beschreibung der Orte und Sehenswürdigkeiten, Landkarten, alle Dienstleistungen (Übernachtung, Cafés, Restaurants u.ä. ). Wir laden herzlich ein, sich eine Reise nach dem eigenen Bedarf Maßzuschneidern.

Mehr Details über die Geschichte und die Kultur der Region können Sie in den Tourismus-Informationszentren (TIC) und den Museen erfahren.

Dieses Büchlein ist eines der Resultate des Projektes „Entwicklung des Fahrradtourismus im polnisch-litauischen Grenzgebiet. Ziel des Projektes ist es, gute Bedingungen für den Ausbau des Fahrradtourismus zu schaffen, die Entwicklung von touristischen Dienstleistungen zu fördern sowie über die Reisemöglichkeiten in der Region Suvalkija zu informieren, d.h. im litauischen Regierungsbezirk Marijampolė und in den drei polnischen Kommunen Suwalki, Augustow und Sejny.

Mehr über das Projekt im Internet: www.atgaja.lt/dviratis

Projektkoordination – Gemeinschaft “Atgaja” zusammen mit dem Büro Marijampolė der EuroRegion Memel/Nemunas (NEMB), den Kommunen Marijampolė, Kalvarija, Kazlų Rūda, Šakiai und Vilkaviškis, der Polnischen Landeskunde-Gesellschaft PTTK, Verband Suwalki, der Kommunen Punsk und Wyžany, der öffentlichen Einrichtung VšĮ „Du ratai“.

Hauptförderer: Kleinprojekteprogramm des Weltumweltfonds des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen.

Wir wünschen eine Gute Reise und Unvergessliche Eindrücke!

Bendrija ”Atgaja”

    1. Über die Route

Der „Fahrradring Suvalkija“ verläuft durch die Kommunen Marijampolė, Kalvarija, Vilkaviškis, Šakiai und Kazlų Rūda im Bezirk (Region) Marijampolė. Er ist rund 350 km lang.

Die Hauptroute führt über Marijampolė, Kalvarija, Jurgežeriai, Smalnyčėnai, Kuosėnai, Bartninkai, Ožkabaliai, Gražiškiai, Vištytis, Pajevonys, Užbaliai, Vilkaviškis, Kudirkos Naumiestis, Sintautai, Panoviai, Slavikai, Sudargas, Kiduliai, Šakiai, Lukšiai, Griškabūdis, Višakio Rūda, Kazlų Rūda, Ąžuolų Būda, Gudeliai, Plutiškės, Utalina, Smalinyčia, Veselava, Zomčinė, Igliauka, Šventragis, Daukšiai, Padovinys und kehrt dann nach Marijampolė zurück.

Der „Fahrradring Suvalkija“ ist mit dem „Memel-/Nemunasradweg“ Kaunas-Šilutė/Heydekrug verbunden.

Bei Bedarf kann man seine Route im polnischen Teil der Region fortsetzen (Grenzübergangspunkt Kalvarija). Wir empfehlen den Weg über Rutka-Tartak, Wyžainy, Žydkiemis, Filipovą, Račky, Suwalky, Wigry, Sejny, Punsk. Atemberaubende Landschaften und Ausblicke auf die Seen, die Denkmäler der polnischen und litauischen Geschichte werden noch lange in Ihrem Gedächtnis bleiben.

Unsere Route beginnt in Marijampolė. Dieser Ort ist gut erreichbar und hier gibt es allerlei Dienstleistungen.

Der Weg geht von Marijampolė Richtung Kalvarija. Man kann ihn auch nur Abschnittsweise fahren. Insgesamt kann man diese Strecke bequem in einer Woche machen, wenn man durchschnittlich 50 km pro Tag fährt. Die Strecke passt sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittener Radler. Außerdem gibt es eine Verbindung – beschrieben in Abschnitt 14 -zur direkten Anreise aus Kaunas, der zweitgrößten Stadt in Litauen. Per Eisenbahn kann man nach Marijampolė oder nach Kazlų Rūda anreisen.

Wir haben für die Route die asphaltierten Nebenstraßen mit wenig oder mittelmäßigen Verkehr und nehmen „Abkürzungen“ und andere Wege auf Schotterstraßen und Waldwegen, die uns zu den interessantesten und geheimnisumwobensten Punkten bringen. Die schlechteren Wege können – so hoffen wir – durch Ruhe, Natur, und schöne Ausblicke einigermaßen aufgewogen werden.

  1. Verkehr, Sicherheit und Straßen

Die Route des „Fahrradrings Suvalkija“ verläuft im allgemeinen auf normalen Wegen. Deshalb sollte man sich an die Verkehrsregeln halten, nicht alkoholisiert fahren und in der Dunkelheit immer mit Licht. Ein Helm ist nicht Pflicht aber empfehlenswert.

Mehr Auto-Verkehr gibt es nur im Umfeld der Städte, im Berufsverkehr, am Wochenendanfang und -ende. Vorsicht auf schmalen Straßen vor rasenden LKWs und PKWs, die wenig Rücksicht nehmen!

Im Baltikum sind die meisten Straßen asphaltiert. Es empfiehlt sich ein Fahrrad mit breiteren (37 mm) Reifen, eine gute Federung!

  1. Es bleiben einige „Feinde“ des Radfahrers: In Stadtnähe starker Autoverkehr und der „žvyrkelis” . Die Straßen lassen sich in vier Kategorien einteilen:

  2. 1. Autobahnen, Schnellstraßen. Auf Karten mit “A” gekennzeichnet. Meist unangenehm viel Verkehr, vor allem Lastwagen.

  3. 2. ”Asphaltierte Nebenstraßen sind das Paradies für Radfahrer“. In der Regel ohne starken Verkehr bieten sie sich zum Rad fahren an. Auf Karten sind asphaltierte Straßen in roter Farbe eingezeichnet.

  4. 3. Unasphaltierte “Schotterpisten”: Im Allgemeinen kaum befahrbar, hängen aber von den Wetterbedingungen ab: Je trockener, desto schlechter. Im Wald können sie gut sein, ansonsten lösen sie sich im Sommer in Sand, Staub und Steine auf. Wellig und staubig, rütteln sie kräftig durch. Leider lassen sie sich nicht immer vermeiden. Auf Karten in gelber Farbe eingezeichnet.

  5. 4. Wald & Feldwege. Besser als Schotter, aber nur mit guten Karten (1:50.000) zu finden. Befahrbarkeit hängt vom Wetter ab.

  6. Gut zu Wissen

Beste Radelzeit: Frühjahr bis Frühherbst – Anfang Mai bis Ende September. Auch ein goldener Herbst kann noch schön sein.

  1. Fahrradläden und –Reparatur: … gibt es nur in größeren Städten, auf dieser Tour in Marijampolė, Vilkaviškis, Šakiai.

  1. Lebensmittel

  2. In jedem größeren Dorf gibt es einen Lebensmittelladen, der mind. bis 20.00 geöffnet hat, in Städten Supermärkte und Alkoholläden (mit minimaler Lebensmittelauswahl), die bis 22 oder 24 Uhr oder rund um die Uhr geöffnet haben. Neben Restaurants oder Cafés gibt es – allerdings nur tagsüber bis nachmittags geöffnet – Kantinen (Litauen: valgykla) in denen man sehr günstig essen kann. Die traditionelle Küche – vor allem auf dem Lande – kennt viele Speisen aus Mehl oder Kartoffeln. In Litauen sind dies z. B. gefüllte Kartoffelklöße („Cepelinai“), kalte rote Beete Suppe Šaltibarščiai). Vegetarische Speisen sind allerdings eine Rarität. Gaskartuschen für Kochen kann man auch nur in größeren Städten in Einkaufszentren finden.Alle drei baltischen Staaten Länder sind für ihr Bier berühmt.

  1. Sprachen

  2. Jedes Baltische Land hat seine eigene Sprache. Litauisch und Lettisch sind verwandt und gehören der Baltischen Sprachgruppe an, Estnisch ähnelt Finnisch. Darüber hinaus gibt es große Russischsprachige Minderheiten – die meisten Einwohner können Russisch, viele mögen es aber nicht. Englisch ist in den großen Städten und Estland verbreitet, in Lettland und an der Litauischen Küste sprechen auch viele Menschen Deutsch.

  3. Geld

  4. Bis zur geplanten Einführung des Euro 2007 oder 2008 heißt die einzig gültige Währung in Litauen Litas (LTL) = 100 Centai, 1 Euro= 3,45 LTL, Jedes Städtchen hat eine Bank mit Geldautomaten (Visa, Mastercard), Öffnungszeiten: min. Mo-Fr 10-16. An vielen Stellen – Hotels, größere Supermärkte, Tankstellen – kann man auch mit Kreditkarte (Visa, MasterCard etc.) bezahlen. An vielen Stellen – Urlaub auf dem Lande, den kleinen Lebensmittelläden, Cafes und Kneipen auf dem Weg allerdings meistens NUR IN BAR!

  1. Übernachtung

  2. … ist in den Städten überhaupt kein Problem. Jedes Städtchen hat ein kleines Hotel. Es gibt touristische Regionen (im Sommer an der Küste). Richtige Campingplätze gibt es noch sehr wenige. In Naturparks existieren oft einfache Biwakplätze mit Feuerstelle, Sitzbank und Plumpsklo. Wildes Campen ist – aus Sicherheitsgründen – nicht zu empfehlen, in Naturschutzgebieten sogar streng verboten. Darüber hinaus gibt es Vereinigungen für „Urlaub auf dem Lande“. Hier kann man nicht nur günstig und mit persönlichen Kontakten übernachten, sondern oft auch sicher sein Zelt aufstellen. Im Rahmen des Projektes „Fahrradring Suvalkija wurden an vier Stellen Biwakplätze eingerichtet: Bei Urlaub-auf-dem-Lande-Einrichtungen in Pervazninkai (Kreis/Rajon Šakiai) und Katinai (Kommune Kazlų Rūda), in Pajevonis am Weiher (Kreis / Rajon Vilkaviškis) sowie am See Jurgežeriai (Kommune Kalvarija). Leider ist wie erwähnt diese Region keine traditionelle Tourismusregion, deshalb gibt es hier relativ wenig Unterkünfte und in der Hochsaison (Juli-August) sind viel Unterkünfte ausgebucht.

TIPP: Die lokale Tourismus-Information hilft gerne bei der Unterkunftsvermittlung weiter.


Abschnitt 1.

Marijampolė – 5,2 km – Meškučiai – 6,2 km – Gulbiniškiai (Asphalt).

Wir empfehlen, die Reise auf dem litauischen Teils des “Fahrradringes Suvalkija” in Marijampolė zu beginnen. Marijampolė ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem eigenen fahrbaren Untersatz zu erreichen. Außerdem bietet der größte Ort der Gegend viele für den Reisenden nützliche Dienstleistungen.

Unsere Wegbeschreibung beginnt aus Marijampolė in Richtung Kalvarija

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Parkanlage: Vytauto Didžiojo parkas in Marijampolė

Parkanlage: Poezijos parkas in Marijampolė

Parkanlage: Pašešupio parkas und Tal am Ufer der Šešupė (Degučiai), Marijampolė

Parkanlage: Ramybės parkas, Varpo g., Marijampolė

Burgwall: Meškučių Piliakalnis, Marijampolė, in einer Schleife der Šešupė

See: Marijampolės marios

Kirche: Šv. Arkangelo Mykolo bažnyčia-Mažoji Bazilika, Bažnyčios g. 1, Marijampolė

Kirche: Šv.Trejybės cerkvė, P.Armino g. 38, Marijampolė

Synagoge: Sinagoga, P.Butlerienės g. 5, Marijampolė

Kloster: Kunigų marijonų kongregacijos Lietuvos šv. Jurgio provincijos vienuolynas, Vilkaviškio vyskupijos kunigų seminarija, J.Bendoriaus g. 3, Marijampolė

Kirche: Šv. Vincento Pauliečio bažnyčia, Vytauto g. 31a, Marijampolė

Kirche: Evangelikų liuteronų bažnyčia, Kauno g. 11, Marijampolė

Eisenbahn-Bahnhof/Geležinkelio stotis, Stoties g. 2, Marijampolė

Fachschule: Marijampolės kolegija, Vytauto g. 45, Marijampolė

Schule: Marijonų mokykla, J.Bendoriaus g. 7, Marijampolė

Gutshof: Kvietiškio dvaro rūmai, P.Armino g. 92, Marijampolė

Kurie des Bischofstums: Vilkaviškio vyskupijos kurija, P.Kriaučiūno g. 17, Marijampolė

Museum: Lietuvos Prezidento K.Griniaus memorialinis muziejus, Bažnyčios g. 23, Marijampolė, tel. (343) 92636

Museum: Kompozitoriaus J.Bendoriaus muziejus, J.Bendoriaus g. 2, Marijampolė

Partizanen- und Vertriebenen-Museum: Tauro apygardos partizanų ir tremties muziejus, Vytauto g. 29, Marijampolė, tel. (343) 50754

Schule: Rygiškių Jono gimnazija, mit Denkmal für Dr. J. Basanavičius im Hof, Kauno g. 5, Marijampolė

Heimatkundliches Museum: Marijampolės kraštotyros muziejus, Vytauto g. 29, Marijampolė

Friedhof/Kapinės, P.Armino g. 38a, Marijampolė

Partisanengräber/Tauro apygardos partizanų kapai, Tylioji g., Marijampolė

Friedhof/Kapinės, Vytauto g. 45, Marijampolė

Heimatmuseum: Kraštotyros muziejus, Vytauto g. 31, Marijampolė

Sovietinio teroro aukų kapai, Varpo g., Marijampolė

Partisanengräber/Tauro apygardos partizanų kapai, Tylioji g., Marijampolė

Alter jüdische Friedhof/Žydų senosios kapinės, Šaulių g., Marijampolė

Alter jüdische Friedhof/Žydų senosios kapinės, Vilkaviškio g., Marijampolė

Friedhof/Kapinės, Bažnyčios g. 3, Marijampolė

Burgwall und frühzeitliche Siedlung: Kumelionių piliakalnis ir senovės gyvenvietė, Kumelionys

Frühzeitliche Siedlung: Senovės lietuvių Gulbio stovykla Gulbiniškių kaime

Geburtsort: J.Vilkutaičio-Keturakio gimtinė Gulbiniškių kaime (Kalvarijos sen.)

Service

Übernachtungsmöglichkeiten:

Hotel/Viešbutis „Arvi”, V.Kudirkos g. 24, Marijampolė, tel. (343) 54581, el. paštas [email protected]

Motel/Motelis „Žilina”, Gedimino g. 110, Marijampolė, tel. (343) 55749

Motel/Motelis „Mariresta”, Stoties g. 51, Marijampolė, tel. (343) 71488

Hotel/Viešbutis „Sūdavija”, Sodo g. 1a, Marijampolė, tel. (343) 52995

“Jugendherberge” / Schulwohnheim: Jaunimo nakvynės namai (Moksleivių kūrybos centro bendrabutis), R.Juknevičiaus g. 28, Marijampolė, tel. (343) 72795

Puskunigio Motel/Motelis, Alytaus g. 41, Marijampolė, tel. (343) 55693

Košubų Motel/Motelis, Gulbiniškių k., Kalvarijos sen., tel. (343) 99986

Cafés, Restaurants u.ä.:

Kavinė „Panda”, Gedimino g. 6, Marijampolė, tel. (343) 92645

„Senamiesčio kavinė”, Gedimino g. 3, Marijampolė, tel. (343) 68010

Restoranas „Keta”, Gedimino g. 14a, Marijampolė, tel. (343) 52264

Restoranas „Pizza Jazz”, V.Kudirkos g. 24, Marijampolė, tel. (343) 91333

Kavinė-baras „Ieva”, Gedimino g. 10, Marijampolė, tel. (343) 56525

Kavinė „Nica”, Laisvės g. 24, Marijampolė, tel. (343) 92069

R.Kostiuškevičienės kavinė, Vytauto g. 44, Marijampolė, tel. (343) 52259

Picerija „Abipus sienos”, Sporto g. 5-14 a, Marijampolė, tel. (343) 77642

Bierbar/Alaus baras„Mepra”, Draugystės g. 14a, Marijampolė, tel. (343) 71631

Bierbar / Surdoko alaus baras, P.Armino g. 62, Marijampolė, tel. (343) 53815

Kavinė-baras „Kampas”, Kauno g. 22, Marijampolė

Vergnügungszentrum“ Pramogų centras „Lūna“, Mokyklos g.1, Mokolų k., Marijampolės sav., tel. (343) 20 086, http://www.clubluna.lt

Kavinukė, J.Basanavičiaus g. 5, Marijampolė, tel. (698)  81 378

Kavinė „Rūsys…iki aušros“,V.Kudirkos g. 12, Marijampolė, tel. (343) 53 315

Tourismus Information (TIC)

UAB „Jotva“, V. Kudirkos g. 41, Marijampolė, tel. (343) 51109, [email protected]

Fahrradladen, -reparatur, -verleih:

2 RATAI, UAB “Positus”, Kauno g. 59, Marijampolė, tel. (343) 74462, http://www.2ratai.lt

“RIEDULĖ”, Kauno 35, Marijampolė, tel. (343) 55281

Verkehrsanbindungen:

Busbahnhof/Autobusų stotis
Marijampolė, Stoties g. 2B
Informacijos tel. (8 ~ 343) 51 333

Eisenbahn-Bahnhof/Geležinkelio stotis
Marijampolė, Stoties g. 2
Informacijos tel.: (8 ~ 343) 91 520, 91 477

Wegbeschreibung

Richtung Kalvarija/Kalvarijos kryptis.

Fahren Sie vom Zentrum Marijampole auf der zentralen Vytauto gatve Richtung Kalvarija. Nach den alten Kasernen und nachdem es bergab ging, kommen Sie zu einer Kreuzung. Fahren Sie geradeaus und überqueren Sie den Fluss Scheschupe/Šešupė über die Brücke und weiter geht es auf der alten Straße 19 km bis Kalvarija. Die zweitspurige Straße ist asphaltiert mit Schotterrändern und mittelmäßiger Verkehrsdichte (die am stärksten befahrene Strecke des ganzen Route). Deshalb passen Sie bitte auf!. Auf dem Weg liegt linkerhand der große See und Park von Marijampole (Šešupė). Er lädt zum Baden und Rasten ein. Das andere, rechte Ufer ist allerdings von Marijampole besser auf dem Weg Richtung Liudvinavas erreichbar. Einer Schleife der Šešupė gegenüber liegt der Burgwall Kumelionys. den man auf einem Kiesweg erreichen kann Die Stadt ist zahlreich an Objekten des Kultur- und Geschichtserbes, Museen und Parks.

Richtung Padovinys / Padovinio kryptis.

Informationen über die Strecke von Marijampolė Richtung Žuvintas finden am Ende dieser Routenbeschreibung (anders gesagt: am Ende des Buches). Aus dem Stadtzentrum fährt man am besten auf der V. Kudirkos gatve, dabei überquert man die Geležinkelio gatve und fahrt weiter auf der Saulės gatve Richtung Padovinys. Der Weg ist asphaltiert, hat zwei Fahrstreifen und wenig Verkehr.

Marijampolė

Es ist die größte Stadt in dieser Region. die im Allgemeinen Suvalkija genannt wird, doch auch der original altlitauische Name Sūduva erfreut sich steigender Beliebtheit. Marijampolė ist die siebtgrößte Stadt Litauens und liegt als regionales Zentrum beiderseits des Flusses Šešupė. Beginn der Stadt war das Dorf Pašešupis (wörtlich: “Am Ufer der Šešupė”), das in historischen Quellen zum ersten Mal 1667 erwähnt wurde. 1792 bekam die Stadt die Magdeburger Stadtrechte und ihr Wappen mit dem Abbild des Heiligen Georg (lit. Jurgis). Nach dem 1829 die Straße Kaunas-Warschau mit ihrer Abzweigung nach Kybartai (an die Deutsche/Ostpreußische Grenze) gebaut wurde, entwickelte sich auch die Stadt als Verkehrsknotenpunkt und ist z.B. heute für ihren Automarkt „berühmt“.

Am interessantesten ist das Zentrum mit den Vytauto-, Bažnyčios (Kirch-) , P. Armino-Straßen und dem J. Basanavičiaus- Platz (aikštė). Hier finden sie die Kirche des Hl. Erzengel Michael das Kloster des Hl. Georg den alten Friedhof, die Ev.-luth. Kirche. das Regionalgeschichtliche Museum, die Gutshofgebäude von Kietaviškis, viele ursprüngliche Architektur. Erfreuen Sie sich an der Šešupė an den wieder geordneten Parks Pašešupis (im Norden der Stadt) und dem Park der Poesie, sowie dem Park im Zentrum der den Namen des litauischen Großfürsten Vytautas der Große trägt. Weitere Informationen, detaillierte Regionalkarten gibt’s im Tourismus-Informations-Zentrum bei der Reiseagentur “Jotva”, im Stadtzentrum in der V. Kudirka Str. 41

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten.

  • Kirche des Heiligen Erzengel Michael – Kleine Basiklika / Šv. arkangelo Mykolo bažnyčia-Mažoji Bazilika (Bažnyčios g. 1).
    Stil: Klassizismus. Hauptfassade: Neo-Barock. Errichtet 1824. Die Türme sind nicht nur in der Stadt, sondern auch in der ganzen Umgebung gut zu sehen. Dreizehn staatl. geschützte Kulturobjekte befinden sich in der Kirche

  • Georgsgymansium Rygiškis/Rygiškių Jono gimnazija (Kauno g. 5).
    Im Gymnasium gibt es ein Museum für die litauischen kulturellen Aufklärer, im Hof steht ein Denkmal für Jonas Basanavičius. Das Gymnasium selbst wurde 1870 im klassizistischen Stil errichtet, hier lernten zahlreiche berühmte Personen der Gegend.

  • Heimatmuseum Marijampole / Marijampolės kraštotyros muziejus (Vytauto g. 29).
    Zweistöckiges Gebäude im Historizistischen Stil mit neoklassizistischen Elementen. Errichtet Ende des 19. Jh. In der Ausstellung: Exponate von der Frühzeit bis zur Neuzeit Litauens.

  • Gutshof Kvietiškis. Kvietiškio dvaro rūmai (P. Armino g. 92).
    Der ehem. Gutshof wurde von Graf M. Butler 1717 gegründet. 1831 fand hier eine große Schlacht zwischen litauischen Aufständigen und der zaristischen Armee statt. Heutzutage stehen noch das hölzerne Hauptgebäude, die Molkerei, Lagerhäuser mit Keller, Kornspeicher, die Wohnhäuser der Knechte
    . Im Hauptgebäude befindet sich eine Handelsschule.

  • Friedhof / Kapinės (P.Armino g. 38a).
    Gegründet 1872 sind noch einige alte Gräber erhalten. Hier gibt Gräber von Teilnehmern am Litauischen Freiheitskampf nach dem Ersten Weltkrieg, ebenso einen Deutschen Soldatenfriedhof des Ersten und einen Sowjetischen Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkriegs. Auch lokale Größen liegen hier begraben, sowie Mönche und Priester.

  • “Vytautas-Der-Große-Park”. Vytauto Didžiojo parkas.
    Geometrisch 1875-90 im klassizistischen Stil angelegt schmückt er das Stadtzentrum. In ihm wachsen rund 600 verschiedene Gewächse.

  • “Park der Poesie”. Poezijos parkas.
    1987 am Zusammenfluss von Jevonys und Šešupė angelegt. Im Park steht die Skulptur “Šešupė“, Zierbrücken, Bänke und Fontänen; gepflanzt wurde die “Eiche der (Völker?)Freundschaft”.

  • Park und Tal Pašešupis. Pašešupio parkas ir slėnis.
    Der Park liegt am rechten Ufer der Sešupė, im Norden der Stadt. 10000 verschiedene Arten Bäume und dekorative Büsche wachsen hier.

Burgwall Kumelionys und antike Siedlung. Kumelionių piliakalnis ir senovės gyvenvietė.
An Mündung von Šešupė und Uosupėlis wurden viele archäologische Artefakte gefunden, die auf das 1. bis 11 Jahrhundert nach Christus datiert wurden. Der Burgwall ist mit Büschen überwachsen, die alte Siedlung mit Bäumen bepflanzt.


Abschnitt 2.

Gulbiniškiai – 4,8 km Asphalt – Jungėnai – 3,7 km Asphalt – Kalvarija – 4,1 km Asphalt – Jurgežeriai – 7,5 km Asphalt – Smalnyčėnai – 3,7 km Schotter – Rasiai – 1,5 km Schotter – Kuosėnai

Alternative: Kalvarija – 34 km – Vištytis (Asphalt).

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Alte Pferdepoststation / Senasis arklių pašto stoties pastatų kompleksas Kalvarijoje

Alt Synagoge: Senoji Žydų sinagoga, Kalvarija

Kirche: Kalvarijos bažnyčia

Denkmal: Paminklas Lietuvei Motinai Kalvarijos miesto parke

Denkmal: Laisvės paminklas Kalvarijoje

Museum: Kalvarijos krašto etnografijos muziejus, J.Basanavičiaus g. 16 (in der Schule), Kalvarija, tel. (343) 23283

Museum: V.Svitojaus kaimo kapelos „Gegužio žiedai” muziejus, Laisvės g. 10, Kalvarija, tel. (343) 21070

Soldatengräber: Karių kapai, Kęstučio g., Kalvarija

Burgwall: Piliakalnių piliakalnis, Kuosėnai

Service

Übernachtungsmöglichkeiten:

Hotel/Viešbutis & kavinė „Alina”, Vytauto g. 4, Kalvarija, tel. (343) 23860

Cafés, Restaurants u.ä.:

„Karčema”, Jungėnai, Palmių g. 3, Kalvarija, tel. (343) 27744

„Alina”, Vytauto g. 4, Kalvarija, tel. (343) 23860

„Mūza”, Laisvės g. 2, Kalvarija

Verkehrsanbindungen:

Busbahnhof/Autobusų stotis
S.Dariaus ir S.Girėno g. 36, Kalvarija
Eisenbahn-Bahnhof/Geležinkelio stotis
Jungėnų k., Kalvarijos sav., tel. 27668

Wegbeschreibung:

1. Hauptroute.

Die Route verläuft zu einem Teil (ca … km) auf Schotter.:

Gulbiniškiai – Jungėnai-Kalvarija (Asphaltierte Hauptstraße)

Kalvarija- Im Stadtzentrum befindet sich linkerhand der Stadtpark, rechts ein Supermarkt und das Gebäude der Stadtverwaltung.

An der Hauptkreuzung rechts abbiegen Richtung Vischtytis.

Kalvarija – Jurgežeris – Smalnyčėnai (Asphaltierte Hauptstaraße)

Hinter dem Waldstück bei Junežeris kann man auf den Schotterweg rechts abbiegen (Schild Richtung Menkupiai) und zum Lagerplatz am See Jungežeriai fahren. Nach rund 1 km geht es rechts zum Lagerplatz am See.

Von Smalyčėnai geht ein Weg rechts Richtung Rasiai. Zur Orientierung dient hier der Bauerhof auf der rechten Seite, bei der Abzweigung steht am Hauptweg ein Stromverteilerkasten. Danach befindet man sich auf einem Schotterweg, dessen Qualität mancherorts zu wünschen übrig lässt. Die Gegend ist hügelig aber meistens geht’s bergab und so ist’s angenehm zu radeln.

Vor Rasiai gibt es eine T-förmige Weggabelung, bei Sie sich links halten müssen.

Hinter Rasai gibt’s noch eine T-Kreuzung, diesmal halten Sie sich geradeaus.

Am Anfang von Kuosėnai muss man auf dem schotterigen Weg nach links abbiegen. Bei der Kreuzung wiederum an dem Schotterweg rechts halten.

Von dieser Kreuzung gibt es ein Schild zum Burgwall Piliaklaniai (Weg durch die Felder). Es handelt sich um einen sehr schönen und gut erhaltenen alten Burgwall, bei dem man auch hervorragend (s)ein Nachtlager aufschlagen kann.

Geradeaus fährt man durch Kuosėnai, am Ende des Dorfes gibt es eine Kreuzung (Schotter trifft auf Asphalt). Links abbiegen Richtung Bartninkai (Schotter)

2. Alternativroute von Kalvarija nach Vištytis ohne den Schotterweg über Bartninkai.

Von Kalvarija immer geradeaus auf der asphaltierten Hauptstraße in Richtung Vištytis.

3. Für Reisende Richtung Polen über den Grenzübergang Kalvarija-Budziszko.

Durch Kalvarija kann man weiter geradeaus auf Asphalt fahren. Nach ….. km fließt diese alte Straße in die neue gebaute Hauptstraße “Via Baltica”. Bis zum Grenzposten sind es noch rund …….. km. Es handelt sich um einen zweispurigen Weg mit schotterigen Wegrändern, dichtem Verkehrs- und Schwerlasteraufkommen.

Alternative nach Polen.

Längerer, 1/3 Schotter, aber schönerer und ruhiger Weg, nur eine kurzes Stück muss auf der Hauptstraße bis zur Grenze gefahren werden.

In Kalvarija an der der Hauptkreuzung links abbiegen, dann durch das Stadtzentrum, über die Šešupė-Brücke fahren und direkt auf dem asphaltierten Hauptweg Richtung Sangrūda fahren.

Hinter der Kalvarija-Kreuzung überqueren Sie die Hauptstraße nach Simnas/Lazdijai und fahren direkt weiter in südlicher Richtung. Ein guter asphaltierter Weg, der sich durch die Landschaft schlängelt mit einer mitelmäßigen Verkehrsdirchte.

Rechts liegt der See Orija, der zum Rasten und Baden einlädt.

Orija-Gazdai (guter Asphalt).

In Gazdai links zur Wassermühle und dem “Urlaub-auf dem Lande”- Hof fahren.

Gazdai-Sangrūda (Asphalt)

In Sangrūda an der Hauptkreuzung bei der Kirche von der Hauptstraße gerade halten und nach einigen hundert Metern rechts auf den Schotterweg in westlicher Richtung abbiegen. Der mittelmäßige Schotterweg führt durch eine schöne hügelige Landschaft.

Sangrūda – Hauptstraße “Via Baltica”

An der Kreuzung links in die Hauptstraße abbiegen und bis zum Grenzübergangspunkt fahren.

Beschreibung der Orte.

Hinter Marijampolė erwartet Sie eine Agrarlandschaft. Langsam steigt der Weg ins Hochland der Suvalkija. Auf halbem Weg zwischen Marijampole und Kalvarija befindet sich rechts des Weges das Dorf Gulbiniškis. Hier befand sich eine antike litauische Siedlung. Dahinter liegt das bei den Gärten begradigte Flüsschen Sūduonė, von dem der litauische Volksgruppenname “Suduviai” kommen soll und auch die historische Regionalbezeichnung “Sūduva”. Während die Region im Norden flach ist, lernen Sie im Süden den hügeligen Teil kennen.

Besonders zwischen Kalvarija und Vištytis geht es durch die Hügel, ein schönes Auf und Ab. Die Straßenoberfläche ist eben, asphaltiert und wenig befahrenen. Trotzdem seien Sie auf der Hut vor unachtsamen Auto-Rasern.

Diese Gegend und die hier wohnenden Menschen beschrieb im 1. Jahrhundert der römische Geograph und Reisende Tacitus. Die Einwohner nannte der Suduvauer und beschrieb sie als “fleißiger als die Germanen …” Im zweiten Jahrhundert beschrieb sie der griechische Geograph und Reisende Ptolomäus. Beide sollen hier gewesen sein. In den historischen Quellen wird ei Gegend Sūduva, Sudina, Sudovia, Zudua genannt.

Kalvarija.

Eine der ältesten Städte in der Region Suvalkija, früher war es ein wichtiges Zentrum. 1867 bekam Kalvarija Stadtrechte und sein Stadtwappen. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es hier Kupfer-, Tabak- und Zigarettenfabriken, eine Schnapsbrennerei und zahlreiche Kleinbetriebe. Vor dem Ersten Weltkrieg hatte Kalvarija 14200 Einwohner. Doch im Ersten Weltkrieg wurde der Ort lange Zeit zur Frontlinie und dabei fast völlig zerstört. Davon hat er sich nie wieder erholt und auch heute nur rund 5800 Einwohner. Die Anlage des alten Stadtzentrums steht trotzdem unter Denkmalschutz, noch steht die alte Postkutschenstation von 1829. Im Park steht ein Denkmal für die “Mutter Litauen”. In der Freiheitsstraße (Laisves gatve) steht ein Freiheitsdenkmal. In der katholischen Kirche gibt’s einige wertvolle Gemälde zu sehen. Sehenswert ist auch das Gebäude der evangelisch-lutherischen Kirche in der S. Dariaus ur S. Girėno gatve. Eine besonders wertvolle architektonische Anlage ist die alte jüdische Synagoge in der Sodo gatve. neben Kedainiai der einzige Ort in Litauen an dem die ganze Anlage aus Sommer- und Wintersynagoge und Rabinerhaus erhalten ist. In der Stadt kann man übernachten, speisen, auf die Bank gehen und andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Zum Rasten laden Plätze an der Šešupė oder der See Orija rund 4-5 km hinter Kalvarija ein.

  • Antikes “Lager” Gulbis im Dorf Gulbiniškės (auf halber Strecke am Weg zwischen Marijampolė und Kalvarija)/ Senovės lietuvių Gulbio stovykla Gulbiniškių kaime

Alte litauische Siedlung nicht weit vom Fluss Suxduonė, von dem der litauische Volksgruppenname “sūdviai” und der Gegend “Sūdva” (erst später entstand der Begriff “Suvalkija”) stammen soll. Ein Denkmal steht an der Stelle der Siedlung.
Die Legende erzählt das Dorf sei einst über Nacht von der Ende veschwunden und die Jäger und Krieger, die in dieser Nacht nicht zuhause geschlafen hatten gründeten bei ihrer Rückkehr sowohl dieses Dorf als auch die umliegenden Dörfer.

Im Dorf Gulbiniškės befand sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Führungsstab der Partisanengruppe “Stier” (Tauras). An dieser Stelle steht auch ein Denkmal. Fast das ganze Dorf wurde zerstört und die meisten Bewohner nach Sibirien deportiert.

  • Geburtsort von J. Vilkutaitis-Keturakis im Dorf Gulbiniškės.

In der Nähe des “Urlaub-auf-dem-Lande” Hofes der Košubai, im Dorf Gulbiniškės (600m Richtung Osten vom Weg Kalvarija-Marijampole).
Ein Gürtel von hohen Bäumen markiert noch immer den Geburtsort des Autors der ersten litauischen Theater-Komödie “Amerika in der Sauna” (Amerika Pirtyje), das Haus selbst steht nicht mehr.

  • Die alte Postkutschenstation / Senasis arklių pašto stoties pastatų kompleksas.

Errichtet 1825 und seitdem eine der Stationen zum Wechseln der Pferde und der Erholung der Postillione an der Postlinie St. Petersburg-Kaunas-Suwalki-Warschau. Von den Stationen an der Linie sind nur zwei erhalten. Der Gebäudekomplex steht in der heutigen S. Dariaus und S. Girėno gatve und besteht aus den Verwaltungsgebäude, der Herberge und der Schänke (dem “Krug”).

  • Denkmal für die Mutter Litauen im Stadtpark/Paminklas Lietuvei Motinai

Der Park liegt an der S. Dariuas ir S. Girėno Straße und am Fluss Šešupė. Das Denkmal wurde 1935 von der Jugendorganisation “Junglitauer” errichtet und zur Sowjetzeit abgerissen. Die Stadtgemeinde hat das Denkmal kurz vor der litauischen Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1989 wieder errichtet.

  • Burgwall Piliakalniai (in der Nähe des Dorfes Kuosėnai) / Piliakalnių piliakalnis

Liegt an dem kleinen Weg Richtung Südwesten am Bach Aista. Er ist einer der schönsten und am besten erhaltensten Burgwälle in der Region Sūduva / Suvalkija. Errichtet wurde er im 12.-14. Jahrhundert. In Erforschungen wurde 1961-64 festgestellt, dass an dieser Stelle seit dem 5.-7. Jahrhundert nach Christus Menschen lebten. Gut erhalten sind die Schutzwälle, die steilen Abhänge und der große Burgplatz. Auch die umliegenden Ortsnamen legen Zeugnis davon ab, dass hier eine starke hölzerne Trutzburg stand. Und selbstverständlich drehen sich interessante Legenden um diesen Burgwall.
Eine Legende erzählt, dass sich am Neujahrsabend bei Mondschein die Tore der Burg öffnen und eine Schar Reiter auf weißen Rössern hinausgeritten komme. Wenn sie auf Menschen trafen, so stellten sie ihnen Fragen. Konnten sie diese nicht beantworten, so mussten sie Abschied von dieser Welt nehmen, denn die Reiter nahmen sie mit in die Keller der Burg.
Eine andere Legende erzählt, dass an der kürzesten Nacht des Jahres aus der Burg eine außergewöhnlich schöne Jungfrau komme und ihren Liebsten suche..
Am Burgwall gibt es einen Rastplatz, auch ist dies ein schöner Platz zum Zelten.


Abschnitt 3.

Kuosėnai – 3,7 km Schotter – Bartninkai – 2,3 km Asphalt – Ožkabaliai – 6 km Schotter – Gražiškiai – 7,1 km Asphalt – Skardupiai.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Kirche: Bartninkų bažnyčia, Bartninkai

Park des Gutshofs: Bartninkų dvaro parkas, Bartninkai

Partisanengräber: Lietuvos partizanų kapai, Bartninkai

Museum / Geburtshaus: J.Basanavičiaus muziejus-gimtinė ir Tautos atgimimo ąžuolynas, Ožkabalių k., Bartninkų sen., tel. (342) 43384

Kirche: Gražiškių bažnyčia, Gražiškiai

Alte Scheune: Bambinų svirnas, Gražiškiai

Wegbeschreibung:

1. Hauptweg

A) Auf der aphaltierten Straße direkt nach Vištytis fahren, nicht über Bartninkai. Dieser Weg ist leichter und von guter Qualität, allerdings gibt es nichts zum besichtigen oder auch nur um anzuhalten (also keinen Laden oder Cafe).

B) WIR EMPFEHLEN: nach Kuosėnai und Barninkai wegen des Burgwall Pilakalniai und dem Museum in der Heimat des litauischen “Patriachen” Jonas Basanavičius. Der Großteil des Weges ist Schotter und mitunter lässt die Qualität zu wünschen übrig.

Kuosėnai – Bartninkai (Schotter).

Nach der Ankunft in Kuosėnai an der T-Kreuzung rechts abbiegen.

Bartninkai – Ožkabaliai (Asphalt).

Im Zentrum von Bartninkai auf dem Asphaltweg links abbiegen.

Ožkabaliai – J. Basanavičiaus muziejus (Asphalt).

An der Kreuzung links abbiegn, dem Wegweiser zum Museum folgend.

Muziejus – Gražiškiai (Schotter – Feldweg, der rechts angenehm zu fahren ist, nur vereinzelt sandig).

Vom Museum direkt Richtung Westen, am Schotterweg Richtung Südwesten halten.

Gražiškiai – Skardupiai (Asphalt). Sie kommen an der Hauptstraße Kalvarija-Vištytis heraus, dann immer geradeaus Richtung Vištytis.

2. Alternativroute.

Beim Dorf Kregždžiai nach Süden Richtung Lankupka, Pavištytis abbiegen. Der hügelige Schotterweg führt direkt bis zum See Vištytis. Schöne Orte und der Burgwall Pavištytys belohnen uns.

Beschreibung der Orte

Das Dorf Kuosėnai

gehört zur Siedlung Piliakalniai. Unweit 1km östlich im Dorf Vinkšnupis wurden zu Zeiten des Litauischen Großfürstentums Tataren angesiedelt, so dass hier auch eine islamische Moschee stand. Die Tataren wurden hierher geschafft um das Land vor den Angriffen der deutschen Kreuzritter zu schützen. Im Dorf Vinkšnupis gibt es unweit der erhaltenen Gutshofgebäude einen alten tatarischen Friedhof mit Grabmalen aus dem 17. Jahrhundert. Die Moschee war bis zum Ersten Weltkrieg in Benutzung. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört.

Bartninkai.

Die Einwohner dieser Gegend waren im späten Mittelalter dafür bekannt, dass sie sich mit Imkerei beschäftigten – dies kann man auf Litauisch auch “Bartninkyste” nennen, daher solle also der Ortsname kommen. Heute ist Bartninkai ein Gemeindezentrum mit Notarztstation, Laden und Schule. Im nördlichen Dorfteil sind an der Schule Reste des Parks und des Gutshofes erhalten. Halten Sie am Dorfeingang am Denkmal aus schwarzem Stein, rechts des Wegs, an. Er wurde für zwei gefallene Flieger errichtet. Erzählungen zufolge waren des zwei junge Burschen, die in der Armee des unabhängigen Litauen dienten. Sie flogen heim ins Dorf, um Verwandte zu besuchen und sich den Mädels zu zeigen. Bei ihren akrobatischen Tricks berührten sie die Erde und stürzen unter den Blicken ihrer Liebenden ab. Besuchen Sie auch die Ruinen der Kirche im Ortzentrum. Errichtet im 19. Jahrhundert wurde sie im Zweiten Weltkrieg zerstört. Am Ortausgang gibt es einen Friedhof von Litauischen Partisanen aus dem Zweiten Weltkrieg.

Ožkabaliai.

In diesem Dorf steht das wieder aufgebaute Geburtshaus von Jonas Basanavičius, einen der berühmtesten litauischen Nationalisten, Geschichts- und Volkstumsforscher. Auf dem Weiterweg gibt es einen Aussichtsplatz und man kann eine Straußenfarm besuchen.

Museum-Geburtsort von Jonas Basanavičius und Eichenhain der Nationalen Wiedergeburt/ J.Basanavičiaus muziejus-gimtinė ir Tautos atgimimo ąžuolynas.

Jonas Basanavičius ist einer der berühmtesten litauischen Kulturschaffenden – er wird auch Volkspatriarch genannt – Unterzeichner der litauischen Unabhängigkeitserklärung von 1918, Herausgeber der Zeitung “Aušra” (Morgenröte), Kulturhistoriker, Arzt. Mit der Wiedererlangung der litauischen Unabhängigkeit wurde angefangen, die Umgebung des Hofes wieder in Ordnung zu bringen, 1991 wurde der Museums-Hof des Dr. J. Basanavičius eröffnet. Im Inneren befindet sich eine Ausstellung, die eine Filiale des Regionalgeschichtlichen Museums von Vilkaviškis ist. Neben dem Museumshof wurde 1988 begonnen, einen 40 ha großen “Eichen-Hain der Nationalen Wiedergeburt” zu pflanzen. Etliche litauische Persönlichkeiten haben hier ihre eigene Eiche gepflanzt.

Gražiškiai.

Wir empfehlen, die 1881 errichtete Kirche zu besichtigen. Im südlichen Teil des Ortes liegt der Grybkalnis, die höchste Erhebung der Umgebung, von dem sich ein eindrucksvoller Panorama-Blick eröffnet.


Abschnitt 4.

Skardupiai – 5 km Asphalt – Vištytis – 7 km Schotter, 5 km Asphalt – Pajevonys.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Regionalpark Vištytis / Vištyčio regioninis parkas

Kirche: Vištyčio bažnyčia, Vištytis

Unabhängigkeitsdenkmal / Nepriklausomybės paminklas, Vištytis

Friedhof mit Opfern der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft / Hitlerizmo aukų kapinės, Vištytis

Stein: Vištyčio akmuo, Vištytis

Burgwall: Dabravolės piliakalnis, Dabravolė

Vielstämmige Linde beim Burgwall Dabravolė / Daugiakamienė liepa, greta Dabravolės piliakalnio, Dabravolė

Denkmal für Vytautas den Großen / Paminklas Vytautui Didžiajam, Pajevonys

Burgwall: Kunigiškių-Pajevonio piliakalnis, Pajevonys

Alternativ:

Burgwall: Pavištyčio piliakalnis, Pavištytis

Berg: Pavištyčio kalnas, Pavištytis

Übernachtungsmöglichkeiten:

“Urlaub auf dem Lande” / Kaimo turizmo sodyba, Žvejų g. 2, Vištytis, Vilkaviškio rajonas, Tel. (686) 79344

Hotel/Viešbutis „Viktorija”, Čižikų k., Vištyčio sen., tel. (342) 20126, [email protected], www.viktorija.lt

Camping / Kempingas „Pušelė”, Žirgėnų k., Vištyčio sen., tel. (342) 47509

Wegbeschreibung:

Auf der asphaltierten Hauptstraße bis Vyštytis. Vor dem Ort Vyštytis können Sie links abbiegen und am See Vyštytis entlang fahren, z. B. zu den Rast- und Campingplätzen.
Vištytis – Pajevonys (die eine Hälfte des Weges ist Schotter, die andere Asphalt). An der Kreuzung bei Vyštytis nach Norden abbiegen auf den Schotterweg Richtung Pajevonys-Virbalis. Der Weg ist hügelig. Unterwegs liegt rechts des Wegs der Burgwall Dabravolė und eine Linde mit mehreren Stämmen, die auch ausgeschildert ist (Daugiakamienė liepa)

In Pajevonys beim Schild nach Skardupiai rechts abbiegen. Bei der Weggabelung stoßen Sie auf eine Holzskulptur mit Wegweisern. Der linke Weg führt zu einem Weiher, in dem man gut baden kann oder an dessen Ufer man sein Zelt aufstellen kann. Der rechte Weg führt zum Burgwall Kuniškės.

Vom Biwakplatz am Weiher kann man auf einem Pfad am Ufer links um den See fahren bis man auf die Hauptschotterstraße zurückkehrt, dort nach rechts Richtung Būdviečiai-Užpaliai abbiegen. Oder Sie fahren geradeaus durch ganz Pajevonys und biegen an der Kreuzung vom asphaltierten Weg rechts ab auf den Schotterweg Richtung Būdviečiai-Užpaliai-Bartnininkai.

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und Orte.

Regionalpark Vyštytis

Hinter Skardupiai beginnt das Gebiet des Regionalpark Vyštytis. Der Park wurde gegründet, um die Landschaft, das natürliche Ökosystem und das Kulturerbe der Region zu bewahren.

Linkerhand des Weges breiten sich die Wälder des Pflanzen- und Tierschutzgebietes Vyštgiris aus. Es ist eines von sieben Naturschutzgebieten im Park. Besonders sind die alten Nadelwälder (Tannen), sie machen 60 % des Naturschutzgebietes aus, dicht ist auch eine breitblättrige Waldgemeinschaft mit einer variantenreichen Pflanzen- und Tierwelt.

Nach dem Wald kommen Sie zum telmologischen Landschaftsschutzgebiet Sūrinis . Es ist mit nur 26 ha das kleinste der Schutzgebiete hier und besteht im Wesentlichen aus einem kleinen Hochmoor und dem 2,6 ha kleinen See Sūrinis. Links des Wegs liegt dieser See nur 350 m von der Straße entfernt. Ihn kann man nur zu Fuß in südlicher Richtung durch die Felder erreichen.

Nachdem Sie in Pajevonys angekommen sind, biegen Sie links Richtung Vyštytis ab. Nach einem halben Kilometer kommen Sie zu noch einer Kreuzung, das Schild dort zeigt Richtung Pavištytis sowie zu den Rast- und Campingplätzen auf dem Territorium des Parks. An dieser Stelle, dem Aufeinandertreffen dreier Wege, errichtete der ehemalige Dorfpriester der Gemeinde Vištytis während der litauischen Unabhängigkeitsbewegung (Sąjūdis) in den 1980er Jahren die Statur der Heiligen Jungfrau Maria und führte alle Bewohner der Region unter ihren Schutz.

Links sehen Sie ein anderes Schmuckstück des Parks – die Windmühle Vištytis.

Unterwegs sehen Sie wahrscheinlich schon aus der Ferne den See Vištytis, der Weg führt direkt an sein zugängliches Ufer. Er ist der viertgrößte See in Litauen. Sein größerer Teil gehört allerdings zur russischen Föderation, dem nördlichen Gebiet des ehemaligen Ostpreußen. Zum ersten Mal fand der See vor 600 Jahren schriftliche Erwähnung in den Beschreibungen des Deutschen Kreuzritterordens über die Wege durch die lithauischen Lande

Die Legende erzählt, dass sich an der Stelle, an der sich heute der geheimnisvolle See erstreckt, einst weitläufige Wiesen erstreckten auf denen die Schäfer ihre Herden weiden ließen. Eines Nachts hörten sie etwas mit menschlicher Stimme sprechen: “Erhebet Euch von Eurem Nachtlager und treibt Eure Tiere fort, denn hier wird ein See aus dem Boden entspringen!” Einige der Nächtigenden waren von Furcht ergriffen nachdem die eigenartige Stimme hörten, andere aber lachten nur darüber und blieben, um auf den Feldern zu übernachten. Und plötzlich sprang das Wasser aus der Erde, es ergoss sich zu einem See, schlug Wellen, stürmte und brauste. Es breitete sich aus bis irgendwer rief: “Vištytis, Vištytis!” So wurde der Name des Sees gefunden. Das Wasser beruhigte sich, die Wellen liefen sanft aus. als ob er sich für dem ihm gegebenen Namen bedanke. Seit jener Zeit tragen der See und das an seinem Ufer liegende Städtchen den Namen Vištytis.

Das Städtchen Vištytis

… begab die Stadtrechte mit einem von König Siegesmund August unterschriebenen Erlass im Jahre 1570. Nach der Zusammensetzung seiner Bewohner war Vištytis ziemlich international: Das bezeugt die Existenz von Gotteshäusern vierer Religionsgemeinschaften: je eine katholische wie protestantische wie orthodoxe Kirche sowie eine jüdische Synagoge. Erhalten sind die (katholische) Kirche der Heiligen Dreieinigkeit und die evangelisch-lutherische Kirche, die am Ortseingang steht. Die Katholische Kirche wurde aus Backsteinen und Feldsteinen mit ihrem Altarschmuck und originellen Backsteintor 1829 errichtet und hat sich seitdem so gut wie nicht verändert.

Das kosmopolitische Vištytis war für seine Handwerker und Geschäftstreibenden berühmt. Hier wurde Wolle verarbeitet, wurden Uhren repariert, zwei Friseure luden zu persönlichen Verschönerungen ein, für ihre einfallsreichen und hochwertigen Arbeiten waren die Schneider und Wagen(rad)macher berühmt. Jedes Dorf hatte zwei bis drei Schmiede und hier drehten sich die Windmühlen, von denen die Windmühle von Kanapkis erhalten ist. Sie haben sie wohl schon am Seeufer erblickt, dort steht die 1928 von der Familie der Černiaukai gebaute und bis heute erhaltene Ölmühle. Sie befindet sich fast im Ortszentrum.

Auf dem zentralen Stadtplatz steht das im Zuge der litauischen Unabhängigkeitsbewegung wiedererrichtete Unabhängigkeitsdenkmal.

Hinter der Kirche, vor der Schule, erblicken Sie am Ortsende noch ein Denkmal für Vištytis, das die Absolventen der Schule von Vištytis 1950 für die Jugend des Städtchen errichtet haben. Hinter diesem Denkmal endet Ihre Bekanntschaft mit Vištytis.

Aber wir legen Ihnen noch sehr ans Herzen den Großen Stein von Vištytis zu besuchen. Er liegt gerade einmal 1,5 km hinter dem Ort an der Asphaltstraße Richtung Kybartai. Dort rechts des Weges liegt der drittgrößte Findling in Litauen (nach dem Punktukas bei Anykščiai und dem Stein von Barstyčiai). Er ist ein Abgesandter aus der letzten Eiszeit von 7,2m Länge, 5,7m Breite und 3,7m Höhe. Der Großteil des Steins liegt in der Erde, aber auch der sichtbare Teil des Eisbergs ist imposant. Auf der Spitze des Steines gibt es eine Vertiefung, die “Teufelsfuß” genannt wird.

Die Legende erzählt, der Teufel erboste, als er erfuhr, dass man in Vištytis eine Kirche baut. Also nahm er sich des Nachts einen großen Stein um den Bau zu zerstören. Als aber um Punkt 12 der Hahn krähte und der Teufel es noch nicht bis zur Kirche geschafft hatte, ließ er ihn unterwegs liegen. Da aber in der Umgebung viele Steine liegen, hat er ihn mit einem Fußabdruck markiert (den wir ja heute noch sehen). Später hat sich dann der Teufel aber mit wichtigeren Dingen beschäftigt und den Stein einfach vergessen.

Wiederrum andere sind davon überzeugt, dass die sich in der Vertiefung sammelnden “Tränen des Teufels” zum Heilen verschiedener Krankheiten, besonders aber der Augen, geeignet sind.

Nach dem Besuch am Stein, müssen Sie auf dem gleichen Weg zurück fahren. Damit der Weg nicht zu langweilig wird, beachten Sie drei Eichenskulpturen rechts des Wegs. Die erste steht an der Schule und erinnert an die verworrene und nicht immer leichte Geschichte der Stadt. An der Direktion des Regionalparks steht die zweite, die dem Geist des Sees gewidmet ist, der Wasser auf die Wiesen füllt, in dem die Vögel sind, welche die Geburt des Sees vorhergesagt haben. An der Gemeindeverwaltung (Senūnija) steht die dritte Eichenskulptur, in der die Legende des Großen Stein von Vištytis wieder auflebt und der Sieg von Gut gegen Böse symbolisiert wird.

Pavištytis.

Im südlichen Teil des Dorfes steht der Burgwall Pavištytis. Er ist der höchtse Punkt in der Region Suvalkija (282m über dem Meeresspiegel).

Burgwall Dabravolė / Dabravolės piliakalnis.

Am Südrand und in den Abhängen wurden Spuren von frühen Bewohnern gefunden – Keramikstücke mit rauer (bearbeiteter) Oberfläche. Am Westhang fand man die Überreste der ehemaligen Siedlung. Am Fuße des Burgwalles in südlicher Richtung steht – als ob sie seine Bedeutung betonen will – eine Linde mit vielen Stämmen, genau genommen mit 31 Stämmen / daugiakamienė liepa.


Abschnitt 5.

Pajevonys – 3,8 km Schotter – Būdviečiai – 3 km Schotter – Užbaliai – 3,4 km Asphalt – Sodėnai – 3,1 km Asphalt – Klampučiai.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Wasserschutzgebiet: Širvintos hidrografinis draustinis

Wegbeschreibung:

Pajevonys – Būdviečiai – Užbaliai (Schotter).

Hinter Pajevonys rechts auf den Schotterweg Richtung Būdviečiai-Bartninkai abbiegen. Immer weiter auf dem Schotterweg von durchschnittlicher Qualität bis nach Užbaliai.

Užbaliai – Klampučiai (Asphalt).

Bei Užbaliai kommen Sie zu einer Kreuzung mit der Asphaltstraße. Hier nach links auf die asphaltierte Hauptstraße Richtung Vilkaviškis abbiegen. Der Weg ist von guter Qualität, Asphalt, es geht stetig bergab – so macht Radfahren Spaß. Mit Rückenwind radeln Sie vom Hochland der Suvalkija ins Flachland bei Vilkaviškis. Der Höhenunterschied beträgt über 100m.

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten:

Pajevonys.

Ordentliches Städtchen, im Zentrum steht eine Holzskulptur nach Legenden und ein Denkmal für Großfürst Vytautas den Großen, das die Sowjetzeit überstanden hat. Im Park steht ein geschnitzter hölzerner Thron. Auf dem Heiligen Berg gab es einst eine heidnische Opferstätte, heute befindet sich hier der Stadtfriedhof und die Kirche

In der Nähe der Siedlung steht der Burgwall Kunigiškės-Pajevonys. Im Mittelalter befand sich hier ein religiöses und administratives Zentrum, hier lebten die heidnischen Fürsten der Sūduva. Wahrscheinlich befand sich genau auf diesem Burgwall die erste Hauptstadt der Region Sūduva und der Jotwinger sowie ein bedeutendes geistiges Zentrum der Priester-Kaste (Kaste der “Weisen“). All das bestand aus dem Burgwall mit der antiken Siedlung und einigen Hügeln auf denen die alten Litauer ihre religiösen Riten begingen.

Der Wald von Padvarys erstreckt sich zwischen den Dörfern Būdviečiai und Šukiai. Am See Kumiečiai befindet sich ein Rastplatz. Wer zu ihm möchte, der muss von der Hauptroute links abbiegen.


Abschnitt 6.

Klampučiai – 8,8 km Asphalt – Paežeriai – 5,2 km Asphalt – Vilkaviškis – 4,3 km Asphalt – Giedriai – 4,5 km Asphalt – Klausučiai – 2,2 km Asphalt – Andriškiai.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Gutshof: Paežerių dvaro rūmai, Paežerių k., Šeimenos sen., Vilkaviškio r.

Museum- Geburtsort: V.Kudirkos muziejus-gimtinė, Paežerių k., Šeimenos sen., Vilkaviškio r., tel. (342) 46399

Museum: Vilkaviškio krašto muziejus, Paežerių k., Šeimenos sen., Vilkaviškio r., tel. (342) 46399

Kunstgalerie: Suvalkijos dailės galerija, Paežerių k., Šeimenos sen., Vilkaviškio r., tel. (342) 46368

Bischofsdom: Vilkaviškio vyskupijos katedra, Vytauto g./Gedimino g., Vilkaviškis

Kirche: Šv.Kryžiaus Išaukštinimo bažnyčia, Vilkaviškis

Gymnasium: Vilkaviškio „Žiburio“ gimnazija, Vilkaviškis

Priesterseminar: Kunigų seminarija, Vilkaviškis

Gutshof: Vilkaviškio (Napoleono) dvaras, Vilkaviškis

Museum: Kraštotyros muziejus, Vilkaviškis

Denkmal: Paminklas dr. V.Kudirkai, S.Nėries g., Vilkaviškis

Denkmal: Paminklas dr. J.Basanavičiui, J.Basanavičiaus a., Vilkaviškis

Gräber für Partisanen und Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft: Lietuvos partizanų ir hitlerizmo aukų kapai, Vilkaviškis

Service

Übernachtungsmöglichkeiten:

Hotel/Viešbutis „Širvinta”, J.Basanavičiaus a. 5, Vilkaviškis, tel. (342) 51345, www.sirvinta.lt

Cafés, Restaurants u.ä.:

Kapčius”, Paežerių k., Šeimenos sen., tel. (342) 57070

Aukso ragas”, Paežerių k., Šeimenos sen., tel. (342) 46317

Erdvė”, J.Basanavičiaus a. 3a, Vilkaviškis, tel. (342) 51860

Svainiai”, Vytauto g. 67, Vilkaviškis, tel. (342) 55043

Kavinė „Pegasas“, Vytauto g. 105., Vilkaviškis, tel. (342) 51530

Kavinė „Arka“, Gedimino g. 3, Vilkaviškis, tel. (342) 342 51004

Kavinė „Du gaideliai“, Vytauto g. 93, Vilkaviškis, tel. (342) 53783

Tourismus-Information (TIC):

J.Basanavičiaus a. 7, Vilkaviškis, tel. (342) 20525, [email protected], www.vilkaviskisinfo.lt

Fahrradläden und Reparatur:

GIREMA, G. Rutkauskienės IĮ, S. Nėries g. 47, Vilkaviškis, tel. (342) 54971

Verkehrsanbindungen:

Eisenbahn-Bahnhof/Geležinkelio stotis
Didžiųjų Šelvių k., Vilkaviškis
Tel. (8 ~ 342) 41219
Busbahnhof/Autobusų stotis
Vytauto g. 103, Vilkaviškis
Tel. (8 ~ 342) 20105

Wegbeschreibung:

Klampučiai-Paežeriai (Asphalt).

An der Kreuzung überqueren wir die Hauptstraße Marijampolė-Kybartai. Wir empfehlen, nach links Richtung Kybartai abzubiegen – ein Radweg an der rechten Seite der Straße führt uns bis zum Gutshof Paežeriai. Nach dem Besuch des sehr schönen Gutshofes, des Museums und des Parks (und evtl. des Restaurants daneben) können Sie

a) auf dem gleichen Radweg nach Vilkaviškis zurückkehren, oder

b) Sie fahren noch ca. 2 km auf der Hauptstraße Richtung Kybartai und biegen dann rechts ab Richtung Maldėnai. Dann immer rechts halten und Sie können auf einem asphaltierten Weg um den ganzen See Paežeriai fahren und kommen nach Vištytis von Norden, der Weg führt in die Stadt durch Kleingartensiedlungen.

Auf den Hauptstraßen Vilkaviškis Richtung Kudirkos Naumiestis verlasssen.

Vilkaviškis – Giedriai – Andriškiai.

Immer geradeaus auf dem Hauptasphaltweg. Der Weg hat zwei Fahrstreifen, ist nicht besonders stark befahren und im Wesentlichen eben. Halten Sie sich trotzdem an die Verkehrsregeln, besonders um unliebsame Begegnungen mit Autofahrern zu vermeiden.

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und der Orte.

Gutshof Paežeriai / Paežerių dvaro rūmai.

Ein besonders schönes Beispiel der Architektur vom Ende des 18. Jahrhunderts. Wahrscheinlich wurde das Gebäude in den Jahren 1795-1799 errichtet. Architekt war Martin Knackfuß (Martynas Knakfusas) einer der Vorreiter des Klassizismus in Litauen. Im Moment befindet sich im Gebäude die Kunstgalerie der Region Suvalkija sowie das Heimatmuseum von Vilkaviškis. Daneben gibt es ein einfaches Restaurant.

Vilkaviškis.

Die Stadt wurde im 16. Jahrhundert gegründet., 1660 bekam sie die Stadtrechte nach Magdeburger Vorbild. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort fast vollständig zerstört, sodass nur einige wenige Gebäude an die Zeit davor erinnern. Wir empfehlen, den bischöflichen Dom zu besuchen und einen Blick auf die bemerkenswerten Glasfenster des berühmten Glasers Morkūnas zu werfen. Auf dem zentralen Stadtplatz steht ein Denkmal für Jonas Basanavičius, auf einem anderen Platz eines für Vincas Kudirka.

Bischofsdom Vilkaviškis

Es ist die neueste Kathedrale in ganz Litauen. Von 1870-1881 wurde sie aus Mitteln der Gemeindemitglieder sowie mit staatlicher Unterstützung errichtet und bekam den Namen “Kirche der Wiederkehr der Heiligsten Jungfrau Marija” (Švč. Mergelės Marijos Apsilankymo bažnyčia). Als sich 1944 die Deutschen Truppen zurückzogen wurde die Kirche nur beschädigt, aber nicht zerstört, erst 1950-54 wurde sie auf Initiative der Sowjetmacht Stein für Stein abgetragen und dem Erdboden gleich gemacht. Erst mit der nationalen litauischen Wiedergeburt 1989 wurde ein Wiederaufbau aus Mittel der Gläubigen ermöglicht.

Kirche Heiligen Kreuz Himmelfahrt (Šv.Kryžiaus Išaukštinimo bažnyčia).

Eingerichtet in einer ehemalig orthodoxen Kirche, die 1894 errichtet und 1922 der katholischen Kirche übergeben wurde. Als 1944 die Kathedrale beschädigt wurde, wurden in diese Kirche die Heiligen Reliquien transferiert. Die Kirche trägt alle typischen Strukturen einer russischen “Cerkve” einschließlich der dreiteiligen Achse, dem Glockenturm über dem Eingangsbereich. Im Inneren dominiert der hohe Raum des Kirchenschiffes. Es gibt drei Altäre.

Priesterseminar / Kunigų seminarija gegr. 1940.

Das dreistöckige Gebäude sollte zur Ausbildung und als Wohnheim der Kleriker dienen. Der Bauplan stammt von dem berühmten Architekten Vytautas Landsbergis-Žemkalnis, dem Vater einer der Führer der litauischen Unabhängigkeitsbewegung von 1989. Nach dem Bau war es das größte Wohngebäude im Bischofstum Vilkaviškis. Das Priesterseminar war allerdings nur bis 1944 in Betrieb. Dann eroberte die Rote Armee Litauen. Mit der Sowjetmacht musste das Seminar die Tätigkeit einstellen und in ihm macht sich die Armee breit. Heute befindet sich hier die Näherei-Fabrik “Žemkalnija”

Gutshof Vilkaviškis auch “Napoleonshof” genannt / Vilkaviškio (Napoleono) dvaras.

Der Gutshof wurde wohl nach 1744 gegründet. Mit der Abschaffung der Leibeigenschaft (1861) wurde nur noch der Gutshof selbst mit dem ihn direkt gehörenden Landflächen Gutshof genannt. Napoleon wählte den Gutshof nach seiner Ankunft am 21. Juni 1812 zu seiner Unterkunft. In den Feldern von Vilkaviškis erklärte er Russland den Krieg (manche stellen diese Kriegerklärung allerdings auch an einem Tisch vor dem Gebäude des Gutshofes dar). Nach einer ordentlichen Plünderung von Vilkaviškis zog die napoleonische Armee ordentlich weiter Richtung Kaunas. Man erzählt sich, dass Napoleon versprach aus Vilkaviškis ein kleines Paris zu machen, so er denn den Krieg gegen Russland gewänne… An den Aufenthalt Napoleons erinnerte die Stadtbewohner auch fast 150 Jahre lang eine Linde im Garten und ein Tisch aus einem Mühlstein, an dem der Imperator gesessen haben soll. Leider sind weder Linde noch Stein erhalten geblieben.

Denkmal für Dr. V. Kudirka/Paminklas dr. V.Kudirkai

Auf einem Platz unweit der Stadtverwaltung steht eine im Dez. 1998 eingeweihte Büste für den Aufklärer und Schriftsteller der nationalen Wiederbelebung (Skulptor Antanas Žukauskas)

Denkmal für Dr. J. Basanavičius / Paminklas dr. J.Basanavičiui.

Das Denkmal steht auf dem zentralen J. Basanavičius-Platz. Errichtet 1996, Skulptor A. Žukauskas, Architekt V. Balčiūnas.


Abschnitt 7. Andriškiai – 1,5 km Asphalt – Mierčiai – 3 km Asphalt – Daržininkai – 4,3 km Asphalt – Kudirkos Naumiestis – 4,5 km Asphalt – Būbleliai – 3,4 km Asphalt – Užsieniai – 1,1 km Asphalt – Keturnaujiena – 1,1 km Asphalt – Bliūkiškiai.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Park / Gutshof: Kataučiznos dvaro parkas, Kudirkos Naumiestis

Burgwall: Kudirkos Naumiesčio piliakalnis, Kudirkos Naumiestis

Kirche: Šv. Kryžiaus atradimo bažnyčia, Kudirkos Naumiestis

Museum: V.Kudirkos memorialinis muziejus, V.Kudirkos g. 29, Kudirkos Naumiestis, tel. (345) 57451

Friedhof: Kudirkos Naumiesčio kapinės, Kudirkos Naumiestis

Denkmal: Paminklas V.Kudirkai, Kudirkos Naumiestis

Museum: A.Spranaičio privatus Širvintos miestelio muziejus, S.Dariaus ir S.Girėno g. 34, Kudirkos Naumiestis, tel. (345) 57333

Grabstellen: Vinco Kudirkos kapas, hitlerizmo aukų kapai, Kudirkos Naumiestis

Gedenktafel: V.Kudirkos tilto paminklinė plokštė, Kudirkos Naumiestis

Geburtsort: J.Jablonskio gimtinė, Kubilėliai

Kapelle: Suodžių kaimo koplyčia, Suodžiai

Landschaftsschutzgebiet: Novos kraštovaizdžio draustinis

Cafés, Restaurants u.ä.:

Kavinė-baras ,,Pas Joną”, Šakių g. 3, Kudirkos Naumiestis, tel. (345) 57880

Wegbeschreibung:

Andriškiai –Mierčiai – Daržininkai – Kudirkos Naumiestis.
Asphaltierte Hauptstraße nach Kudirkos Naumiestis

Kudirkos Naumiestis – Keturnaujiena (Asphalt).
Auf der Hauptstraße durch Kudirkos Naumiestis fahren, weiter auf der asphaltierten Hauptstraße über Sintautai Richtung Šakiai.

Der Weg hat zwei Fahrstreifen, die Verkehrsdichte ist nicht hoch, der Weg ist eben.

Im Dorf Keturnaujiena empfehlen wir einen Abstecher nach links zu einem Katholiken heiligen Ort, an dem eine Kapelle steht. Der Ort ist nicht ausgeschildert, folglich müssen Sie Ortskundige nach dem Weg fragen.

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und der Orte

Kudirkos Naumiestis.

Eine der ältesten Siedlungen in der Sūduva/Suvalkija, gegründet an der Mündung des Flusses Šešupė in die Širvinta. Der moderne Ort reicht ins 17. Jahrhundert zurück und wurde Nowe Miasto, Neustadt, Vladislav, Naujasis Miestas und Naumiestis genannt. 1934 wurde hier ein Denkmal für Vincas Kudirka eingeweiht, einem der Erwecker des litauischen Volkes (Nationalbewusstsein). Er lebte und starb hier – seitdem trägt der Ort seinen Namen – Kurdirkos Naumiestis. Zur Zeit der russisch-zaristischen Herrschaft und dem Verbot der litauischen Schrift war das Städtchen ein Zentrum der “Bücherträger”, die litauische Druckwaren (aber nicht nur…) aus Ostpreußen, dem sogenannten “Kleinlitauen” ins russische “Großlitauen” schmuggelten. Besonders litt der Ort in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren gerade einmal 20 % der alten Häuser übrig. Sehenswert ist das Denkmal für den Litauischen Großfürsten Vytautas an der Brücke über die Širvinta, das Denkmal für den Autor der litauischen Nationalhymne, Vincas Kudirka, das 1998 errichtete Museum über sein Lebenswerk sowie die Barockkirche von 1783.

Zitat aus der litauischen-nationalistischen Zeitung “Varpas” (Die Glocke) Nr. 5 aus dem Jahre 1896 aus Naumiestis:

“Neustadt erhebt sich am Ufer der Šešupė, an jener Stelle wo die Šešupe mit dem russischen Grenzlande zusammenfällt. Angrenzend an Neustadt südlich an der Schirwinta (die Schirwinta ist ein Flusse der die Grenze bildet und in die Šešupė bei Neustadt fließt) erhebt sich ein Hügel, der Burgberg genannt wird. Daß dieser Berge künstlich zusammengetragen ist, läßt sich deutlich erkennen, denn um ihn ist’s flach und in der Gegend gibt es überhaupt keine Berge. Die Leute erzählen diesen Berge gäbe es seit der Franzosenzeit, als jeder Franzos hier etwas Erde angehäuft habe. Von diesem Berge nun habe es eine gute Sicht gegeben. Außerdem erzählt man, dieser Berg sei verflucht, daß hier einst ein Gutshof gestanden habe, der verschwunden sei, mein erwähnen einen dubiosen ‘Herren’… sowie daß mitunter des nächtens am Fuße große Kröten zeigen. Folglich nennt man den Berg auch „den, der in Versuchung führt’. Vorbei am Burgwall fließt ein Fluß oder genauer gesagt ein Kanal namens Schwarzfluß (Juodupe). Unweit des Burgberges, rund 3 Werst von Neustadt, gibt es einen Berg der Kučkalnis genant wird. Über ihn erzählt man sich, daß an dieser Stelle einst 12 Galgen gestanden haben, auf den 12 Verbrecher gehängt worden sein. “

Genkmuseum für Vincas Kudirka / V.Kudirkos memorialinis muziejus.

Eröffnet wurde das Museum am 5. Dezember 1998. Architekt – Audrius Ambrasas. Für Ortswahl und Planung stand der berühmte Architekt Vytautas Landsbergis-Žemkalnis zur Seite. Die Ausstellung wurde unter anderen von der Leiterin des Litauischen Nationalmuseums Birutė Kulnytė, der Leiterin der Abteilung für Ikonografie Margarita Matulytė erstellt. Das Museum wurde vom Bischof von Vilkaviškis, Juozas Žemaitis, geweiht.

Friedhof von Kudirkos Naumiestis/Kudirkos Naumiesčio kapinės.

Gräber: V. Kudirka, Schriftstellerin P. Orintaitė, Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, andere Aufklärer der Region. Das Grab von Vincas Kurdirka wurde 1990 unter Leitung der Architekten A. Kybrancas und V. Landsbergis-Žemkalnis erneuert.

Denkmal für V. Kudirka/Paminklas V.Kudirkai.

Künstler Vincas Grybas (aus Jurbarkas). Das Denkmal wurde am 10. Juni 1934 damals unter der Obhut des Bürgermeisters Zigmas Skirgaila eingeweiht. Der Platz selbst wurde unter der Äquide des Stadtverwaltungssekretärs Pranas Pranaitis angelegt.

Privatmuseum der Stadt Schirwinten von A. Spranaitis / A.Spranaičio privatus Širvintos miestelio muziejus

Das Museum ist der Geschichte des Städtchens Schirwinten / Širvinta (heute Gebiet Kaliningrad) gewidmet. Der Ort war eigentlich das kleinere Spiegelbild von Naumiestis auf der andere Seite des Flusses in Preußen, aber von ihm ist nach dem Krieg nicht viel übrig geblieben. In diesem Privatmuseum werden nun Dokumente, Fotos, Dinge und anderes ausgestellt. Alles, was die Geschichte, das Zusammenleben und die Beziehungen zwischen Litauern und Deutschen an dieser Grenze widerspiegelt.

Gedenktafel an der V. Kudirka-Brücke / V.Kudirkos tilto paminklinė plokštė.

Wiedererstellt am 30.6.1990. Autor: Juozas Zikaras. Auf der Tafel: Abbild und Text von V. Kudirka

Keturnaujiena.

Dieses Dorf ist in ganz Litauen berühmt, denn hier kam es zu einer Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria und Jesus Christus. Am Erscheinungsort steht die Dorfkapelle Suodžiai, die zahlreich von Pilgern und Betenden besucht wird (bei Aneliuke). Zur Sowjetzeit litt dieser Ort unter der Verfolgung der Gläubigen, der Hof der Aneliuke wurde abgerissen, ebenso die von Gläubigen aufgestellten Kreuze. Aber der Heilige Ort blieb, überlebte alle Bosheiten und erstand erneut als ein Symbol der Glaubensfreiheit gegen den gewalttätigen kommunistischen Atheismus.


Abschnitt 8.

Bliūkiškiai – 5,2 km Asphalt – Sintautai – 3 km Schotter – Kirmiškiai – 3 km Schotter – Klepai – 3,7 km Schotter – Turčinai – 3,9 km Schotter – Panoviai – 3,4 km Schotter – Rukšniai – 1,6 km Schotter – Šilgaliai.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Kirche: Sintautų bažnyčia, Sintautai

Museum: A.Tatarės muziejus senojoje Sintautų bažnyčioje, Sintautai

Museum: Sintautų mokyklos literatūrinis muziejus, Sintautai

Museum, Geburtsort: Poeto P.Vaičaičio gimtoji sodyba, muziejus ir paminklas, Santakai

Friedhof: Sintautų kapinės, Sintautai (poetų, kalbininkų, knygnešių kapai)

Burgwall: Klepų piliakalnis, Barandai

Burgwall: Ročkų (Turčinų) piliakalnis, Turčinai

Naturschutzgebiet: Šešupės kraštovaizdžio draustinis

Wasserschutzgebiet: Aukstpirtos hidrografinis draustinis

Geburtsort: Vyskupo Pranciškaus Būčio gimtinės vieta, Šilgaliai

Übernachtungsmöglichkeiten:

Gästehaus der Akademie: Sintautų akademijos svečių namai, P.Vaičaičio g. 34, Sintautai, tel. (687) 78860, [email protected]

Cafés, Restaurants u.ä.:

D.Šimkevičienės kavinė-baras, P.Vaičaičio g. 34, Sintautai, tel. (345) 45099

Wegbeschreibung:

Hauptroute.

Die Route verläuft auf Schotterstraße. Sie ist nur innerhalb der Ortschaften mitunter asphaltiert, auf jeden Fall aber wenig befahren. Uns umgibt eine flache landwirtschaftlich geprägte Landschaft, welche durch Wäldchen und das Tal des Flusses Šešupė und ihrer Zuflüsse aufgelockert wird.

Bliūkiškiai – Sintautai.

Von der asphaltierten Hauptstraße rechts nach Sintautai abbiegen (Sehenswürdigkeiten & Service). Aus Sintautai muss man zur Hauptstraße Kudirkos Naumiestis-Šakiai zurückkehren, und zurück in Richtung Kudirkos Naumiestis abbiegen. Rund 1 km hinter dem Flüsschen Penta rechts abbiegen auf den Schotterweg Richtung Barandai-Klepai. Immer weiter auf dem Hauptschotterweg bis zu einer T-förmigen Kreuzung fahren. Hier rechts in nördlicher Richtung abbiegen.

Turčinai – Panoviai – Šilgaliai.

Der Schotterweg führt entlang der Grenze zwischen der Republik Litauen und der Russischen Föderation (dem Gebiet Kaliningrad). Links liegt das Tal der Šešupė, hinter Panoviai können wir ans Ufer gehen und uns am Panorama des Flusstals erfreuen. Und natürlich sollte man hier unbedingt einen Ausweis dabei haben, denn dies ist nicht nur die Grenze Litauens, sondern auch die Außengrenze von NATO und Europäischer Union.

Alternative Route.

Auf dem Weg von Sintautai kann man im Wäldchen beim Dorf Klepai rechts in den Schotterweg Richtung Totorviečiai am Stausee des Flüsschens Penta vorbeiradeln. Der Platz lädt zum Baden und Erholen ein. Von Totorviečiai fahren Sie geradeaus nach Norden und an der T-förmigen Kreuzung biegen Sie links ab. In Panoviai an der Kreuzung rechts abbiegen Richtung Šilgaliai.

Sintautai.

Die Ebene erzeugt ein kompliziertes hydrografisches System. Der Hauptfluss, der durch diese Gegend fließt, heißt Nova. Des weiteren bilden die kleineren Flüsse Mockupis, Auspirta und Penta Furchen in der Ebene. In der Kirche von Sintautai kann man eine Reliquienbehältnis von 1764 sehen, 1695 und 1712 gegossene Glocken sowie das Museum für den Priester, Schriftsteller und Aufklärer A. Tatarė.

Auf dem Friedhof die Gräber der Poeten P.Vaičaitis, J. Pavalkis, J. Rudzevičius, sowie der Druckwarenverbreiter J. Vaisiukevičius und J. Sruoginis, außerdem das Grab des Sprachwissenschaftlers J. Pikčilingis.


Abschnitt 9.

Šilgaliai – 2,3 km Schotter – Juškakaimiai – 3,7 km Schotter – Slavikai – 6 km Schotter – Rėžiūkai – 6 km Schotter – Sudargas – 3,1 km Asphalt – Margiškiai – 2,9 km Asphalt – Pervazninkai – 3 km Asphalt – Kukarsė.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Wasserschutzgebiet: Jotijos hidrografinis draustinis

Gräber von Bücherträgern und Verlegern: Knygnešių, leidėjų M.Sederavičiaus ir S.L.Kušeliausko kapai, Sudargas

Kirche: Sudargo bažnyčia, Sudargas

Friedhof: Sudargo kapinės, Sudargas

3 Burgwälle: Sudargo (Burgaičių) trys piliakalniai, Sudargas

2 Burgwälle Sudargo (Grinaičių) du piliakalniai, Sudargas

Burgwall: Kukarskės piliakalnis, Kukarskė

Übernachtungsmöglichkeiten:

Volkstümlicher regionaltypischer Bauernhof / “Urlaub-auf-dem-Lande”-Einrichtung (direkt an der Straße Kiduliai-Ramoniškiai): Etnografinio stiliaus Vydo Adomo Rutkos kaimo sodyba „Suvalkiečio sodyba”, Pervazninkų k., Sudargo sen., tel. (686) 10 574

Wegbeschreibung

Šilgaliai – Slavikai – Ročiškiai – Sudargas.

Bis Sudarkas führt unser Weg auf Schotter. Die vorbeifahrenden Grenzpatrouillien erinnern Sie daran, dass dies hier eine wichtige Grenze, nämlich die zu Russland, ist.

Sudargas – Pervazninkai – Kukarskė.

Ab Sudargas sinkt die asphaltierte Hauptstraße ins Tal des Flusses Memel / litauisch: Nemunas herab und führt nach Kiduliai. Stark bergab geht’s von Sudargas ins Memeltal. Hier herrscht etwas mehr Verkehr, denn der Weg führt zu einem Grenzübergangspunkt mit Russland, also seien Sie vorsichtig!

In Pervazninkai können vor dem Wald rechts vom Weg den ethnografischen Bauernhof finden. Dieses Gehöft mutet an wie ein Freilichtmuseum, doch es handelt sich um einen Bauernhof von Ende des 19. Jahrhunderts, der auf wunderliche Weise fast original erhalten geblieben ist.

Nach Absprache mit dem Hausherren können Sie in dieser “Urlaub-auf-dem-Lande” – Einrichtung übernachten und auch hier sicher Ihr Zelt aufschlagen.

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und der Orte.

Sudargas.

In den Kämpfen zwischen den deutschen Kreuzrittern und den Litauern war dies einer der bedeutendsten litauischen Verteidigungspunkte – bis es den Kreuzrittern 1317 gelang die Holzfestung abzufackeln. Aber auch später blieb Sudargas ein wichtiger Ort. Im 16. Jahrhundert gründete Königin Bona hier eine königliches Dorf. Später herrschte hier der preußische Fürst Albrecht. 1724 war es Jan Radziwill / litauisch: Jonas Radvila, der eine Stadt mit allen Privilegien gründete (1792 gab’s dazu noch Magdeburger Stadtrecht). Nach der polnischen Teilung von 1795 fand sich Sudargas an der Grenze zwischen Russland, Polen und Preußen wieder. Die Einwohner scherzten daraufhin, dass der Hahnenschrei von Sudargas in drei Königreichen zu hören sei. Während des Verbotes Bücher in litauische Schrift zu drucken war Sudargas eines der wichtigsten Zentren der sogenannten “Bücherträger”. So ist auf dem alten Friedhof der Priester Martynas Sidaravičius begraben, den die Einwohner “König der Bücherschmuggler” nennen. Im Zweiten Weltkrieg brannte auch Sudargas fast vollständig ab. Archäologische Funde auf dem Burgwall Grinaičiai, der in die Memel hineinragt, belegen, dass hier wahrscheinlich die 1317 zerstörte Burg Sudargas stand.

Unterwegs kommen wir an dem sehr sehenswerten typischen “Suwalkietischen Bauernhof” in Pervazninkai rechts des Wegs vor dem Wald Švarcgiris vorbei, der auch zum Übernachten einlädt.

Hinter dem Wald befindet sich links des Wegs der Burgwall Kukarskės.


Abschnitt 10.

Kukarsė – 3 km Asphalt – Kiduliai – 8,2 km Schotter – Maštaičiai – 6 km Schotter – Gelgaudiškis – 4,9 km Asphalt – Mozūriškiai.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Gutshofgebäude: XIXa. Kidulių dvaro pastatai, Kiduliai

Kirche: Kidulių bažnyčia, Kiduliai

Burgwall: Maštaičių piliakalnis, Maštaičiai

Kirche: Gelgaudiškio Šv. Kryžiaus Išaukštinimo  bažnyčia, Gelgaudiškis

Gutshof: Gelgaudiškio dvaro neoklasicistinio stiliaus ansamblis, Gelgaudiškis

Gutshofparkanlage: Dvaro parkas, Gelgaudiškis

Wald des Parks: Miško parkas (Žvaigždė, Velnio kalnas, Asesoriaus kapas, Baronkapinės, Pakaruoklių kalnas, aukščiausia Suvalkijos eglė), Gelgaudiškis

Übernachtungsmöglichkeiten:

Urlaub auf dem Lande: Alvydo Pečiulio kaimo sodyba, Judrių k., Kidulių sen., Šakių raj., tel. (650) 19346, [email protected]

Urlaub auf dem Lande: „Nemuno vingis“ kaimo sodyba, Maštaičių k., Kidulių sen., Šakių raj., tel. (610) 18488.

Wegbeschreibung

Hauptroute.

Kukarskė – Kiduliai.

Hinter Kukarskės beginnt rechts des Wegs ein hervorragender asphaltierter Radweg bis Kiduliai. In Kiduliai überqueren Sie die Kreuzung mit dem Weg Jurbarkas – Šakiai (Jurbarkas liegt links über die Brücke am anderen Ufer von Memel-/Nemunas-Fluss). Geradeaus geht es direkt nach Gelgaudiškis.

Kiduliai – Maštaičiai – Gelgaudiškis.

Hinter Kiduliai endet der Asphalt, danach gibt’s bis Gelgaudiškis nur Schotter, der manchmal nicht besonders angenehm ist.

Hinter der Dorf Maštaičiai muss man Wald links abbiegen und kommt auf dem kleinen Weg Richtung Memel/Nemunas zum von Bäumen bewachsenen Burgwall Maštaičiai. Danach führt der Weg ins Memel-/Nemunas-Tal auf einen hervorragenden Weg am Fluss der mit schönen Ausblicken auf das Flusstal Sie direkt bis nach Gelgaudiškis bringt.

Gelgaudiškis – Mozūriškės.

Von Gelgaudiškis führt eine asphaltierte Straße Richtung Šakiai bis zur Kreuzung mit der Hauptstraße.

Alternative Route.

Wenn Sie in Kiduliai die Brücke über den Fluss Memel/Nemunas nehmen kommen Sie nach Jurbarkas zum „Memel-/Nemunas-Radweg“. Jurbarkas ist eine wichtige Wegkreuzung, so am Fluss nach Kaunas (Kowno), Šilutė (Heydekrug), Tauragė (Tauroggen), zur Kurischen Nehrung, nach Klaipėda (Memel) zu anderen Zielen.

In Gelgaudiškis können Sie auch im Memel-/Nemunas-Tal auf den „Memel-/Nemunas-Radweg Richtung Osten nach Plokščiai, Ilguva, Kriūkai und Kaunas radeln. Hinter Gelgaudiškis muss man dazu im Memel-/Nemunas-Tal auf Schotter fahren, danach kommt man auf den neu angelegten Radweg aus feineren Schotter, der im Tal bis nach Ilguva führt. Dieser Radweg im Tal des Flusses Memel/Nemunas wurde ermöglicht aus Mittel des Programms der Europäischen Union für grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie Bemühungen der Stadtverwaltung Šakiai. Noch ist nicht ganz klar, welche Auswirkungen Hochwasser und (illegaler) Autoverkehr auf diesen Weg haben werden. Wir hoffen, dass die kaum berührte Natur für eventuelle Unannehmlichkeiten entschädigt.

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und Orte

Kiduliai.

Heute bilden das ehemalige Kirchdorf Šiaudinė un der Ort Kiduliai einen gemeinsamen Ort, der Jurbarkas (Georgenburg) gegenüber am anderen (südlichen) Flussufer der Memel liegt. Zum erstem Mal wurde Kiduliai als königlicher Gutshof 1559 bei der Beschreibung der königlichen Wälder des Forstrevisors des Litauischen Großfürstentum, G. Valavičius erwähnt. In jener Zeit gab es das Problem, dass die Bewohner schon massenhaft begannen in den Wäldern Tiere zu jagen, deren Felle sie in Preußen gegen andere Waren eintauschten. Als Schutzmaßnahme für die Reichtümer der königlichen Wälder stellte G. Valavičius 10 Waldwächter (Hornbläser) ein. Nach dem Sieg der napoleonischen Armee über Preußen wurde der preußische König Friedrich Wilhelm hier festgehalten. Als er 1807 mit der Unterschrift unter den Friedensvertrag von Tilsit freigelassen wurde, traf er sich auch hier mit dem russischen Zaren Alexander I. Besonders schmerzhafte Spuren hinterließ die sowjetische Besetzung in diesem Gebiet: 1941 wurden viele Bauern nach Sibirien deportiert, nach dem Krieg forderte der Widerstand viele Opfer. Beim Gutshof befindet sich ein im 19. Jahrhundert begründeter Park, in dem seltene Baum- und Buscharten wachsen. Im östlichen Teil des Parks befindet sich ein Hügel mit einem wunderbaren Ausblick auf das Flusstal.

Burwall Maštaičiai / Maštaičių piliakalnis.

Rund 7 km von Kiduliai, biegt linkerhand ein Feldweg zum Burgwall Maštaičiai ab. Der Historiker R. Batūra nahm anhand der Kommentare der Chronik der Preußischen Lande an, dass sich auf diesem Burgwall einst die Burg Christmemel stand, und es zu ihrem Fuße einen Hafen der Kreuzritter gab.

Gelgaudiškis.

Die Umgebung von Gelgaudiškis war nach den Kriegen gegen die deutschen Kreuzritter lange Zeit verwaist. Erst Ende des 15. Jahrhunderts siedelten sich hier wieder Menschen an, und der Gutshofableger Skirsnemunė wurde gegründet. Um 1578 ließ Povilas (Pawel), der Gutshofbesitzer von Zapyškis hier eine Kirche errichten. Als 1795 die Gegend südlicher von Memel/Nemumas zu Preußen kam, ging der Gutshof Gelgaudiškis 1797 für 75 Tausend Dukaten an den deutschen Baron Theodor Keidel. Der Baron züchtete Pferde und gründete eine Käserei für Schweizer Käse. Ende des 18. Jh. wurde an der Stelle des alten Forstes östlich vom Gutshofgebäude ein Park angelegt, der mit seinen 2000 Bäumen, davon die größte Gruppe Eichen (über 400) zu den eindrucksvollsten Naturdenkmälern in Litauen zählt. Im Park gibt es den “Hexenberg” (Raganų kalnas), auf dem die Herren ihre ungehörigen Leibeigenen köpfen ließen. Auf jeden Fall erzählt man das sich hier. Andere erzählen, dass sich in grauer Vorzeit hier Hexen und Zauberinnen versammelten und ihren Prophezeiungen lauschten auch die Herren. Außerdem befindet sich hier auch die Grabstätte der Familie Keidel. Und 1842-1846 ließ Gustav Keidel am Memelufer den eindrucksvollen Palast im neoklassizistischen Stil errichten, der allerdings sichtlich unter den Weltkriegen und einem Brand 1979 litt.


Abschnitt 11.

Mozūriškiai – 6,7 km Asphalt – Matuliai – 3,7 km Asphalt – Šakiai.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Park: P.Sederavičiaus skulptūrų parkas, Šakiai

Park: J.Lingio kultūros ir poilsio parkas, Šakiai

Park: Liuteronų evangelikų bendruomenės parkas, Šakiai

Park: Šakių parkas, Šakiai

Kirche: Šakių bažnyčia, Šakiai

Dorfkapelle: Suodžių kaimo koplyčia, Šakiai

Denkmal: Dr. Vinco Kudirkos paminklas (biustas), Šakiai

Friedhof: Hitlerizmo aukų kapinės, Šakiai

Museum: Zanavykų krašto muziejus, Girėnų k., Šakių sen., tel. (345) 45635

Übernachtungsmöglichkeiten:

Hotel/Viešbutis „Liepa”, Šešupės g. 2, Šakiai, tel. (345) 51998

Gasthaus (im Sommer): A.Danieliaus svečių namai, Aržuolupių k., Šakių r., tel. (686) 45874

Gasthaus der Stadt: Savivaldybės svečių namai, Bažnyčios g. 4, Šakiai, tel. (345) 60205

Cafés, Restaurants u.ä.:

Restoranas-baras ,,Gulbė”, V.Kudirkos g. 61/1, Šakiai, tel. (345) 60010

Bierbar/Alaus baras,,Feniksas”, V.Kudirkos g. 104, Šakiai, tel. (345) 60017

Kavinė ,,Centras”, V.Kudirkos g. 63/1, Šakiai, tel. (345) 52281

Užkandinė ,,Pupelė”, V.Kudirkos g., Šakiai, tel. (345) 53500

Restoranas ,,Po Rotuše”, Bažnyčios g. 4, Šakiai, tel. (345) 60221

Kavinė-baras, V.Kudirkos g. 11d, Šakiai, tel. (345) 60129

Šakių vaikų ir jaunimo centro svetainė, Bažnyčios g. 5, Šakiai, tel. (345) 60018

Kavinė ,,Raiguža”, Kęstučio g. 58, Šakiai, tel. (345) 60433

Bierbar/Alaus baras,,Pas Iloną”, Šaulių g. 14, Šakiai, tel. (345) 57880

Wegbeschreibung

Einmündung in die Straße Jurbarkas – Šakiai bei Mozūriškai.

Biegen Sie auf die Hauptstraße Richtung Šakiai ab.

Šakiai – Lukšiai.

Verlassen Sie Šakiai auf der Hauptstraße Richtung Kaunas und fahren Sie bis Lukšiai auf der Hauptasphaltstraße. In Šakiai gibt es alle Dienstleistungen, nach denen es einen Reisenden in der Regel so dürstet.

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und der Orte.

Šakiai

… ist die Hauptstadt der “Sanawicken” (Zanavykai). Die erste Erwähnung des Ortes geht zurück auf das Jahr 1599 – im Teilungsakt der Ländereien des Gutes der Familie Oziemblovski wird ein Dorf Namens Šakaičiai erwähnt – und daher kommt wohl auch das heutige Šakiai. Ende des 17. Jahrhunderts wurde in Šakiai ein hölzerne Kapelle errichtet, im 18. Jahrhundert wurde danach eine Holzkirche und letztendlich 1940 auch eine steinerne Kirche, die bis heute steht. Im Westteil der Stadt steht auch noch eine evangelische Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Šakiai war früher für seine Märkte berühmt, die auf den mit “Druku” (Steinen) gepflasterten Platz stattfanden, also genau dort wo sich heute der zentrale Stadtplatz befindet.

Beim Dorf Striūpai befand sich eine Brücke über den Fluss Siesartis. Nach einem guten Geschäft auf dem Markt kam es vor, dass die Bauern in der Schänke ein bisschen zu tief in Glas geschaut hatten und mitunter von der Brücke in den Fluss fuhren. Noch heute sagen die Einwohner von Šakiai über jemanden, dem’s nicht recht gelingt, er “sei wie von der Brücke Striūpai gefahren.”

1 km nördlich von Šakiai befindet sich der Friedhof Batiškės. An dieser Stelle wurden zu Beginn des Zweiten Weltkrieges rund 4000 Juden und Litauer der Gegend erschossen.

In Šakiai gibt es zwei Museen.

Museum der Region Zanavykai / Zanavykų krašto muziejus (Muziejaus 1, Girėnai)

hier bewahrt man die wertvollsten Exponate der Regionalgeschichte: Haushaltsgegenstände, Leinenbearbeitungswerkzeuge – es gibt wechselnde Kunstausstellungen.

In der Pfarrei bei der Kirche befindet sich das Museum des Dekanat Šakiai.

An der Westseite des Sees Šakiai gibt es einen nach dem Choreografen J. Lingis benannten “Kultur- und Erholungspark” in dem 10 verschiedenen Holzskulpturen stehen.


Abschnitt 12.

Šakiai – 6,7 km Asphalt – Lukšiai – 6,7 km Schotter – Šilgaliai – 6,7 km Schotter – Griškabūdis – 3 km Asphalt – Bliuviškiai.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Kirche: Lukšių Šv. Juozapo bažnyčia, XIX a., Lukšiai

Denkmal: Paminklas kun. A.Tatarei, Lukšiai

Gutshof und Park: Neobaroko stiliaus Zyplių dvaras ir parkas, senasis Zyplių ąžuolas, Zypliai

Kirche: Griškabūdžio bažnyčia, Griškabūdis

Dienstleistungen.

Lebensmittelläden in Lukšiai und Griškabūdis.

Wegbeschreibung

Šakiai – Lukšiai,

auf der asphaltierten Hauptstraße. Verkehrsdichte: mittelmäßig.

In Lukšiai befindet sich rechts des Weges an einem Weiher ein Rastplatz, der zum anhalten und baden einlädt.

Hinter Lukšiai zeigt uns eine Schild den Weg zum Gutshof Zypliai. Vom Gutshof führt ein Schotterweg bis nach Griškabūdis. Wir empfehlen den Weg nach Griškabūdis um einen Blick auf die Holzkirche zu werfen.

Von Griškabūdis nach Bliūviškis: Hauptasphaltstraße.

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und der Orte

Lukšiai.

An den Flüssen Siesartis und Vilkupis gegründete Siedlung. Sehenswert ist die Kirche aus dem 19. Jahrhundert, das Denkmal für die Deportierten, der originelle Rastplatz, welcher auf Betreiben des Ortsbürgermeisters und der Ortsgemeinschaft eingerichtet und erhalten wird. Hinter Lukšiai befindet sich der Gutshof Zypliai im gleichnamigen Dorf: Errichtet 1845-55 im klassischen neobarocken Stil, des weiteren ein Park mit Weihern und einer 31m hohen Eiche von 1,8m Durchmesser, die unter Naturschutz steht. Der Gutshof wird z. Zt. restauriert. In den schon erneuerten Pferdeställen des Gutshofs befindet sich eine Ausstellung von Volkskünstlern des Landkreises Šakiai. Hier finden Wechselausstellungen, Konzerte, Feiern und andere Veranstaltungen statt. Im Park kann man auch zelten. Oder eine Matratze in den Gebäuden finden. Auf jeden Fall sollte man sich mit den Ausstellungsmitarbeitern absprechen.

Griškabūdis.

Dieser Ort unterscheidet sich durch seinen radialen Platz, der ein städtebauliches Denkmal des 19. Jahrhunderts ist. Ebenso hält es sich mit der Anlage des Straßennetzes. Eine besondere Schönheit ist die Holzkirche von Griškabūdis – später Barock mit klassizistischen Stilelementen – ein in dieser Form einzigartiges Beispiel der Holzarchitektur in Litauen von Ende des 17. Jahrhunderts.


Abschnitt 13.

Bliuviškiai – 3 km Asphalt – Patašinė – 4,5 km Asphalt – Tamošbūdis – 4,1 km Asphalt – Katinai.

Sehenswürdigkeiten:

Heimathof des Sprachwissenschaftlers Jablonskis / Kalbininko J.Jablonskio tėviškė, Rygiškiai.
Dahin an der Kreuzung in entgegengesetzter Richtung von Patašinė weg abbiegen und auf Schotterweg rund ~ 3 km fahren. Danach müssen Sie leider auf dem gleichen Weg zur Route zurückkehren.

Übernachtungsmöglichkeiten:

Urlaub-auf-dem-Lande: Antano Vilimo Stančiausko kaimo turizmo sodyba, Katinų k., Jankų sen., Kazlų Rūdos sav., tel (687) 97913

Wegbeschreibung

Von Griškabūdis bis Bliūviškiai auf der asphaltierten Hauptstraße. Hinter Bliūviškiai nach der Kurve an der Kreuzung rechts auf die Asphaltstraße in Richtung Patašinė und Kazlų Rūda abbiegen. Es handelt sich um eine ruhige, ebene Asphaltstraße, die sehr schön zu radeln ist. In den größeren Dörfern gibt es Lebensmittelläden.

Beim Wald überqueren Sie die Schotterstraße Jankai – Būda – hier weiter auf der Asphaltstraße. Jetzt befinden Sie sich schon im Waldgebiet Kazlų Rūda. Der Weg durch den Wald verengt sich, windet sich, die Wegränder sind nur mit Schotter befestigt. Obwohl die Verkehrsdichte niedrig ist, so fahren hier doch Holztransporter und andere Waldarbeiter mit ihren Maschinen. Seien Sie also vorsichtig! Hinter dem Wald von Jankai gibt es einen Wegweiser zu einem “Urlaub auf dem Lande”- Hof (kaimo turizmo sodyba) im Dorf Katinai. Nach Absprache mit den Gastgebern können Sie hier auch ihr Zelt aufstellen und übernachten. Im Weiher kann man baden und es gibt eine Sauna.


Abschnitt 14.

Katinai – 3,7 km Asphalt – Višakio Rūda – 3,7 km Asphalt – Judrarūdė- 4,1 km Asphalt – Jūrė – 3 km Asphalt – Kazlų Rūda – 6 km Asphalt – Ąžuolų Būda.

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Heilige Quelle / Legendinis šaltinėlis prie Višakio Rūdos

Kirche: Višakio Rūdos bažnyčia, Višakio Rūda

Geburtsort: Nepriklausomybės akto signataro Prano Dovydaičio gimtinė, Višakio Rūda

Stadtplatz: Kazlų Rūdos miesto skveras, Vytauto g., Kazlų Rūda

Kirche: Kazlų Rūdos bažnyčia, Kazlų Rūda

Waldmuseum: Miško muziejus, Miškininkų g. 1, Kazlų Rūda, tel. (343) 96195

Landschaftsschutzgebiet: Kazlų Rūdos kraštovaizdžio draustinis

Kirche: Ažuolų Būdos bažnyčia, Ąžuolų Būda

Cafés, Restaurants u.ä.:

Kavinė „Baltas baras”, S.Daukanto g. 19, Kazlų Rūda, tel. (343) 95142

Wegbeschreibung

Katinai – Višakio Rūda

Asphaltierte Hauptstraße durch den Wald.

In Višakio Rūda kann man die Heilige Quelle und den Rastplatz besuchen – rund 2 km vom Weg entfernt. Dazu biegen Sie an der Kirche links ab Richtung Paskarlupiai. Es handelt sich um einen kleinen Schotterweg. Achten Sie auf die Schilder oder fragen Sie den Anwohner. Danach müssen Sie leider auf dem gleichen Weg zur Hauptroute zurückkehren.

Višakio Rūda – Kazlų Rūda.

Immer auf der Hauptstraße durch den Wald.

Am Weg liegt ein (Aus-)Bildungszentrum der Litauischen Armee.

In Kazlų Rūda findet der Reisende wieder einmal allerlei Dienstleistungen. Fahren Sie auf der Hauptstraße durch die Stadt Richtung Kaunas bis Ąžuolų Būda. In der Nähe der Eisenbahnüberführung können Sie Richtung Bagotosia abbiegen – der Weg führt Sie in 2,5 km zu einem See, der zum Rasten und Baden einlädt. Danach zurückkehren nach Kazlų Rūda.

Von Kazlų Rūda windet sich die asphaltierte Hauptstraße durch den Wald bis Ąžuolų Būda – und hier gibt es leider recht viel Verkehr. In Ąžuolų Būda kommen Sie zu einer Kreuzung mit der Hauptstraße. Biegen Sie links Richtung Kaunas ab. Es handelt sich um eine zweispurige asphaltierte Straße mit mittelmäßigem Verkehrsaufkommen.

Alternative Route (Kazlų Rūda – Kaunas).

Von Kazlų Rūda kann man bequem per Rad nach Kauno über Pažėrai, Mastaičiai, und Garliava fahren. Dazu bei der Einfahrt nach Kazlų Rūda aus Višakio Rūda auf einen Schotterweg achten, der am Stadtrand Richtung Nordwesten durch den Wald abgeht. Bis Garliava sind es 28 km, bis zum Zentrum Kaunas 37 km. Es handelt sich um 12 km Schotter durch den Wald, ab Pagramindė – Asphalt.

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und Orte.

Legendäre Quelle bei Višakio Rūda / Legendinis šaltinėlis prie Višakio Rūdos.

Unzählige Legenden und Erzählungen ranken um diese geheimnisvolle wundertätige Quelle, der Heilkräfte zugesprochen werden. Die Erzählungen belegen, dass sich die Heilige Jungfrau Maria zeigte, deshalb wurde an der Quelle eine Kapelle errichtet. Die Holzkirche von Višakio Rūda wiederum stammt von 1883 und gilt als eines der schönsten sakralen Holzgebäude in der nördlichen Suvalkija.

Der Wald Kazlų Rūda / Kazlų Rūdos giria

ist mit 58700 ha der drittgrößte in Litauen. Einige Naturschätze birgt er: Das Landschaftsschutzgebiet Kazlų Rūda (Kazlų Rūdos kraštovaizdžio draustinis), das Vogelschutzgebiet Novaraistis (Novaraisčio ornitologinis draustinis), das Pflanzenschutzgebiet im Tal Višakis (Višakio slėnio botaninis draustinis), das genetische Schutzgebiet Pušis / Pušies genetinis draustinias sowie einige unter Naturschutz stehende Bäume. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren diese Wälder das Heim Litauischer Partisanen (der sogenannten “Waldbrüder”), hier befand sich der Führungsstab des Partisanenbezirk “Stier” (Tauras) unter A. Grybinas, aber auch der Ort seine Todes im Gebiet des Forstamtes Nova (Novos girininkija). Mehr darüber im Waldmuseum – Miško muziejus, Miškininkų g. 1 in Kazlų Rūda sowie im Informationszentrum der Ausbildungsförsterei Kazlų Rūda (Kazlų Rūdos mokomosios miškų urėdijos informacijos centras).

Kazlų Rūda.

Der Großteil des Landkreises (60 %) bedecken Wälder. Schriftlich wurde Kazlų Rūda zum ersten Mal 1744 erwähnt. Der Ortsame stammt wahrscheinlich von der Familie Kazlai und ihrem Handwerk. Nach 1861 wuchs der Ort mit dem Bau der Eisenbahn Kaunas (Kowno)-Königsberg. Erst 1950 gab es Stadtrechte und 1962 wurde der Landkreis (Rajon) begründet, 2000 die freie Stadt Kazlų Rūda. Auf diesem Territorium wurde folgende berühmte Litauer geboren: Der litauische (Vorkriegs-) Präsident Dr. Kazys Grinius (Im Dorf Selems), der Unterzeichner der Litauischen Unabhängigkeitserklärung, Vorsitzende des Ministerkabinetts und Führer der litauischen “Zukunftsunion” (katholischer Jugendverband) Pranas Dovydaitis (im Dorf Dovydaitinė). Kazlų Rūda ist eine Region der Wälder und der Schnitzer, folglich ist es kein Wunder, dass überall hölzerner Heiligenbilder oder andere Skulpturen für berühmte Leute stehen. Auf dem zentralen Stadtplatz von Kazlų Rūda steht die größte dieser Skulpturen, die aus drei Göttinnen besteht – der Gerechtigkeit, der Kunst und der Kultur – sowie der Stadtschutzpatronin. Am Bahnhof steht ein Denkmal für die Deportierten.


Abschnitt 15.

Ąžuolų Būda – 7,1 km Asphalt – Gudeliai – 6 km Asphalt – Plutiškės – 6 km Asphalt – Utalina – 1,9 km Schotter – Smalinyčia – 7,9 km Schotter – Veselava

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Kirche: Plutiškės bažnyčia, Plutiškės

Schutzgebiet: Varnabūdės pedologinis draustinis, Varnabūdės miškas

Übernachtungsmöglichkeiten:

Alte Kneipe und Gasthaus: Gudelių karčema ir svečių namai (Motel/Motelis), Gudelių k., Kazlų Rūdos sav., tel. (687) 86390

Cafés, Restaurants u.ä.:

Gudelių karčema, Gudelių k., Kazlų Rūdos sav., tel. (343) 36288

Wegbeschreibung

Ąžuolų Būda – Gudeliai.

Auf der asphaltierten Hauptstraße Richtung Kaunas. Mittelmäßige Verkehrsdichte, aber es fahren auch Lastwagen. Unterwegs lädt das Gasthaus Gudeliai zu Rast und Imbiss ein.

Gudeliai – Plutiškės.

Hier dem Gasthaus rechts in den Asphaltweg Richtung Plutiškės abbiegen. Dieser Weg ist eben und verkehrsarm. Unterwegs überqueren Sie die viel befahrene Hauptstraße “Via Baltica”.

Plutiškės – Utalina.

Vor Plutiškės bei der Kurve des Hauptstraße rechts halten.

Links kann man einen Abstecher nach Plutiškes machen. Dort gibt es Lebensmittelläden, eine Erste-Hilfe-Station, eine schöne Kirche und einen Weiher.

Bis nach Utalina verkehrsarmer angenehmer Asphaltweg.

Utalina – Smalnyčėnai.

Nach der Fahrt in den Wald kommt bald eine Kreuzung mit einem Schotterweg.

In den Schotterweg nach links abbiegen in den Wald Varnabūdė.

In Smalnyčėnai an der Kreuzung rechts abbiegen und auf dem Schotterweg geradeaus fahren. Herum gibt es nur einige alte Walddörfer.

Der Schotterweg ist nicht schlecht, nur vereinzelt ein wenig sandig.

Bei einem alten Bauernhof links in den abzweigenden Weg abbiegen – so kann man eine Abkürzung direkt bis zum Dorf Veselava machen. Der Waldweg ist stellenweise sandig, aber angenehm und auch mit einem normalen Reiserad problemlos zu befahren.

Unterwegs kommen Sie an einem im Wald eingerichteten Rastplatz vorbei.

Weiter auf dem Schotterweg kommen Sie zu einer Kreuzung, an der Sie wieder links abbiegen müssen. Sehr schön ist der gute Schotterweg durch den Wald bis zum Dorf Veselava. Hinter Veselava auf dem Hauptschotterweg bleiben, rechts halten.


Abschnitt 16.

Veselava – 4,5 km Schotter – Zomčinė – 2,3 km Schotter – Igliauka – 3 km Asphalt – Šventragis – 6,9 km Asphalt – Daukšiai – 3,7 km Asphalt – Plyniai

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Museum und Skulpturenpark: A.Matučio muziejus, skulptūrų parkas, poeto A.Matučio gimtinė Zomčinės kaime, tel. (343) 24580

Kirche: Igliaukos bažnyčia, Igliauka

Denkmal: Paminklas žuvusiems už Lietuvos nepriklausomybę, Igliauka.

Naturschutzgebiet: Žuvinto gamtinis rezervatas netoli Daukšių

Kirche: Daukšių bažnyčia, Daukšiai

Naturschutzgebiet: Amalvo botaninis zoologinis draustinis, Amalvo pelkės

Service.

In Igliauka und Šventragis gibt es Lebensmittelläden. In Igliauka außerdem eine Post und eine Erste-Hilfe-Station (ambulatorija).

Wegbeschreibung

Bis Igliauka Schotterweg von guter Qualität, nur vereinzelt abgefahren und sandig.

Veselava – Zomčinė.

Hinter dem Dorf Veselava auf dem Hauptschotterweg rechts halten. Hinter der Brücke über den Graben rechts abbiegen. Der Hauptschotterweg führt nach Zomčinė, der Heimat des Dichters Anzelmas Matutis.

Zomčinė – Igliauka.

Hinter Zomčinė an der T-förmigen Kreuzung in den Schotterweg links abbiegen. Der Weg führt geradeaus bis Igliauka. An der Dorfkreuzung in den Hauptweg rechts Richtung Kirche abbiegen.

An der nächsten Kreuzung geradeaus. Hinter dem Städtchen kommen Sie an einem Rastplatz am See Igliauka vorbei. Ein guter Platz zum Rasten und Baden.

Igliauka – Šventragis.

Von Igliauka auf der Hauptasphaltstraße, überqueren Sie die Hauptstraße Marijampolė – Vilnius und fahren weiter geradeaus.

Šventragis – Daukšiai – Plyniai.

In Šventragis an der Kreuzung rechts in den Schotterweg abbiegen. Nach einigen Kilometern endet der Schotter und weiter geht’s bis nach Marijampolė auf einem hervorragenden ruhigen Asphaltweg mit einigen schönen Aussichten. Der Weg liegt leicht erhöht auf einem Damm, das ermöglicht schöne Ausblicke.

Linkerhand sieht man das Naturreservat Žuvintas – eine riesiges Feuchtgebiet – rechterhand näher am Weg befindet sich das Naturschutzgebiet Amalvas.

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten.

Der Geburtsort des Dichters A.Matutis im Dorf Zomčinė

gilt als “Geschichtsdenkmal”. Hier baut man ständig den Skulpturenpark mit den Helden des Schriftstellers aus. Geführte Exkursionen müssen im Voraus vereinbart werden.

Igliauka.

Am See Yglos befindet sich ein Rastplatz, ein Spazierweg mit verschiedenen Skulpturen. Im Städtchen steht ein Denkmal der Opfer für die Litauische Unabhängigkeit.

Daukšiai.

Steinerne Kirche und Denkmal für die Litauische Unabhängigkeit.


Abschnitt 17.

Plyniai – 6,7 km Asphalt – Padovinys – 9 km Asphalt – Marijampolė

Übersicht Sehenswürdigkeiten:

Burgwall: Varnupių piliakalnis, Varnupiai

Mythologischer Stein: Mitologinis akmuo “Pagonių dievaitis”, Varnupiai

Burgwall: Padovinio piliakalnis, Padovinys

Dienstleistungen.

Lebensmittelläden in Plyniai, Padovinys. Alles, was das Herz begehrt in Marijampolė (s. Teil 1).

Wegbeschreibung

Ab Plyniai hervorragender, verkehrsarmer Asphaltweg bis Marijampolė.

Varnupiai – Padovinys – Marijampolė.

Immer auf dem Hauptweg. An der Kurve bei Padovinys steht eine Skulptur aus Stein. Von Padovinys geht der Weg immer geradeaus bis Marijampolė. Sie kommen auf die Saulės gatvė, überfahren die Eisenbahn und die Geležinkelio gatvė führt direkt ins Stadtzentrum von Marijampolė.

Hier endet die Fahrt auf unserm “Fahrradring Suvalkija”. Wir laden Sie herzlich ein, auch andere Routen in den Baltischen Staaten und Polen zu entdecken!

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten.

Hinter Plyniai sieht am rechts des Wegs gegenüber vom Dorf Varnupiai die gleichmäßige Form des Burgwalls Varnupiai / Varnupių piliakalnis. In der Wiese neben ihm liegt nur wenige Hundert Meter weiter ein “Mythologischer Stein” (Großer Findling). Ein Pfad durch die Felder führt direkt hin.

Hinter Padovinys erblickt man rechts des Weges in den Feldern den großen Burgwall Padovinio.

Beide Burgwälle sind nicht überwachsen und sehr gut erhalten. Und so kann man noch heute von ihnen nach heran nahenden Feinden in der Ferne spähen.


Kelionė dviračiais po Suvalkų regioną Lenkijoje

Pažintį su Suvalkija rekomenduojame pratęsti Lenkijoje, Suvalkų regione (lenkiškai – Suwalszczyzna). Regionas apima Suvalkų, Seinų ir Augustavo valsčius. Senovėje šioje dabartinės Lietuvos ir Lenkijos teritorijoje gyveno jotvingių gentys. Nustebsite išvydę koks tai gražus ir įdomus, gausiai gamtos apdovanotas kraštas. Kalvos ir raguvos, dubakloniai su ežerais ir upeliais dugne, jotvingių piliakalniai, įspūdingi kraštovaizdžiai, Romintos ir Belovežo girių pakraščiai, gausūs Lietuvos ir Lenkijos kultūros ir istorijos paminklai ilgai išliks Jūsų prisiminimuose.

Suvalkų krašte gerai išvystytas turizmo sektorius. Daug maršrutų dviračiais, pėsčiomis, baidarėmis. Dviračių trasos paženklintos specialiais ženklais. Nakvynę rasite kaimo turizmo sodybose (virš 600 sodybų), kempinguose, stovyklavietėse palapinėms, viešbučiuose, moteliuose. Yra visos keliautojams reikalingos paslaugos: kavinės, restoranai, turizmo informacijos centrai, maisto prekių ir kitos parduotuvės, kt.

Lenkijoje paženklintos dviračių trasos parinktos šalutiniais mažo eismo intensyvumo keliais. Dalis kelių asfaltuota, bet daug pažymėtų trasų eina žvyrkeliais. Dauguma žvyrkelių prižiūrėti, geros kokybės. Bet pasitaiko smėlėti, akmenuoti ruožai, grindinys. Galite pasirinkti savo maršrutą, priklausomai kur pradedate ir baigiate kelionę, kiek turite laiko, ką norite aplankyti, kokiais keliais norite važiuoti. Galima didesnę kelio dalį susiplanuoti šalutiniais asfaltuotais keliais (būtina vengti pagrindinių didelio eismo intensyvumo kelių), bet neišvengsite žvyrkelių. Rekomenduojame įsigyti smulkų regiono žemėlapį. Žemėlapius rasite Suvalkų, Seinų, Vyžainių turizmo informacijos centruose, knygynuose, kitose turistinėse vietoje. Arba kreipkitės į „Atgajos“ bendriją“.

Kur pradėti kelionę Lenkijoje.

Kelionę Lenkijoje dviračiu patogu pradėti ties Kalvarijos/Budzisko arba Lazdijų/Ogrodnikų pasienio postais. Pažymėtos dviračių trasos praeina pasieniu netoli abiejų pasienio postų. Traukiniu ar autobusu patogiausia atvykti į Suvalkus.

Kertant sieną Kalvarijos pasienio poste, rekomenduojame važiuoti per Rutka-Tartak, Smolniki, Wyzajny, Zytkiejmy, Stanczyki, Przerosl, Filipow, Bakalarzewo, Raczki, Suwalki, Str.Folwark, Wigry, Pogorzelec, Sejny, Burbiszki, Punsk.

Jei pradėsite kelionę Lazdijų/Ogrodnikų pasienio poste, iškart už sienos dešinėn suka paženklinta R11 dviračių trasa link Galadusio ežero. Nuo jo ties Zegary galite pasirinkti ar važiuosite pasieniu link Punsko, ar suksite link Seinų, Vygrių. O gal patrauksite į pietus, link Augustavo girios (lenkiška Belovežo girios dalis).

Svarbiausios lankytinos vietos.

Suvalkų kraštovaizdžio parkas (Suwalski Park Krajobrazowy). Jo teritorijoje yra įdomių maršrutų tinklas. Tai seniausia šio tipo Lenkijos Respublikos saugoma teritorija, susikūrusi 1976 metais. Pagrindinis parko įkūrimo tikslas buvo saugoti unikalią krašto gamtą, sukurtą vėliausiai nuslinkusio ledyno. Niekur kitur Lenkijoje nėra tokios žemės paviršiaus formų įvairovės. Didelės riedulių sankaupos kai kuriose vietose sudaro ištisus šių akmenų parkus. Trys gražiausios riedulių prisėtos vietovės yra pripažintos gamtos draustiniais: Bachanowo, Lopuchowo ir Rutka. Trylika Turtul ozo kalvagūbrių – tai puikiausias šios paviršiaus formos pavyzdys. Nuo aukščiausios Cisowa Gora kalvos (prie Gulbieniszki) atsiveria nuostabus vaizdas į apylinkes. Tarp Szurpily ežerų esantis piliakalnis Szurpily (Šiurpilių) piliakalnis buvo svarbiausia jotvingių gynybinė įgula. Tai buvo paskutinis gynybinis punktas lemiamoje kovoje su kryžiuočiais. Piliakalnyje 8 mėnesius vyko žiaurūs mūšiai, deja – jotvingių nenaudai.

Smolniki. Čia yra kaimo turizmo sodybų, palapinių aikštelių bei jaunimo turistinė bazė. Smolnikuose yra garsiausia Pietų Suvalkijos regykla, iš čia matosi nuostabūs vaizdai. Būtent čia lenkų režisierius Andrzej Vajda kūrė filmą pagal A.Mickevičiaus „Ponas Tadas“. Smolniki pavadinimas kilęs nuo XVIa. šiose apylinkėse gyvenusių degutininkų (smalos gamintojų). Priešais šiuolaikinę bažnyčią yra senosios kapinės. Jose atnaujinta medinė XIX a. koplyčia.

Vyžainiai (Wizajny). Legenda sako, kad jau XIV amžiuje, čia prie pirklių kelio, stovėjo karčema. Čia buvo pardavinėjami vėžiai, tad nuo šių gyvūnų pavadinimo kilo Wizajny (vėžainių) kaimo vardas. Pagal kitą prielaidą, pavadinimas „Wižajny“ kilo nuo žodžio Weyze – vienos jotvingių valdos pavadinimo. Apie 1570 metus Wizajny įgijo miesto teises. Sparčiausiai miestas vystėsi XVIII ir XIX amžiuje. 1870 metais, kai iš Wizajny buvo atimtos miesto teisės, čia gyveno apie 23000 žmonių. Nuo to laiko gyventojų kiekis palaipsniui mažėjo. Netoli turgavietės, miestelio centre stovi bažnyčia. Ši mūrinė, klasikinė šventovė buvo pastatyta 1823-25 metais. Šalia bažnyčios stovi unikali XIX a. medinė varpinė.

Stančikai (Stanczyki). Čia yra vieni aukščiausių Lenkijoje ir Europoje tiltų. Jų ilgis 200 m, aukštis 36 m. Šiaurinis tiltas pastatytas 1912-1914 m., o pietinis 1923-1926 m. Jie pasižymi puikiomis proporcijomis. Tai penkių tarpinių gelžbetonio konstrukcija. Atramų papuošimai sukurti pagal romėnų akveduko Pont du Gard’e pavyzdį.

Dowspuda. Didiko Paco rūmai Dowspudoje netoli Raczki. Jie buvo pilnai sunaikinti. Iki šių dienų išliko tik vartų likučiai, vienas bokštas bei rūsys.

Vygriai (Wigry) ir jų apylinkės – tai ežerų kraštas, Vygrių nacionalinis parka. Čia yra giliausi ir žinomiausi Lenkijoje ežerai. Pats Vygrių ežeras labai didelis (2,2 tūkst. ha), 73 m gylio. Ežerais apsuptoje saloje stovi labai gražus kamaldulių pastatytas architektūrinis baroko stiliaus ansamblis: bažnyčia, bokštas bei eremai – maži kamaldulių nameliai. Seniau čia buvo Lietuvos didžiųjų kunigaikščių vasaros medžioklės Vygrių rūmai, vėliau tapę kamaldulių vienuolynu.

Seinai (Sejny). Mažas miestelis, turintis tik 6 tūkst. gyventojų, iš jų apie 1,5 tūkst. lietuvių. Lietuvių kultūrai, lietuvybei tai labai svarbus miestas. Kaip ir visas Seinų kraštas. Seinuose yra Lietuvių namai, veikia Lietuvos Respublikos konsulatas. Nuostabi Seinų bazilika ir dominikonų vienuolyno (seminarijos) ansamblis. Seinų bazilikos sienoje įmūryti Seinų vyskupo poeto A.Baranausko palaikai. Šalia bažnyčios jam pastatytas paminklas.

Punskas (Punsk). Punske yra vienintelė Lenkijoje lietuviška Kovo 11-osios gimnazija, Lietuvių kultūros namai, du muziejai ir senojo kaimo architektūros paminklas – dzūkiška sodyba, Juozo Vainos muziejus.

Suvalkai (Suwalki). Regiono centras, didžiausias miestas. Suvalkuose galima aplankyti poetės M.Konopnickos muziejų, miesto rotušę, Valstybinio archyvo pastatą, kuriame 1919 m. buvo pasirašyta Lietuvos ir Lenkijos paliaubų sutartis. Įdomus yra Suvalkų apygardos muziejus, kuriame nuolat veikia paroda apie sūduvius (jotvingius) ir jų buitį.

Naudingos nuorodos:

1. Suvalkų žemės ūkio ir turizmo rūmai (SIRT). 16-400 Suwalki, ul. T. Kosciuszki 45. Tel/fax: (+48 87) 5665872, 5665494. email: [email protected]

www.sirt.suwalki.com.pl

2. Lenkijos kraštotyrinio turizmo draugija (PTTK), Suvalkų biuras. 16-400 Suwalki, ul. T. Kosciuszki 37. Tel. (+48 87) 5665961; tel/fax: (+48 87) 5667947.

Email: [email protected]. http://suwalki.pttk.pl

Internete:

www.suwalszczyzna.pl;

www.litfood-fair.com/tautito/pranesimai/punskas/punskas08.shtml http://ltnamai.sejny.pl/apylinke.html

www.punskas.pl

„Kelionė į Seinus, Punską ir senąją jotvingių žemę“ Gedimino Zemlicko straipsniai žurnalo MOKSLO LIETUVA Nr. 11-13 (301-3003) 2004 m. http://ml.lms.lt/.