{"id":5830,"date":"2019-11-06T09:55:39","date_gmt":"2019-11-06T09:55:39","guid":{"rendered":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/?p=5830"},"modified":"2020-01-07T19:50:05","modified_gmt":"2020-01-07T19:50:05","slug":"deutsch-lt5-lt2-memeldelta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/deutsch-lt5-lt2-memeldelta\/","title":{"rendered":"LT5 \/ LT2 &#8220;Memeldelta&#8221;"},"content":{"rendered":"Diese Teile des &#8220;Memelradweg&#8221;-Reisef\u00fchrers von 2003 betreffen schon Gebiete im Delta des Flusses Memel (litauisch: Nemunas)&amp;<\/p>\n<p>Sie sind auch Teil des &#8220;K\u00fcstenradwegs Litauen&#8221;, der sp\u00e4ter entstanden ist.<\/p>\n<h2>\u0160il\u016bt\u0117 (Heydekrug) und Rusn\u0117 (Insel Russ)<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>\u0160ilut\u0117 (Heydekrug)<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Der Name stammt von einem Gasthof, die hier stand (\u201eDer Krug auf der Heide\u201c). 1511 gab die Komtur von Memel dem H\u00e4ndler G. Talat das Recht, einen Gasthof zu betreiben. Dieser stand an der Kreuzung der Wege von Memel (Klaip\u0117da), Tilsit (Til\u017e\u0117, Sowjetsk) und Russ (Rusn\u0117), also an der Stelle, wo heute die Kreisverwaltung (<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>rajono savivaldyb\u0117<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">) steht. Lassen wir Dietmar Albrecht von seiner Reise in ein untergegangenes Land erz\u00e4hlen: \u201eHeydekrug, \u0160ilut\u0117, \u00fcberrascht mit dem kaum l\u00e4dierten Bild einer preu\u00dfischen Landstadt. Den weiten Markt rahmen die H\u00e4user der H\u00e4ndler und Honoratioren, prominent an der S\u00fcdseite das zweist\u00f6ckige Haus des \u00d6konomierates Scheu, mit Ankl\u00e4ngen ans Rokoko hier am Ende der Welt.\u201c An der Hauptstra\u00dfe stehen alle wichtigen Geb\u00e4ude: Amtsgericht und Gef\u00e4ngnis (1848), Feuerwache (1911), die alte Post (1905). Pastorat, evangelische Kirche (geweiht 1926). Der 50 m hohe Kirchturm hat drei Glocken und eine Uhr, die jede Viertelstunde schl\u00e4gt. Der alte Markplatz mit seinen Geb\u00e4uden, der Hafen, der Bahnhof und die Br\u00fccke wurden 1875 errichtet, die Br\u00fccke \u00fcber den Fluss \u0160y\u0161a 1914, das erste Gymnasium 1924.\u201c Nach \u0160ilut\u0117 f\u00e4hrt man \u00fcber die Vilniaus gatv\u0117. Fr\u00fcher befand sich das Dorf Verdain\u0117. 1566 bekam J. Hinkmanas das Recht hier eine Kneipe zu er\u00f6ffnen und in der \u0160y\u0161a zu fischen. Der Krug von Verdain\u0117 geh\u00f6rte sp\u00e4ter dem Urgro\u00dfvater von Immanuel Kant, dem genialen Philosophieprofessor der Universit\u00e4t K\u00f6nigsberg, dessen Ideen sicherlich die Welt der Menschen ver\u00e4ndert haben. Zum Gedenken an ihn wurde vor dem Krieg die Stra\u00dfe in \u201cKantstra\u00dfe\u201d umbenannt. Anfang des vergangenen Jahrhunderts befand sich in einer der Kneipen das Restaurant \u201eVilla Werden\u201c. Hier konnte man nicht nur Tee trinken, sondern den Nachrichten aus K\u00f6nigsberg, Berlin oder London lauschen, denn hier stand einer der ersten Radioapparate im Land diesseits der Memel. Weiter geht es auf der\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Til\u017e\u0117s gatv\u0117 (Tilsiter Stra\u00dfe)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, bis man rechts den\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>evangelischen Friedhof (8)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0sieht. Als lokale Gr\u00f6\u00dfen liegen hier: der Buchh\u00e4ndler und litauischer Exlibris-Vorreiter F.A.\u0160talis (1848\u20131905) und seine Frau Marija (1864\u20131929) sowie der Drucker K.Sekuna (1833\u20131908). Auf diesen Gr\u00e4bern stehen Holzkreuze. Auf diesem Friedhof befindet sich auch das Familiengrab der Sudermanns.Wer in die\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Nemuno gatv\u0117\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">abbiegt, der kommt zum\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Neuen Friedhof<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u0160ilut\u0117s naujosios kapinait\u0117s).<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0Hier liegen der Aufkl\u00e4rer und Heimatforscher\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\">P.Jak\u0161tas (1889\u20131988), der litauische Verteidigungsminister Generalleutnant P.\u0160niuk\u0161tas (1878\u20131952), der litauische Milit\u00e4rflieger und Vertriebene K.Lek\u0161as (1914\u20131994), der Professor K.Balkus\u2013Bal\u010diauskas (1920\u20131997). Gegen\u00fcber vom ev. Friedhof auf der anderen Stra\u00dfenseite der Til\u017e\u0117s gatv\u0117 steht die neogothische\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Katholische Backsteinkirche (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>katalik\u0173 ba\u017eny\u010dia (9)\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">aus rotem Backstein von\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\">1854. Im Heiligtum wurde 2001 ein\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Denkmal f\u00fcr die Opfer der Okkupationen\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">errichtet, das Christus mit verbundenen H\u00e4nden darstellt. Um die katholische Kirche befand sich fr\u00fcher das Dorf \u017dibau. Noch im 19. Jh. wurde das Regionalkrankenhaus aus Rusn\u0117 nach \u017dibai verlegt und das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Bezirksgericht\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">gebaut, in dessen Mauern sich heute die Tourismus- und Haushaltsschule (\u0160ilut\u0117s turizmo ir buitini\u0173 paslaug\u0173 mokykla (Lietuvinink\u0173 g. 72) befindet. Daneben befindet sich das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Hotel \u201eNemunas\u201c\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">(Lietuvinink\u0173 g. 70). Auf der anderen Stra\u00dfenseite: Theater und Kunstgalerie (dail\u0117s galerija). An der Bibliothek steht noch immer der Vorkriegssockel der\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>ehemaligen Gas-Stra\u00dfenbeleuchtung.\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">Im alten Zentrum (Altstadt,\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>senamiestis (10)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, auf der heutigen\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Lietuvinink\u0173 gatv\u0117,<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0stehen typische Geb\u00e4ude aus der Zweiten H\u00e4lfte 19.\/Erste H\u00e4lfte 20. Jh: Feuerwache \/\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>gaisrin\u0117<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(Lietuvinink\u0173 g. 22), Post\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>pa\u0161tas<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(Lietuvinink\u0173 g. 23) und Heydekrugmuseum \/\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u0160ilut\u0117s muziejus (11)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(Lietuvinink\u0173 g. 36, tel. 8-441-62209). Heute sind hier verschiedene arch\u00e4ologische Fundst\u00fccke, M\u00fcnzen, Schriften, Fotos, Volkskundedinge und Volkskunstsammlungen zusammen gesteckt. Die Firma UAB \u201e\u0160ilut\u0117s melioracija\u201c hat im Verwaltungsgeb\u00e4ude eine Ausstellung \u00fcber Bodenverbesserung eingerichtet. Im Zentrum steht die ev.-luth Kirche (12), die f\u00fcr das Stadtsymbol gehalten wird, Bauplan von K. Gutknecht. Erst vor einigen Jahren wurden Kirchenkreuz und Turm restauriert, die W\u00e4nde neu get\u00fcncht. In den Goldball unter dem Kreuz wurden die neusten Ausgaben der Zeitungen \u201e\u0160ilokar\u010dema\u201c (Heydekrug), \u201ePamarys\u201c (K\u00fcste), \u201eKlaip\u0117da\u201c (Memel), \u201eVakar\u0173 ekspresas\u201c (Westexpress) gelegt, in denen die Restaurierungsarbeiten beschrieben wurden, sowie ein Gelds\u00e4ckchen mit heutigem litauischen Geld. In der Kirche kann man ein Fresko vom R. Pfeiffer, Professor der Universit\u00e4t K\u00f6nigsberg, bewundern. Im Park neben der Kirche wurde 1996 das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Denkmal f\u00fcr Hermann Sudermann \/\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>paminklas H.Zudermanui (13)\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">wieder errichtet<\/span><span lang=\"de-DE\">. Er wurde ber\u00fchmt f\u00fcr die literarische Darstellung des Lebens der Landesbewohner vor den Weltkriegen. Aus seiner Gesichte \u201eDie Reise nach Tilsit\u201c wurde 1976 ein Theaterst\u00fcck gemacht, 1981 der ber\u00fchmte Kinofilm \u201cDie Reise ins Paradies\u201d (Kelion\u0117 \u012f roj\u0173). In der N\u00e4he des Denkmals f\u00fcr Sudermann wurden 1944 sowjetische Soldaten begraben, die in den K\u00e4mpfen um den Ort fielen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Fast am Ende der\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Lietuvinink\u0173 gatv\u0117<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, kommt der Stopp am ber\u00fchmtesten Geb\u00e4ude: Der ehem.\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Gutshof von Heydekrug (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">buv\u0119s\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u0160ilokar\u010demos dvaras (14)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. Heute befindet sich hier die Biblitohek des Museums und das Kultur- und Tourismus\u00adinformations\u00adzentrum (Kult\u016bros ir turizmo informacijos centras) (Lietuvinink\u0173 g. 4). Etwas entfernt von der Stra\u00dfe kann man das verfallende Gartenhaus zu besichtigen, das mit der lokal-typischen Dekorverschalung beschlagen ist. Fahren Sie am Ufer der \u0160y\u0161a entlang. Das hier war der Gutspark, genannt Varnami\u0161kis. 1926 wurde der von H. \u0160ojus anl\u00e4\u00dflich seines 80. Geburtstag offiziell den Stadtbewohnern \u00fcbergeben. Vorm Krieg wurden in diesem Englischen Garten mit seinen 3 Weihern rund 150 Arten B\u00e4ume und B\u00fcsche gepflanzt, darunter silberbl\u00e4ttriger Ahorn, Burgunder- und Roteichen. Es wurden Spazierwege angelegt, Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccken, ein Sportplatz und ein Schie\u00dfstand. Zu Sowjetzeiten verfiel alles und auch von den seltenen B\u00e4umen ist nicht viel \u00fcbrig.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Hinter der Elisabethbr\u00fccke \/ El\u017ebietos (Elizos) tiltas, w\u00e4chst in der N\u00e4he der Stadiono gatv\u0117 ein Naturdenkmal: die 23 m hohe Eiche\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Pagrynai (Pagryni\u0173 \u0105\u017euolas (15)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">., 1,5 m im Durchmesser.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Erw\u00e4hnenswert ist noch die Gutshofanlage von H. \u0160ojus (Scheu) von 1818. \u0160ojus, Ehrendoktor der Universit\u00e4t K\u00f6nigsberg und Wirtschaftwissenschaftler, kaufte 1892 den Gutshof, verkaufte aber sp\u00e4ter einen Gro\u00dfteil an Neusiedler weiter, und lieferte die Grundst\u00fccke f\u00fcr den Bau von Bezirkskrankenhaus, Schule, Stadtverwaltung, Feuerwehr, Pfarramt und Kirche. Ihm ist es zu verdanken, dass das Land an der Hauptstra\u00dfe Tilsit-Memel trocken gelegt wurde, neue Stra\u00dfen angelegt wurden und entlang des Flusses \u0160y\u0161a ein Schutzdamm errichtet wurde. Die bunte Sammlung des ehemaligen Hausherrn an arch\u00e4ologischen, kartografischen, ethnografischen Material und M\u00f6beln, Stoffen, Haushaltsgegenst\u00e4nden der Kleinlitauer bildet heute das Heimatmuseum. Hier findet man eine Ausgabe der \u201ePostil\u0117\u201d von Jonas Bretk\u016bnas (Johann Brettke) aus dem Jahre 1591, \u201eLietuvos istorija\u201c (Geschichte Litauens) von A.Vij\u016bkas\u2013Kojelavi\u010dius von 1650 und andere au\u00dfergew\u00f6hnlich wertvolle B\u00fccher. Und nat\u00fcrlich wird er von den \u0160ilutern geehrt: \u00dcber H. \u0160ojus fanden verschiedenen Ausstellungen und Konferenzen statt, ver\u00f6ffentlicht wurde das Buch \u201eGarbusis \u0160ilokar\u010demos pilietis\u201c (Der ehrenhafte B\u00fcrger von Heydekrug\u201d). 1992 wurde f\u00fcr ihn neben dem Geb\u00e4ude des 1. Gymnasiums von \u0160ilut\u0117s ein Gedenkstein aufgestellt mit der Aufschrift: \u201eIm Andenken an den Menschen, auf dessen Land das Alte Heydekrug begr\u00fcndet wurde\u201d (\u201cAtminimui \u017emogaus, savo \u017eem\u0117je k\u016brusio sen\u0105j\u0105 \u0160ilut\u0119\u201c). 2000 wurde auf dem Grab von \u0160ojus, auf dem Territorium der ehemaligen Fabrik f\u00fcr Hydraulikgetriebe, ein Gedenkstein eingeweiht; 2001 neben dem Gutshofgeb\u00e4ude das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Denkmal f\u00fcr\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>H.\u0160ojus (7)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, K\u00fcnstler: E.Daugutis.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Der ber\u00fchmte Fischmarkt von \u0160ilut\u0117 (Heydekrug) existierte fast f\u00fcnfhundert Jahre. Hierher kamen die Bauern aus Nordlitauen sowie die Fischer von der Russ, aus Minge, Karkle und sogar aus Nida, Karwaiten (von der Kurischen Nehrung) oder noch weiter aus Tapiau\/Labguva (heute: Gwardejsk im Kaliningrader Gebiet). Lange Zeit bekam der Ort keine Stadtrechte, die \u201eKonkurrenten\u201c Memel (Klaip\u0117da) und Tilsit (Til\u017e\u0117, Sowjetsk) waren dagegen. Erst 1722 und 1818 wurde es zum Kreis- und Bezirkszentrum, und erst 1910 mit dem Zusammenschluss der drei D\u00f6rfer Verdain\u0117, \u017dibai und Cintjoni\u0161k\u0117s entstand die Stadt \u0160ilut\u0117\/Heydekrug. Sie wurde trotz Hunger und Pest, \u00dcberschwemmungen und anderer Ungl\u00fccke zur zweitgr\u00f6\u00dften Stadt im sog. \u201eMemelland\u201c, g\u00fcnstig gelegen an der Hauptstra\u00dfe Tilsit-Memel. Am 19. Januar 1923 verk\u00fcndete nahm das (litauische) Parlament (\u201eseimas\u201c) von \u0160ilut\u0117\/Heydekrug die Erkl\u00e4rung \u00fcber die Vereinigung von Memelgebiet (Klaip\u0117dos kra\u0161tas) und Republik Litauen mit Autonomierechten. Zur Erinnerung an dieses Ereignis steht ein Gedenkstein f\u00fcr M. Purvinas und M. Purvinien\u0117 vor der Gebietsverwaltung.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Westlich des Zentrums von \u0160ilut\u0117 fahren Sie \u00fcber eine Eisenbr\u00fccke von Anfang des 20. Jh. Sie ist ein technisch-architektonisches Denkmal. Wer durch die\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Rusn\u0117s gatv\u0117\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">f\u00e4hrt, dem sollte das Denkmal \u201cNebel\u201d (\u201eP\u016bga\u201c) auffallen. Es erinnert an die ums Leben gekommene Feld\u00e4rztin und Geburthelferin Z. Petraitien\u0117, die durch den Nebel zu ihren Patientinnen eilte.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Wenn Sie noch ein wenig Zeit haben, dann fahren Sie doch vor oder nach Besuch von \u0160ilut\u0119 arba in die D\u00f6rfer Ma\u017eiai, Jonai\u010diai und Macikai. Aus dem Stadtzentrum geht das \u00fcber die \u017d. Naumies\u010dio gatv\u0117 Richtung \u017demai\u010di\u0173 Naumiestis. An der Kreuzung mit der Umgehungsstra\u00dfe Kaunas-Klaip\u0117da geradeaus ins Dorf Ma\u017eiai (6 km vom Stadtzentrum).<\/p>\n<h3 class=\"western\" lang=\"de-DE\">Alternative<\/h3>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Wenn Sie Zeit haben, dann legen wir Ihnen sehr an Herz, Insel und Ort Rusn\u0117 (dt.: Russ) zu besuchen. Es ergeben sich drei M\u00f6glichkeiten: 1) Nach dem Besuch von Rusn\u0117 auf dem gleichen Weg nach \u0160ilut\u0117 zur\u00fcck und danach Richtung Klaip\u0117da; 2) Mit einem Boot \u00fcbersetzen zum Dorf Minija (Minge) oder 3) ebenfalls per Boot zur Kurischen Nehrung (Kur\u0161i\u0173 Nerija). Fragen Sie im Tourismus-Informations-Zentrum \u0160ilut\u0117 nach M\u00f6glichkeiten zum Schiffstransport. Auf jeden Fall ist die Weiterfahrt bis Rusn\u0117 Pflicht. Vergessen Sie nicht, die beliebteste Speise zu probieren \u2013 R\u00e4ucherfisch. Ihn gibt es in L\u00e4den am Meer und bei den Bewohnern direkt. Von \u0160ilut\u0117 verl\u00e4uft die Hauptstra\u00dfe am Rande des Waldes \u017dalgiriai. W\u00e4hrend des Fr\u00fchjahrshochwassers findet man den Gro\u00dfteil dieses Weges und seiner Umgebung nur unter Wasser wieder.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Rusn\u0117 (Insel Russ)<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\">Rusne ist eine Insel zwischen den Armen der Memel, die sich an ihrer M\u00fcndung in ein Delta mit mehreren Armen teilt. \u00dcber eine Br\u00fccke kommt man auf diese Insel und erreicht den Ort Rusne, ein altes Fischerdorf. In schriftlichen Quellen wurde es zum ersten Mal im 14. Jh. erw\u00e4hnt. Dass es hier Litauer und Kuren wohnten, davon zeugt der Erlass des preu\u00dfischen F\u00fcrsten Albrecht aus dem Jahre 1544. Mit dieser Vorschrift lie\u00df der F\u00fcrst den Gottesdienst auf beiden Sprachen (litauisch und kurisch) abhalten. Wie auch das ganze Memelland, war Rusn\u0117 viele Jahrhunderte unter preu\u00dfischer Herrschaft. Man versuchte, das Land zu germanisieren, aber die Einheimischen blieben ihrer Herkunft treu.\u00a0<span lang=\"de-DE\">Heute kommt man auf die Insel Rusn\u0117 (Russ) anders als fr\u00fcher. Lange Zeit gab es keine Br\u00fccke, nur F\u00e4hren.\u00a0<\/span>Heute gibt es hinterm Wald \u017dalgiris die erste Br\u00fccke, die den Namen von K. Grinius tr\u00e4gt. Der Weg f\u00fchrt durch Wiesen, die im Fr\u00fchjahr \u00fcberflutet werden.\u00a0<span lang=\"de-DE\">Danach, wenn man den Memelarm, der auf Litauisch Atmata hei\u00dft, erreicht hat, gilt es zu bemerken, dass die erste Br\u00fccke an dieser Stelle erst 1914 stand. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs wurde sie gesprengt \u2013 und wieder g\u00e4hnende Leere.\u00a0<\/span>Erst 1974 wurde die neue Br\u00fccke aus Stahlbeton gebaut (333 m lang, 10 m breit).\u00a0<span lang=\"de-DE\">Auf ihr kommen Sie auf die Insel Rusn\u0117\/Russ. Die litauische Herleitung des Namen Rusn\u0117s kommt vom Verb \u201erusnoti\u201c, d. h. langsam flie\u00dfen. So nannte man den rechten Arm der sich teilenden Memel, sp\u00e4ter auch die Insel und die Siedlung. Wasser spielt f\u00fcr die Bewohner dieses Ortes eine au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfe Rolle. Der Landvermesser \u010c. Kudaba schrieb: \u201cdie Menschen hier wussten lange nicht, was \u2018Stein\u2019 ist. Das moderig riechende Wasser war ihnen das leckerste; Fischgeruch in der K\u00fcche, in den H\u00f6fen und in der Bettw\u00e4sche, das ihrige. Mancherorts gingen die T\u00fcren der Bewohner und gar dieser H\u00f6fe zu den Flussstegen. Sie waren ihre Lebensader.\u201d Rusn\u0117 ist einer der \u00e4ltesten bewohnten Orte am Meer. Zuerst kann man ihn in den Chroniken des Kreuzritterordens finden. Einen Krug gab es sogar ab 1448, fr\u00fcher gar als Heydekrug (heute \u0160ilut\u0117). Au\u00dferdem ist bekannt, dass es schon 1419 eine Kirche gab (die Zahl steht noch heute auf dem Kirchturm). In der Umgebung gab es keine Landwirtschaft, trotzdem stieg die Einwohnerzahl. Die meisten arbeiteten in S\u00e4gewerken, M\u00fchlen, der Brauerei, der Schnapsbrennerei, stellten Lastk\u00e4hne her oder fischten. Noch im 19. Jh. war Rusn\u0117 gr\u00f6\u00dfer als Heydekrug und war der gr\u00f6\u00dfte Ort des Bezirks. Heute kommen hierher gerne Sportfischer und \u00d6kotouristen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Biegen sie nach der Br\u00fccke \u00fcber die Atmata links ab. Im Zentrum von Rusn\u0117 befindet sich die\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>ev. luth Kirche<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>evangelik\u0173 liuteron\u0173 ba\u017eny\u010dia (20)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, errichtet 1809. Aus der Ferne sieht man schon den quadratischen Turm, der die Fassade beherrscht (nach gotischen Architektur\u00adtraditionen). In seinem Zentrum gibt es den halbrunden Eingangsbogen. Innen ist sie jedoch sparsam und sachlich ausgestattet, wie bei evangelischen Kirchen typisch. Wegen der Kolonisierungsbestrebungen in Preu\u00dfen, war im 19. Jh. nur noch knapp die H\u00e4lfte der Gemeindemitglieder Litauer. Die Messe wurde morgens auf Deutsch und nachmittags auf Litauisch abgehalten. Auf dem benachbarten Kirchfriedhof haben nur wenige Grabmale bis in unsere Tage \u00fcberlebt. Noch 1918 wurde eine\u201cHeldenhain\u201d eingerichtet und ein Denkmal f\u00fcr die Soldaten des Ersten Weltkriegs errichtet. An der Kirchenwand wurde eine Marmorplatte mit den Namen aller 186 im Krieg gefallenen Gemeindegliedern angebracht. An der Nordwand kann man immer noch die Grabsteine des Inselpatriarchen E. Anker (1848\u20131935) und seines Gro\u00dfvaters sehen. Im Kirchhof wurde K. Jurk\u0161aitis (1825\u20131915) beigesetzt, Sammler von Erz\u00e4hlungen Klein Litauens, Pressemitarbeiter und Sprachforscher. Seine Lehrsammlung \u201cA\u0161 bei mano namai norim Vie\u0161pa\u010diui \u0161lu\u017eyti\u201c wird bis in unsere Tage f\u00fcr das sch\u00f6nste Buch Kleinlitauens gehalten.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Fahren Sie durch die\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u0160ilut\u0117s gatv\u0117<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. Nach dem gepflasterten Platz kann man die Reste der alten Br\u00fccke sehen und hat nebenbei einen wunderbaren Blick auf das Ufer der Atmata. An der renovierten Post stehen immer noch Pfosten und Lampen der alten Beleuchtung. Fr\u00fcher begr\u00fc\u00dften sie alle Erste die G\u00e4ste des St\u00e4dtchens. Fahren wir in die K. Donelai\u010dio gatv\u0117, den Schildern folgend kommen wir ins ehemalige Dorf Skirvyt\u0117l\u0117. Hier steht das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Freilichtmuseum des Fischers (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>etnografin\u0117 \u017evejo sodyba (21)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(Tel. 8-441-58169). Sein Begr\u00fcnder, Dr. K. Banys, macht die Reisenden in diesem Bauernhof mir der Geschichte von Rusn\u0117 bekannt, mit dem Alltag und der Kultur der Bewohner. Unter diesem Dach gibt es auch ein unverr\u00fcckbares Denkmal: Den Schornstein der R\u00e4ucherei<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">In Rusn\u0117 k\u00f6nne sie in den authentischen Bauernh\u00f6fen von Knapkis, L.\u0160alkauskien\u0117, D. Drobnien\u0117 und G. Ge\u010dien\u0117s \u00fcbernachten. Nach dem Besuch des Ortes geht es weiter \u00fcber die Insel Rusn\u0117. Auf dem Weg Richtung Pakaln\u0117 fallen die D\u00e4mme auf, mit denen die Einwohner sich vor den \u00dcberschwemmungen sch\u00fctzen. Ein Gro\u00dfteil davon ist dem schon erw\u00e4hnten E. Anker(is) zu verdanken. Wegen dieser W\u00e4lle wird die Insel Rusn\u0117 mitunter auch \u201cRiesensch\u00fcssel\u201d genannt.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Pakaln\u0117<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Nach dem Dorfeingang links abbiegen und den \u201cInformation\u201d- Schildern folgen. Sie f\u00fchren zu einer ehemaligen sowjetischen Herrschaftsvilla. Heute befindet sich hier das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Informationszentrum des Regionalparks Memeldelta\/<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Nemuno deltos regioninio parko informacinis centras (22)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, in dem es alle Informationen \u00fcber die Insel Rusn\u0117, ihre Natur und ihre Bewohner geben sollte. Weiter geht\u2019s Richtung Uostadvaris.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Uostadvaris<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">In Uostadvaris (w\u00f6rtlich: Hafen-Gut) stand noch im 18. Jh. ein Gutshof. 1939 wurde das Gut den F\u00fchrer der Memeler Nationalsozialisten E. Neumann geschenkt. Heute gibt es an dieses Gut jedoch nur noch Erinnerungen. Biegen Sie nach den H\u00f6fen von Uostadvaris nach links ab. Bald beginnt nach dem Asphalt der Schotterweg. Nach 2 km zeigt sich vor einem der\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Leuchtturm von Uostadvaris<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Uostadvario \u0161vyturys (23) \u2013\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">Anfang 19. Jh<\/span><span lang=\"de-DE\">.) In ihm gibt es heute eine Aussichtsplattform, von der man \u00fcber das flache Land schauen kann.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Die\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Wasserpumpenstation\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">(erbaut 1907) von Rusn\u0117 ist ein Denkmal, das an den Kampf des Menschen mit dem Wasser erinnert. Der erste Damm (Polder) wurde auf den \u00fcberfluteten Wiesen nach der katastrophalen \u00dcberflutung 1888 erbaut. Es wurden auch Wasserhebetationen ben\u00f6tigt. Und sie ist bis heute in Betrieb: Bei Hochwasser wird das Wasser von der Insel in die Memel gepumpt. Jetzt befindet sich in diesem technischen Denkmal das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Poldermuseum (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u0160ilut\u0117s polderi\u0173 muziejus (24)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. Hier kann man mehr \u00fcber den Kampf mit dem Wasser erfahren und den original Dampfmotor aus der alten Station besichtigen. Anwohner f\u00fchren und erz\u00e4hlen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Leider enden in Uostadvaris auch alle Festlandswege. Wer in Minija weiter fahren will, der muss die Anwohner fragen, ob sie einem mit einem der Boote am Hafen r\u00fcber bringen. Oder Sie m\u00fcssen nach \u0160ilut\u0117 zur\u00fcck und \u00fcber Kintai nach Klaip\u0117da. F\u00fcr Besucher des Nationalparks der Kurischen Nehrung kann man auch eine \u00dcberfahrt \u00fcber das Haff nach Nida (Nidden) organsieren. Von Nida bis Juodkrant\u0117 gibt es hervorragende Radwege, danach auf der Hauptstra\u00dfe und per F\u00e4hre nach Klaip\u0117da (Memel).<\/p>\n<h3 class=\"western\" lang=\"de-DE\">Quadrat 13. Text<\/h3>\n<h3 class=\"western\" lang=\"lt-LT\"><span lang=\"de-DE\">Orte:\u00a0<\/span>\u0160y\u0161giriai\u2013 Kintai \u2013 Vent\u0117s ragas<\/h3>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">a) Wenn Sie per Boot ins Dorf Minija fahren, dann lesen bei \u201cMinija (Minge)\u201d weiter.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">b) Wenn Sie den gleichen Weg nach \u0160ilut\u0117 zur\u00fcckfahren, dann geht\u2019s weiter am Haff nach Kintai (Kinten). Unterwegs wartet das Uferpanorama des Kurischen Haffs auf Sie. Biegen Sie auf der Hauptstra\u00dfe in \u0160ilut\u0117 links Richtung Klaip\u0117da ab und kurz nach dem Marktplatz sehen Sie eine Abbiegung. An einigen Abbiegungen rechts halten Richtung\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>\u0160y\u0161giriai<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">. Nach \u0160ilut\u0117 erstreckt sich ein guter, angenehm zu fahrender Schotterweg entlang des Sumpfes Auk\u0161tumala (13 km). Links sieht man teilweise den Krok\u0173 Lankos-See. Ab der Br\u00fccke \u00fcber den Fluss Minija ist der Weg asphaltiert, beiderseits von ihm blitzen Fischzuchtteiche in der Sonne. Wer in das Dorf Minija m\u00f6chte, der muss nach Br\u00fccke und Teichen dem Schild nach links aus einen Schotterweg abbiegen. Im Dorf gibt es eine \u201cUrlaub auf dem Lande\u201d-\u00dcbernachtung. Zur\u00fcck auf dem Hauptweg fahren Sie an der T-f\u00f6rmigen Kreuzung links und besuchen Vent\u0117s ragas (Die Windenburger Ecke, s. Beschreibung unten). Unterwegs beim Ort\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>\u0160turmai\u00a0<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">befindet sich ein Hotel und Restaurant. In der Ferne auf der anderen Seite des Haffs, reckt sich die Kurische Nehrung empor. Verpassen Sie Vent\u0117s Ragas nicht: Der Weg ist gut und der Ort eindrucksvoll gelegen. Aus Vent\u0117 geht es auf der Hauptstra\u00dfe immer geradeaus bis Kintai.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\"><b>Minija\u00a0<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">(Ming\u0117)<\/span><b><\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Das Fischerdorf (<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Minijos \u017evej\u0173 kaimas (25)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0liegt an beiden Ufern des gleichnamigen Flusses. Bis heute wird es von den Einheimischen mit kurischen (nicht litauischen) Namen Minge oder Mine genannt. Zum ersten Mal wird es 1540 schriftlich erw\u00e4hnt: Es lebten hier 60 einfache Menschen und mindestens zwei deutsche \u201eprivilegierte\u201c Familien. Fast alle H\u00f6fe lebten vom Fischfang: Neben den H\u00e4usern standen und stehen Boote, Fischereiutensilien und die typischen Fisch\u00adr\u00e4ucher\u00adh\u00e4uschen. So entstand hier ein ziemlich einzigartige Ortstruktur: Die Fassaden der H\u00f6fe sind zur \u201eHauptstra\u00dfe\u201c des Dorfes ausgerichtet \u2013 aber das ist hier der Fluss Minija. Wegen der h\u00e4ufigen \u00dcberschwemmungen war das Leben immer schwer. Im 18. Jahrhundert litt auch dieser Ort unter Kriegen und Krankheiten, erst im 19. Jahrhundert erholte es sich. Es gab hier eine Segeln\u00e4herei, eine Segelbootswerkstatt, eine Wassermessstation. Es begann auch lansam der Tourismus, denn die Flussdampfschiffe, die regelm\u00e4\u00dfig Memel und K\u00f6nig-Wilhelm-Kanal entlang zwischen Tilsit (heute: Sowjetsk) und Memel (heute: Klaip\u0117da) verkehrten, machten hier einen Zwischenstopp. Das ganze Dorfleben \u00e4nderte sich essentiell nach dem Zweiten Weltkrieg. Am linken Ufer wurden m\u00e4chtiger Tierfuttermehlapparat eingerichtet, am rechten eine Viehfabrik gegr\u00fcndet. Gebaut wurde auch eine Br\u00fccke, die ins Nirgendwo f\u00fchrt. Daf\u00fcr wurden viele der einzigartigen Fischerh\u00f6fe abgerissen. Die romantische Ansicht l\u00e4sst ein wenig das harte Leben der Fischer vergessen. Heute versucht man sich in Minija am Wassertourismus, viele H\u00e4user sind jedoch verfallen. Trotz des architektonischen Verfalls kann man hier seltene V\u00f6gel und verschiedene Wasserpflanzen finden, die ins Litauische \u201cRote Buch\u201d (der gef\u00e4hrdeten Arten) eingetragen sind, so Seeadler und Kranich.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Nachdem Sie sich an diesem sogenannten \u201cLitauischen Venedig\u201d erfreut haben, fahren Sie weiter \u00fcber Blo\u017eiai und Stanki\u0161kiai bis zum Asphalt. Dann nach links und nach 6 km kommen Sie zu einer der einzigartigsten Ecken in ganz Litauen: Vent\u0117s Ragas, der Windenburger Ecke auf Deutsch. Wenn Sie jetzt sehr ermattet sind, dann k\u00f6nnen Sie in \u0160turmai das Hotel oder Restaurant besuchen. Das empfiehlt sich nicht nur f\u00fcr einen Snack: hier kann man auch ein Boot mieten, um \u00fcber das Haff zu fahren.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\"><b>Vent\u0117 (<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">Windenburg)<\/span><b><\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">In der Gegend des heutigen Dorfes Vent\u0117 lebten Menschen schon in pr\u00e4historischen Zeiten. Die Kreuzritter, welche die gro\u00dfe strategische Bedeutung der Memelm\u00fcndung verstanden, errichteten an dieser Stelle um 1360 zum Schutz von Hafen und Wasserweg die \u201cWindenburg\u201d. Wahrscheinlich gab es auch eine Kirche und das erste Gasthaus. Aber die Burg versank durch Wind und Gezeiten im Haff. Das gleiche geschah mehrmals mit der Kirche. Und so r\u00fcckte das ganze Dorf immer weiter vom Haff weg bis zu seinem heutigen Ort.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Nach rund 0,5 km kommt man zum \u201cRand der Erde\u201d in Litauen. Von altersher wurde \u00fcber Vent\u0117 geschrieben, dass es der gef\u00e4hrlichste Ort und \u201ewirklich der Albtraum aller Schiffer\u201c sei, denn entlang des Kaps erstrecken sich steinerne Untiefen. Deswegen steht hier auch seit langem ein\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Leuchtturm<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Vent\u0117s \u0161vyturys (26)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. Der erste war noch aus Holz und wurde mit Lampen\u00f6l erleuchtet. 1863 wurde das heutige 12 m hohe technische Denkmal gebaut. Von der Aussichtsplattform im Turm sieht man nicht nur den Wellenbrecher auf dem Haff, der Vent\u0117s Ragas sch\u00fctzt, sondern auch das Band der Kurischen Nehrung und Nida. Neben dem Leuchtturm wurde 1880 eine Wassermessstation errichtet. 1929 wurde auf Initiative von Prof. Tadas Ivanauskas (in seinem Namen gibt es das Zoologische Museum in Kaunas) eine\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Vogelstation (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>ornitologin\u0117 stotis (27)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0gegr\u00fcndet<\/span><span lang=\"de-DE\">. Seit \u00fcber 30 Jahren wird sich von L. Jezerskas geleitet, der Reisenden manchmal (auch auf Deutsch) \u00fcber den Vogelzug erz\u00e4hlt. In der Station gibt es ein Museum, Labors, Netze zum Vogelfang. Hier werden sie beringt und ihr Vogelflug erforscht. Jedes Jahr im Fr\u00fchjahr und Herbst ziehen \u00fcber 5 Mio. V\u00f6gel \u00fcber Vent\u0117 hinweg. Das ganze Memeldelta ist einer ihrer bevorzugten Rastpl\u00e4tze.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Von der \u201cWindenburger Ecke\u201d geht es auf dem gleichen Weg zur\u00fcck und weiter Richtung Kintai.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Mui\u017e\u0117<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">2 km nach dem schon bekannten Stanki\u0161kius kommt man nach Mui\u017e\u0117. Dabei handelt es sich uim einen der \u00e4ltesten Gutsorte an der K\u00fcste. Nachdem 1820 das Gut von E. W. Berbom gekauft wurde, ver\u00e4nderte sich der Ort so sehr, dass er den Beinamen \u201cKlein-Italien\u201d bekam. Heute ist von diesem Gutshof nichts \u00fcbrig, an seiner Stelle steht eine Fischkonservenfabrik. E. W. Berbom war B\u00fcrgermeister von Memel (Klaip\u0117da), sp\u00e4ter wurde er als k\u00f6niglicher Fischereiobermeister f\u00fcr das Kurische Haff eingesetzt. Ihm fielen Zeichen ein, die die Fischerd\u00f6rfer unterscheiden \u2013 die \u201cv\u0117trunges\u201d (Die verzierten Windrosen auf den Schiffsm\u00e4sten). Des weiteren besch\u00e4ftigte er sich mit der Sammlung von Volksgeschichten, schrieb Gedichte, malte, betrieb arch\u00e4ologische Forschungen und betrachtete vom Dach seines Hauses die Sterne. Der kleine Friedhof mit seinem Grab (<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>E.W.Berbomo kapas (28)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, befindet sich rechts des Weges. Am Weg steht ein Informations\u00adstand \u00fcber ihn, das Grab selbst finden Sie unter einer gro\u00dfen Eiche, ums\u00e4umt von einem kleinen Eisenzaun.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Weiter auf dem gleichen Weg fahren Sie durch das Dorf Dovilai, in dem der Publizist und Kulturschaffende M. A\u0161mys geboren ist. Er war mitbeteiligt an der Litauischen Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung von 1918. Bald kommen schon die H\u00fctten von Kintai in Sichtweite.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Kintai\u00a0<\/b>(Kinten)<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Eine Fischersiedlung, die sich an das Kurische Haff und den Wald von Kintai schmiegt. Schon 1540 wird verzeichnet, dass hier ein B. Kintas seinen Hof gehabt habe. Und 1951 fanden Ausgrabungen auf dem Burgwall im Norden des Ortes statt. Im 18.\/19 Jh. gedieh der Ort zum Fischerdorf, das f\u00fcr seine Fischm\u00e4rkte ber\u00fchmt war. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Gro\u00dfteil des Ortes zerst\u00f6rt, aber man kann die typische Architektur noch bemerken. Im Sommer findet im Anklang an alte Zeiten ein Fest statt, obwohl die wertvollen Fische von einst \u2013 Lachs, Aal und St\u00f6r \u2013 rar geworden sind. Die im Jahre 1705 erbaute\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>evangelische Kirche (29<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">) ist erhalten geblieben. Sie wurde teilweise aus Mauerresten der alten Windenburg (s. Vent\u0117) gebaut. Bei ihrem Neubau gab es damals \u2013 vor zweihundert Jahren (!) einen Streit. Das alte Gotteshaus war n\u00e4mlich durch eine \u00dcberschwemmung stark besch\u00e4digt worden. Und so stritt man sich um den passenden Ort f\u00fcr die neue Kirche. Der Legende zufolge wurden aus den anliegenden Gemeinded\u00f6rfern Vent\u0117 und Kio\u0161iai gleichzeitig zwei Reiter losgeschickt. Und so wurde es abgemacht: Dort, wo sie sich treffen, da wird die Kirche gebaut. Sie reichten sich in Kintai die H\u00e4nde. Zur Sowjetzeit wurde die Kirche renoviert, in ihr wurde ein Ausstellungs- und Konzertsaal eingerichtet. Die alten Einwohner erinnern sich noch daran, dass fr\u00fcher neben der Kirche ein Denkmal f\u00fcr die Opfer des Ersten Weltkriegs stand, doch es wurde abgerissen und f\u00fcr Fundamente beim Geb\u00e4udebau benutzt. 1988 wurde neben der Kirche ein Gedenkstein mit der Aufschrift: \u201eVon 1888\u20131892 lebte und arbeitete in Kintai Vyd\u016bnas\u201c eingeweiht. Ja, was Vyd\u016bnas angeht, so steht bei der Bushaltestelle rechts des Weges die ehemalige Gemeindeschule, mit der Kirche 1705 errichtet. Nachdem, Vyd\u016bnas 1888 das Lehrerseminar von Ragain\u0117 (Ragnit, heute im Kaliningrader Gebiet) abgeschlossen hatte, wurde er zum Lehrer der Grundschule von Kintai bestimmt. Sp\u00e4ter erkrankte er schwer, aber eine Frau des Ortes konnte ihn mit Heilkr\u00e4utern heilen. Dann begann Vyd\u016bnas seinen Weg als litauischer Kulturschaffender. In der renovierten Schule wurde 1994 das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Vyd\u016bnas-Kulturzentrum (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Vyd\u016bno kult\u016bros centras (30)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(Tel. 8-441-47379) er\u00f6ffnet. In ihm befindet sich auch ein Gedenkmuseum, in dem man sein Wissen \u00fcber die Vergangenheit von Klein Litauen, Preu\u00dfisch Litauen, des Memellandes usw. vertiefen kann. Au\u00dferdem gibt es ein besonderes Exponat: die von S. Sodonis und anderen Heimatforschern in Tallinn aufgesp\u00fcrte Harfe von Vyd\u016bnas. In diesem Zentrum befindet sich dar\u00fcber hinaus die Kinderkunst- und musikschule. Es gibt diverse Kunstausstellungen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Nehmen wir uns ein bisschen Ruhe und fahren die J. \u010ciulados gatv\u0117 weiter bis wir zur\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Post\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">auf der rechten Seite kommen. Nach links f\u00fchren Schilder in Richtung \u201cKint\u0173 girininkija\u201d (Forstamt Kinten). Hinter dem Forstgeb\u00e4ude steht ein Naturdenkmal:\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>der Gro\u00dfe Lebensbaum (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Did\u017eioji tuja (31)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. In Europa gibt es nur einen gr\u00f6\u00dferen, und zwar in der Schweiz. Der 17 m hohe Riese l\u00e4dt zur Rast in seinem Schatten ein. Bald wird er 100 Jahre. Der Weg \u00fcber das Forsthaus f\u00fchrt weiter zum Ufer. Dort kann man sich an der Aussicht, an den kleinen Fischerbuchten und am Baden erfreuen. Die \u00f6rtliche Gemeinschaft k\u00e4mpft aktiv gegen die \u00d6lf\u00f6rderung an dieser Stelle. Zur\u00fcck geht\u2019s nur auf dem gleichen Weg und dann hei\u00dft es von Kintai Abschied nehmen. Von Kintai entstreckt sich entlang der K\u00fcste der \u201cKurische Weg\u201d als touristische Route. Sie k\u00f6nnen sich an den neu eingerichteten Rastpl\u00e4tzen erholen und an Info-St\u00e4nden mehr \u00fcber dieses Gebiet erfahren.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Quadrat 14. Text<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Orte: Kintai \u2013 Klaip<\/span><span lang=\"lt-LT\">\u0117da<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Von Kintai f\u00fchrt eine asphaltierte Allee \u00fcber Saku\u010diai, Lamso\u010diai, Venckai nach Priekul\u0117. Wer nach Priekul\u0117\/Prok\u00fcls m\u00f6chte, der muss hinter Venckai an der T-f\u00f6rmigen Kreuzung links abbiegen und f\u00e4hrt auf Asphalt \u00fcber Mie\u017eeliai nach Svencel\u0117. Der Weg macht einen landschaftlich sch\u00f6nen Bogen und \u00fcber Dreverna kommt man nach Priekul\u0117.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Alternativweg nach Dreverna.<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Wer noch Lust und Kraft hat, der kann am Ortsende von Kintai (an der Abzweigung der Hauptstra\u00dfe zum Forstamt\/ Girininkija) nach links abbiegen und dem Weg am Waldrand durch das Pflanzenschutzgebiet Kintai bis nach Dreverna fahren (Waldweg und Schotter). Dieser an sich sehenswerte Weg kann stellenweise schwer zu befahren sein. Auf ihm fahren die Schwertransporter des \u00d6lhandels der sich nicht weit von hier hinter dem Wald auf dem Weg zum Dorf Svencel\u0117 befindet. Dieser \u00d6lbetrieb, der inmitten der K\u00fcstenwiesen ein Schandfleck in der Landschaft ist, ruft Unruhe bei den Anwohnern hervor. Der Weg wird immer besser und links er\u00f6ffnet sich der Ausblick auf die D\u00fcnen der Kurischen Nehrung. In Svencel\u0117 wurde der \u00dcbersetzer und Schriftsteller M. Kybelka geboren.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Svencel\u0117<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Nicht weit vom Haff, s\u00fcdlich von Dreverna liegt das Dorf Svencel\u0117. In ihm gibt es einen Heiligen H\u00fcgel auf dem das ewige Feuer gesch\u00fcrt wurde.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Die Legende erz\u00e4hlt, das auf diesem \u201cBerg\u201d in grauer Vorzeit ein Riese wohnte. Er hatte auch noch 7 Nachbarriesen. Alle hatten aber nur eine Axt. Deswegen warf ein jeder der Riesen die Axt nach der Arbeit zu seinem Nachbarn, und dieser weiter zu seinem Nachbarn, und dieser weiter \u2026 Sp\u00e4ter w\u00e4hlten die litauischen Urahnen diese Stelle zur Verehrung der G\u00f6tter.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Nach Svencel\u0117 biegen wir auf der Hauptstra\u00dfe rechts ab und fahren auf Asphalt bis Drevern\u0105. Man kann aber auch auf einem Feldweg links am Haff weiterfahren.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Dreverna<\/b>\u00a0(Draw\u00f6hnen)<\/p>\n<p lang=\"lt-LT\" align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ein Fischerdorf am Kurischen Haff, das einst an einem Arm des Flusses Minija (Minge) lag. Dreverna war schon im 13. Jh. bekannt. Ber\u00fchmt sind die verzierten Wetterh\u00e4hne, die man manchenorts noch sehen kann. Auch neue H\u00e4user werden auf traditionelle Weise mit den Wetterh\u00e4hnen verziert. Im Nordosten verl\u00e4uft der \u201cKlaip\u0117da-Kanal\u201d (s.u.). Er ist 24 km lang und 30 m breit. Dieser Ort war f\u00fcr seine gro\u00dfen Fischm\u00e4rkte ber\u00fchmt.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Nach Dreverna gibt es zwei M\u00f6glichkeiten weiter zu radeln:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">a) \u00fcber Priekul\u0117 entlang der Hauptstra\u00dfe (Asphaltstra\u00dfe) oder<\/p>\n<p lang=\"lt-LT\" align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">b)\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><u>hinter<\/u><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0dem Kanal links einbiegen und entlang des Kanals. Letztere Variante ist zwar sehr sch\u00f6n, aber die Wegbeschaffenheit doch eher etwas f\u00fcr gel\u00e4ndetaugliche Radfahrer.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Wilhelmkanal\/Klaip\u0117dos kanalas<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Wer sich f\u00fcr das Abenteuer entscheidet, der f\u00e4hrt an Priekul\u0117 vorbei. Man sieht die \u00dcberreste von zwei alten Br\u00fccken (\u00fcber die letzte k\u00f6nnte man mit etwas Mut sogar noch fahren\u2026 ) Aber auf der anderen Seite befindet sich ein Milit\u00e4rgel\u00e4nde. Das sch\u00f6ne Kanalufer selbst ist ein beliebtes Ausflugsziel und das klare Wasser l\u00e4dt zu einer Abk\u00fchlung ein\u2026 Am Ende geht es scharf rechts ab und bei der n\u00e4chsten Abzweigung links auf eine \u00e4u\u00dferst fiese Schotterstra\u00dfe. Diese endet in Klaip\u0117da an der Stra\u00dfe zum Internationalen F\u00e4hrhafen (links geht\u2019s nach Deutschland und Schweden, rechts oder geradeaus kann man bald die Plattenbauten von Klaip\u0117da S\u00fcd sehen).<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Der Kanal selbst wurde 1863-1873 ausgegraben. Seine Aufgabe war die unruhige Fahrt \u00fcber flache kurische Haff zu vermeiden. Seine L\u00e4nge betr\u00e4gt 24 km, seine Breite \u2013 etwa 30 m. Der Kanal verbindet den Fluss Minija mit dem Kurischen Haff bzw. den Fluss Memel (Nemunas) mit der Stadt Memel (Klaipeda). Er endet im S\u00fcden von Klaip\u0117da genau im Alten Holzhafen (Senoji med\u017eio prieplauka) und weist somit auch auf die alte Transportfunktion des Kanals hin. Benannt wurde er nach dem Preu\u00dfischem K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Wer die M\u00fchen meidet, dem empfehlen wir die asphaltierte Stra\u00dfe nach Priekul\u0117.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Priekul\u0117 (Prok\u00fcls)<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Priekul\u0117 findet zum ersten Mal 1540 schriftliche Erw\u00e4hnung. Nach dem Gutshofbesitzer und Sohn von Paminima Lukas Priek\u016blis wurde das Dorf benannt. Dieses St\u00e4dtchen am Fl\u00fcsschen Minija ist heute ein gutes Beispiel f\u00fcr die typische K\u00fcstenarchitektur der Vorkriegszeit besonders mit der Hauptstra\u00dfe. 1587 wurde in Priekul\u0117 eine ev.-luth. Kirche gegr\u00fcndet: Sie ist damit die \u00e4lteste im Memelgebiet. Zum 450. Stadtjubil\u00e4um wurde von den Pr\u00f6kulern der nach dem Krieg gesprengten Kirche ein Denkmal aus wei\u00dfem Beton gesetzt. Die Schriftstellerin Ieva Simonaityt\u0117 (1897-1978), die aus dem Dorf Vanagai in der Gegend stammte, mochte Priekul\u0117 sehr. Hier verbrachte sie ab 1960 ihre Sommer. Heute kann man ihr H\u00e4uschen in der Vingio g. 11 besichtigen, das sich an Minija-Fluss und Vingis-Park schmiegt. Hier gibt es ein kleines Museum f\u00fcr I. Simonaityt\u0117s. 1997 wurde f\u00fcr sie auf dem zentralen Stadtplatz ein Denkmal errichtet (Bildhauerin: Dalia Matulait\u0117).<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Von Priekul\u0117 geht\u2019s nach Klaip\u0117da am besten auf der Hauptstra\u00dfe. Sie hat zwar einen breiten Fahrbahnhand, ist aber verkehrsreich mit vielen Autos, deswegen: Fahren Sie vorsichtig! Alternative dazu k\u00f6nnen nur Feldwege und Schotterstra\u00dfen durch den Wald von Dituva, der Kleinkartensiedlung Dituva, Kintai bis zum Internationalen F\u00e4hrhafen sein. Wer diesen Weg nehmen m\u00f6chte, dem empfielt sich eine genauere Karte. Fahren Sie in Klaip\u0117da auf die \u201cHauptstra\u00dfe des Friedens\u201d (Taikos prospektas), auf der Sie direkt bis ins Stadtzentrum und die Altstadt kommen. Eine andere Alternative ist, in Prikul<\/span><span lang=\"lt-LT\">\u0117 in den Vorortzug nach Klaip\u0117da zu steigen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Klaip\u0117da (Memel)<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Die \u201cMemelburg\u201d wurde 1252 vom Deutschen Orden gegr\u00fcndet und die Stadt feierte also vor kurzem ihr 750j\u00e4hriges. Heute ist Klaip\u0117da der gr\u00f6\u00dfte Hafen Litauens, sein Tor zum Meer. Die Stadt unterscheidet sich durch ihre Architektur und dem Pulsschlag einer lebendigen Hafenstadt. Die eigentliche Altstadt brannte im 19. Jahrhundert ab, nach dem Zweiten Krieg waren von ehemals \u00fcber 40.000 Einwohnern nur noch eine Hand voll \u00fcbrig, die Stadt lag in Ruinen. Als immer Eis freier Hafen war sie zu Sowjetzeiten eine geschlossene Provinzstadt mit zahlreichen Milit\u00e4rbasen. Der S\u00fcden der Stadt wurde mit Plattenbausiedlungen zugepflastert, alle Kircht\u00fcrme verschwanden. Die \u00fcber 200.000 Einwohner sind zu einen gro\u00dfen Teil Russen oder kommen aus \u201cGro\u00dflitauen\u201d.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Aber in den Achtziger Jahren wurde die Altstadt restauriert, zahlreiche Stra\u00dfenz\u00fcge erinnern an den Vorkriegsflair. Au\u00dferdem wurde die Stadt mit ihren zahlreichen Festivals zu einem Veranstaltungszentrum im Sommer.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Hier gibt es zahlreiche Sehensw\u00fcrdigkeiten, Denkm\u00e4ler, Hotels, Restaurants und Kneipen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Besonders sehenswert:<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><i>Die Altstadt\u00a0<\/i>mit dem \u201e\u00c4nnchen von Tharau\u201c. Vom Balkon auf dem Theater sprach am 23.3.1939 Hitler anl\u00e4sslich der R\u00fcckkehr Memels zum Deutschen Reich.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><i>Der Skulturenpark\u00a0<\/i>auf einem alten Friedhof in der N\u00e4he des Busbahnhofs (am Ende der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone Ma\u017evydo al\u0117ja), an dessem Rande auch ein imposantes sowjetisches Kriegsdenkmal steht. Am anderen Ende eine neue kleine orthodoxe Kirche\u2026<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><i>Die alte Post \u2013\u00a0<\/i>vor allem von innen wegen der alten Holzvert\u00e4felungen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Ein Gro\u00dfereignis war 1979 die Er\u00f6ffnung des Meeresmuseum und Aquariums \u2013 heute sogar mit Delphinen (Am Nordende der Kurischen Nehrung, das zu Klaip\u0117da geh\u00f6rt). Wer mehr \u00fcber Klaip\u0117da\/Memel wissen m\u00f6chte, dem empfehlen wir den Kauf eines Stadtplans oder der zahlreichen Publikationen, die man in Buchhandlungen, im Tourismusinformationszentrum, am Kiosks usw. kaufen kann. Besonders ans Herz legen wird das immer aktuelle Heft \u201cExploring Klaip\u0117da\u201d, das auch auf Deutsch kostenlos \u00fcber die litauische K\u00fcste informiert.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\"><b>Ende oder Beginn der Tour?<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Hier endet (oder beginnt) unsere Reise auf dem \u201cMemelradweg\u201d \/ \u201eNemuno dvira\u010di\u0173 trasa\u201c. Von Klaip\u0117da kann man nach Hause, auf die Kurische Nehrung oder auf weitere Erkundungsreisen an Meer und Hinterland gehen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Wir sind sehr gespannt auf Ihre Erfahrungen im unbekannten Litauen, Ihre Anregungen und hoffen, dass Sie bald wiederkommen und vielleicht Lettland, Estland oder Ostlitauen per Rad entdecken wollen. Wir helfen Ihnen dabei<\/span><span lang=\"en-US\">!<\/span><\/p>\n<div class=\"sharedaddy sd-sharing-enabled\">\n<div class=\"robots-nocontent sd-block sd-social sd-social-icon sd-sharing\">\n<h3 class=\"sd-title\"><\/h3>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Teile des &#8220;Memelradweg&#8221;-Reisef\u00fchrers von 2003 betreffen schon Gebiete im Delta des Flusses Memel (litauisch: Nemunas)&amp; Sie sind auch Teil des &#8220;K\u00fcstenradwegs Litauen&#8221;, der sp\u00e4ter entstanden ist. \u0160il\u016bt\u0117 (Heydekrug) und Rusn\u0117 (Insel Russ) &nbsp; \u0160ilut\u0117 (Heydekrug) Der Name stammt von einem Gasthof, die hier stand (\u201eDer Krug auf der Heide\u201c). 1511 gab die Komtur von 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Talat das Recht, einen Gasthof zu betreiben. Dieser stand an der Kreuzung der Wege von Memel (Klaip\u0117da), Tilsit (Til\u017e\u0117, Sowjetsk) und Russ (Rusn\u0117), also an der Stelle, wo heute die Kreisverwaltung (<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>rajono savivaldyb\u0117<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">) steht. Lassen wir Dietmar Albrecht von seiner Reise in ein untergegangenes Land erz\u00e4hlen: \u201eHeydekrug, \u0160ilut\u0117, \u00fcberrascht mit dem kaum l\u00e4dierten Bild einer preu\u00dfischen Landstadt. Den weiten Markt rahmen die H\u00e4user der H\u00e4ndler und Honoratioren, prominent an der S\u00fcdseite das zweist\u00f6ckige Haus des \u00d6konomierates Scheu, mit Ankl\u00e4ngen ans Rokoko hier am Ende der Welt.\u201c An der Hauptstra\u00dfe stehen alle wichtigen Geb\u00e4ude: Amtsgericht und Gef\u00e4ngnis (1848), Feuerwache (1911), die alte Post (1905). Pastorat, evangelische Kirche (geweiht 1926). Der 50 m hohe Kirchturm hat drei Glocken und eine Uhr, die jede Viertelstunde schl\u00e4gt. Der alte Markplatz mit seinen Geb\u00e4uden, der Hafen, der Bahnhof und die Br\u00fccke wurden 1875 errichtet, die Br\u00fccke \u00fcber den Fluss \u0160y\u0161a 1914, das erste Gymnasium 1924.\u201c Nach \u0160ilut\u0117 f\u00e4hrt man \u00fcber die Vilniaus gatv\u0117. Fr\u00fcher befand sich das Dorf Verdain\u0117. 1566 bekam J. Hinkmanas das Recht hier eine Kneipe zu er\u00f6ffnen und in der \u0160y\u0161a zu fischen. Der Krug von Verdain\u0117 geh\u00f6rte sp\u00e4ter dem Urgro\u00dfvater von Immanuel Kant, dem genialen Philosophieprofessor der Universit\u00e4t K\u00f6nigsberg, dessen Ideen sicherlich die Welt der Menschen ver\u00e4ndert haben. Zum Gedenken an ihn wurde vor dem Krieg die Stra\u00dfe in \u201cKantstra\u00dfe\u201d umbenannt. Anfang des vergangenen Jahrhunderts befand sich in einer der Kneipen das Restaurant \u201eVilla Werden\u201c. Hier konnte man nicht nur Tee trinken, sondern den Nachrichten aus K\u00f6nigsberg, Berlin oder London lauschen, denn hier stand einer der ersten Radioapparate im Land diesseits der Memel. Weiter geht es auf der\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Til\u017e\u0117s gatv\u0117 (Tilsiter Stra\u00dfe)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, bis man rechts den\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>evangelischen Friedhof (8)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0sieht. Als lokale Gr\u00f6\u00dfen liegen hier: der Buchh\u00e4ndler und litauischer Exlibris-Vorreiter F.A.\u0160talis (1848\u20131905) und seine Frau Marija (1864\u20131929) sowie der Drucker K.Sekuna (1833\u20131908). Auf diesen Gr\u00e4bern stehen Holzkreuze. Auf diesem Friedhof befindet sich auch das Familiengrab der Sudermanns.Wer in die\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Nemuno gatv\u0117\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">abbiegt, der kommt zum\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Neuen Friedhof<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u0160ilut\u0117s naujosios kapinait\u0117s).<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0Hier liegen der Aufkl\u00e4rer und Heimatforscher\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\">P.Jak\u0161tas (1889\u20131988), der litauische Verteidigungsminister Generalleutnant P.\u0160niuk\u0161tas (1878\u20131952), der litauische Milit\u00e4rflieger und Vertriebene K.Lek\u0161as (1914\u20131994), der Professor K.Balkus\u2013Bal\u010diauskas (1920\u20131997). Gegen\u00fcber vom ev. Friedhof auf der anderen Stra\u00dfenseite der Til\u017e\u0117s gatv\u0117 steht die neogothische\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Katholische Backsteinkirche (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>katalik\u0173 ba\u017eny\u010dia (9)\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">aus rotem Backstein von\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\">1854. Im Heiligtum wurde 2001 ein\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Denkmal f\u00fcr die Opfer der Okkupationen\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">errichtet, das Christus mit verbundenen H\u00e4nden darstellt. Um die katholische Kirche befand sich fr\u00fcher das Dorf \u017dibau. Noch im 19. Jh. wurde das Regionalkrankenhaus aus Rusn\u0117 nach \u017dibai verlegt und das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Bezirksgericht\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">gebaut, in dessen Mauern sich heute die Tourismus- und Haushaltsschule (\u0160ilut\u0117s turizmo ir buitini\u0173 paslaug\u0173 mokykla (Lietuvinink\u0173 g. 72) befindet. Daneben befindet sich das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Hotel \u201eNemunas\u201c\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">(Lietuvinink\u0173 g. 70). Auf der anderen Stra\u00dfenseite: Theater und Kunstgalerie (dail\u0117s galerija). An der Bibliothek steht noch immer der Vorkriegssockel der\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>ehemaligen Gas-Stra\u00dfenbeleuchtung.\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">Im alten Zentrum (Altstadt,\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>senamiestis (10)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, auf der heutigen\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Lietuvinink\u0173 gatv\u0117,<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0stehen typische Geb\u00e4ude aus der Zweiten H\u00e4lfte 19.\/Erste H\u00e4lfte 20. Jh: Feuerwache \/\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>gaisrin\u0117<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(Lietuvinink\u0173 g. 22), Post\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>pa\u0161tas<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(Lietuvinink\u0173 g. 23) und Heydekrugmuseum \/\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u0160ilut\u0117s muziejus (11)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(Lietuvinink\u0173 g. 36, tel. 8-441-62209). Heute sind hier verschiedene arch\u00e4ologische Fundst\u00fccke, M\u00fcnzen, Schriften, Fotos, Volkskundedinge und Volkskunstsammlungen zusammen gesteckt. Die Firma UAB \u201e\u0160ilut\u0117s melioracija\u201c hat im Verwaltungsgeb\u00e4ude eine Ausstellung \u00fcber Bodenverbesserung eingerichtet. Im Zentrum steht die ev.-luth Kirche (12), die f\u00fcr das Stadtsymbol gehalten wird, Bauplan von K. Gutknecht. Erst vor einigen Jahren wurden Kirchenkreuz und Turm restauriert, die W\u00e4nde neu get\u00fcncht. In den Goldball unter dem Kreuz wurden die neusten Ausgaben der Zeitungen \u201e\u0160ilokar\u010dema\u201c (Heydekrug), \u201ePamarys\u201c (K\u00fcste), \u201eKlaip\u0117da\u201c (Memel), \u201eVakar\u0173 ekspresas\u201c (Westexpress) gelegt, in denen die Restaurierungsarbeiten beschrieben wurden, sowie ein Gelds\u00e4ckchen mit heutigem litauischen Geld. In der Kirche kann man ein Fresko vom R. Pfeiffer, Professor der Universit\u00e4t K\u00f6nigsberg, bewundern. Im Park neben der Kirche wurde 1996 das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Denkmal f\u00fcr Hermann Sudermann \/\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>paminklas H.Zudermanui (13)\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">wieder errichtet<\/span><span lang=\"de-DE\">. Er wurde ber\u00fchmt f\u00fcr die literarische Darstellung des Lebens der Landesbewohner vor den Weltkriegen. Aus seiner Gesichte \u201eDie Reise nach Tilsit\u201c wurde 1976 ein Theaterst\u00fcck gemacht, 1981 der ber\u00fchmte Kinofilm \u201cDie Reise ins Paradies\u201d (Kelion\u0117 \u012f roj\u0173). In der N\u00e4he des Denkmals f\u00fcr Sudermann wurden 1944 sowjetische Soldaten begraben, die in den K\u00e4mpfen um den Ort fielen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Fast am Ende der\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Lietuvinink\u0173 gatv\u0117<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, kommt der Stopp am ber\u00fchmtesten Geb\u00e4ude: Der ehem.\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Gutshof von Heydekrug (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">buv\u0119s\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u0160ilokar\u010demos dvaras (14)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. Heute befindet sich hier die Biblitohek des Museums und das Kultur- und Tourismus\u00adinformations\u00adzentrum (Kult\u016bros ir turizmo informacijos centras) (Lietuvinink\u0173 g. 4). Etwas entfernt von der Stra\u00dfe kann man das verfallende Gartenhaus zu besichtigen, das mit der lokal-typischen Dekorverschalung beschlagen ist. Fahren Sie am Ufer der \u0160y\u0161a entlang. Das hier war der Gutspark, genannt Varnami\u0161kis. 1926 wurde der von H. \u0160ojus anl\u00e4\u00dflich seines 80. Geburtstag offiziell den Stadtbewohnern \u00fcbergeben. Vorm Krieg wurden in diesem Englischen Garten mit seinen 3 Weihern rund 150 Arten B\u00e4ume und B\u00fcsche gepflanzt, darunter silberbl\u00e4ttriger Ahorn, Burgunder- und Roteichen. Es wurden Spazierwege angelegt, Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccken, ein Sportplatz und ein Schie\u00dfstand. Zu Sowjetzeiten verfiel alles und auch von den seltenen B\u00e4umen ist nicht viel \u00fcbrig.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Hinter der Elisabethbr\u00fccke \/ El\u017ebietos (Elizos) tiltas, w\u00e4chst in der N\u00e4he der Stadiono gatv\u0117 ein Naturdenkmal: die 23 m hohe Eiche\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Pagrynai (Pagryni\u0173 \u0105\u017euolas (15)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">., 1,5 m im Durchmesser.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Erw\u00e4hnenswert ist noch die Gutshofanlage von H. \u0160ojus (Scheu) von 1818. \u0160ojus, Ehrendoktor der Universit\u00e4t K\u00f6nigsberg und Wirtschaftwissenschaftler, kaufte 1892 den Gutshof, verkaufte aber sp\u00e4ter einen Gro\u00dfteil an Neusiedler weiter, und lieferte die Grundst\u00fccke f\u00fcr den Bau von Bezirkskrankenhaus, Schule, Stadtverwaltung, Feuerwehr, Pfarramt und Kirche. Ihm ist es zu verdanken, dass das Land an der Hauptstra\u00dfe Tilsit-Memel trocken gelegt wurde, neue Stra\u00dfen angelegt wurden und entlang des Flusses \u0160y\u0161a ein Schutzdamm errichtet wurde. Die bunte Sammlung des ehemaligen Hausherrn an arch\u00e4ologischen, kartografischen, ethnografischen Material und M\u00f6beln, Stoffen, Haushaltsgegenst\u00e4nden der Kleinlitauer bildet heute das Heimatmuseum. Hier findet man eine Ausgabe der \u201ePostil\u0117\u201d von Jonas Bretk\u016bnas (Johann Brettke) aus dem Jahre 1591, \u201eLietuvos istorija\u201c (Geschichte Litauens) von A.Vij\u016bkas\u2013Kojelavi\u010dius von 1650 und andere au\u00dfergew\u00f6hnlich wertvolle B\u00fccher. Und nat\u00fcrlich wird er von den \u0160ilutern geehrt: \u00dcber H. \u0160ojus fanden verschiedenen Ausstellungen und Konferenzen statt, ver\u00f6ffentlicht wurde das Buch \u201eGarbusis \u0160ilokar\u010demos pilietis\u201c (Der ehrenhafte B\u00fcrger von Heydekrug\u201d). 1992 wurde f\u00fcr ihn neben dem Geb\u00e4ude des 1. Gymnasiums von \u0160ilut\u0117s ein Gedenkstein aufgestellt mit der Aufschrift: \u201eIm Andenken an den Menschen, auf dessen Land das Alte Heydekrug begr\u00fcndet wurde\u201d (\u201cAtminimui \u017emogaus, savo \u017eem\u0117je k\u016brusio sen\u0105j\u0105 \u0160ilut\u0119\u201c). 2000 wurde auf dem Grab von \u0160ojus, auf dem Territorium der ehemaligen Fabrik f\u00fcr Hydraulikgetriebe, ein Gedenkstein eingeweiht; 2001 neben dem Gutshofgeb\u00e4ude das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Denkmal f\u00fcr\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>H.\u0160ojus (7)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, K\u00fcnstler: E.Daugutis.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Der ber\u00fchmte Fischmarkt von \u0160ilut\u0117 (Heydekrug) existierte fast f\u00fcnfhundert Jahre. Hierher kamen die Bauern aus Nordlitauen sowie die Fischer von der Russ, aus Minge, Karkle und sogar aus Nida, Karwaiten (von der Kurischen Nehrung) oder noch weiter aus Tapiau\/Labguva (heute: Gwardejsk im Kaliningrader Gebiet). Lange Zeit bekam der Ort keine Stadtrechte, die \u201eKonkurrenten\u201c Memel (Klaip\u0117da) und Tilsit (Til\u017e\u0117, Sowjetsk) waren dagegen. Erst 1722 und 1818 wurde es zum Kreis- und Bezirkszentrum, und erst 1910 mit dem Zusammenschluss der drei D\u00f6rfer Verdain\u0117, \u017dibai und Cintjoni\u0161k\u0117s entstand die Stadt \u0160ilut\u0117\/Heydekrug. Sie wurde trotz Hunger und Pest, \u00dcberschwemmungen und anderer Ungl\u00fccke zur zweitgr\u00f6\u00dften Stadt im sog. \u201eMemelland\u201c, g\u00fcnstig gelegen an der Hauptstra\u00dfe Tilsit-Memel. Am 19. Januar 1923 verk\u00fcndete nahm das (litauische) Parlament (\u201eseimas\u201c) von \u0160ilut\u0117\/Heydekrug die Erkl\u00e4rung \u00fcber die Vereinigung von Memelgebiet (Klaip\u0117dos kra\u0161tas) und Republik Litauen mit Autonomierechten. Zur Erinnerung an dieses Ereignis steht ein Gedenkstein f\u00fcr M. Purvinas und M. Purvinien\u0117 vor der Gebietsverwaltung.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Westlich des Zentrums von \u0160ilut\u0117 fahren Sie \u00fcber eine Eisenbr\u00fccke von Anfang des 20. Jh. Sie ist ein technisch-architektonisches Denkmal. Wer durch die\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Rusn\u0117s gatv\u0117\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">f\u00e4hrt, dem sollte das Denkmal \u201cNebel\u201d (\u201eP\u016bga\u201c) auffallen. Es erinnert an die ums Leben gekommene Feld\u00e4rztin und Geburthelferin Z. Petraitien\u0117, die durch den Nebel zu ihren Patientinnen eilte.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Wenn Sie noch ein wenig Zeit haben, dann fahren Sie doch vor oder nach Besuch von \u0160ilut\u0119 arba in die D\u00f6rfer Ma\u017eiai, Jonai\u010diai und Macikai. Aus dem Stadtzentrum geht das \u00fcber die \u017d. Naumies\u010dio gatv\u0117 Richtung \u017demai\u010di\u0173 Naumiestis. An der Kreuzung mit der Umgehungsstra\u00dfe Kaunas-Klaip\u0117da geradeaus ins Dorf Ma\u017eiai (6 km vom Stadtzentrum).<\/p>\n<h3 class=\"western\" lang=\"de-DE\">Alternative<\/h3>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Wenn Sie Zeit haben, dann legen wir Ihnen sehr an Herz, Insel und Ort Rusn\u0117 (dt.: Russ) zu besuchen. Es ergeben sich drei M\u00f6glichkeiten: 1) Nach dem Besuch von Rusn\u0117 auf dem gleichen Weg nach \u0160ilut\u0117 zur\u00fcck und danach Richtung Klaip\u0117da; 2) Mit einem Boot \u00fcbersetzen zum Dorf Minija (Minge) oder 3) ebenfalls per Boot zur Kurischen Nehrung (Kur\u0161i\u0173 Nerija). Fragen Sie im Tourismus-Informations-Zentrum \u0160ilut\u0117 nach M\u00f6glichkeiten zum Schiffstransport. Auf jeden Fall ist die Weiterfahrt bis Rusn\u0117 Pflicht. Vergessen Sie nicht, die beliebteste Speise zu probieren \u2013 R\u00e4ucherfisch. Ihn gibt es in L\u00e4den am Meer und bei den Bewohnern direkt. Von \u0160ilut\u0117 verl\u00e4uft die Hauptstra\u00dfe am Rande des Waldes \u017dalgiriai. W\u00e4hrend des Fr\u00fchjahrshochwassers findet man den Gro\u00dfteil dieses Weges und seiner Umgebung nur unter Wasser wieder.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Rusn\u0117 (Insel Russ)<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\">Rusne ist eine Insel zwischen den Armen der Memel, die sich an ihrer M\u00fcndung in ein Delta mit mehreren Armen teilt. \u00dcber eine Br\u00fccke kommt man auf diese Insel und erreicht den Ort Rusne, ein altes Fischerdorf. In schriftlichen Quellen wurde es zum ersten Mal im 14. Jh. erw\u00e4hnt. Dass es hier Litauer und Kuren wohnten, davon zeugt der Erlass des preu\u00dfischen F\u00fcrsten Albrecht aus dem Jahre 1544. Mit dieser Vorschrift lie\u00df der F\u00fcrst den Gottesdienst auf beiden Sprachen (litauisch und kurisch) abhalten. Wie auch das ganze Memelland, war Rusn\u0117 viele Jahrhunderte unter preu\u00dfischer Herrschaft. Man versuchte, das Land zu germanisieren, aber die Einheimischen blieben ihrer Herkunft treu.\u00a0<span lang=\"de-DE\">Heute kommt man auf die Insel Rusn\u0117 (Russ) anders als fr\u00fcher. Lange Zeit gab es keine Br\u00fccke, nur F\u00e4hren.\u00a0<\/span>Heute gibt es hinterm Wald \u017dalgiris die erste Br\u00fccke, die den Namen von K. Grinius tr\u00e4gt. Der Weg f\u00fchrt durch Wiesen, die im Fr\u00fchjahr \u00fcberflutet werden.\u00a0<span lang=\"de-DE\">Danach, wenn man den Memelarm, der auf Litauisch Atmata hei\u00dft, erreicht hat, gilt es zu bemerken, dass die erste Br\u00fccke an dieser Stelle erst 1914 stand. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs wurde sie gesprengt \u2013 und wieder g\u00e4hnende Leere.\u00a0<\/span>Erst 1974 wurde die neue Br\u00fccke aus Stahlbeton gebaut (333 m lang, 10 m breit).\u00a0<span lang=\"de-DE\">Auf ihr kommen Sie auf die Insel Rusn\u0117\/Russ. Die litauische Herleitung des Namen Rusn\u0117s kommt vom Verb \u201erusnoti\u201c, d. h. langsam flie\u00dfen. So nannte man den rechten Arm der sich teilenden Memel, sp\u00e4ter auch die Insel und die Siedlung. Wasser spielt f\u00fcr die Bewohner dieses Ortes eine au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfe Rolle. Der Landvermesser \u010c. Kudaba schrieb: \u201cdie Menschen hier wussten lange nicht, was \u2018Stein\u2019 ist. Das moderig riechende Wasser war ihnen das leckerste; Fischgeruch in der K\u00fcche, in den H\u00f6fen und in der Bettw\u00e4sche, das ihrige. Mancherorts gingen die T\u00fcren der Bewohner und gar dieser H\u00f6fe zu den Flussstegen. Sie waren ihre Lebensader.\u201d Rusn\u0117 ist einer der \u00e4ltesten bewohnten Orte am Meer. Zuerst kann man ihn in den Chroniken des Kreuzritterordens finden. Einen Krug gab es sogar ab 1448, fr\u00fcher gar als Heydekrug (heute \u0160ilut\u0117). Au\u00dferdem ist bekannt, dass es schon 1419 eine Kirche gab (die Zahl steht noch heute auf dem Kirchturm). In der Umgebung gab es keine Landwirtschaft, trotzdem stieg die Einwohnerzahl. Die meisten arbeiteten in S\u00e4gewerken, M\u00fchlen, der Brauerei, der Schnapsbrennerei, stellten Lastk\u00e4hne her oder fischten. Noch im 19. Jh. war Rusn\u0117 gr\u00f6\u00dfer als Heydekrug und war der gr\u00f6\u00dfte Ort des Bezirks. Heute kommen hierher gerne Sportfischer und \u00d6kotouristen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Biegen sie nach der Br\u00fccke \u00fcber die Atmata links ab. Im Zentrum von Rusn\u0117 befindet sich die\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>ev. luth Kirche<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>evangelik\u0173 liuteron\u0173 ba\u017eny\u010dia (20)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, errichtet 1809. Aus der Ferne sieht man schon den quadratischen Turm, der die Fassade beherrscht (nach gotischen Architektur\u00adtraditionen). In seinem Zentrum gibt es den halbrunden Eingangsbogen. Innen ist sie jedoch sparsam und sachlich ausgestattet, wie bei evangelischen Kirchen typisch. Wegen der Kolonisierungsbestrebungen in Preu\u00dfen, war im 19. Jh. nur noch knapp die H\u00e4lfte der Gemeindemitglieder Litauer. Die Messe wurde morgens auf Deutsch und nachmittags auf Litauisch abgehalten. Auf dem benachbarten Kirchfriedhof haben nur wenige Grabmale bis in unsere Tage \u00fcberlebt. Noch 1918 wurde eine\u201cHeldenhain\u201d eingerichtet und ein Denkmal f\u00fcr die Soldaten des Ersten Weltkriegs errichtet. An der Kirchenwand wurde eine Marmorplatte mit den Namen aller 186 im Krieg gefallenen Gemeindegliedern angebracht. An der Nordwand kann man immer noch die Grabsteine des Inselpatriarchen E. Anker (1848\u20131935) und seines Gro\u00dfvaters sehen. Im Kirchhof wurde K. Jurk\u0161aitis (1825\u20131915) beigesetzt, Sammler von Erz\u00e4hlungen Klein Litauens, Pressemitarbeiter und Sprachforscher. Seine Lehrsammlung \u201cA\u0161 bei mano namai norim Vie\u0161pa\u010diui \u0161lu\u017eyti\u201c wird bis in unsere Tage f\u00fcr das sch\u00f6nste Buch Kleinlitauens gehalten.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Fahren Sie durch die\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u0160ilut\u0117s gatv\u0117<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. Nach dem gepflasterten Platz kann man die Reste der alten Br\u00fccke sehen und hat nebenbei einen wunderbaren Blick auf das Ufer der Atmata. An der renovierten Post stehen immer noch Pfosten und Lampen der alten Beleuchtung. Fr\u00fcher begr\u00fc\u00dften sie alle Erste die G\u00e4ste des St\u00e4dtchens. Fahren wir in die K. Donelai\u010dio gatv\u0117, den Schildern folgend kommen wir ins ehemalige Dorf Skirvyt\u0117l\u0117. Hier steht das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Freilichtmuseum des Fischers (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>etnografin\u0117 \u017evejo sodyba (21)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(Tel. 8-441-58169). Sein Begr\u00fcnder, Dr. K. Banys, macht die Reisenden in diesem Bauernhof mir der Geschichte von Rusn\u0117 bekannt, mit dem Alltag und der Kultur der Bewohner. Unter diesem Dach gibt es auch ein unverr\u00fcckbares Denkmal: Den Schornstein der R\u00e4ucherei<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">In Rusn\u0117 k\u00f6nne sie in den authentischen Bauernh\u00f6fen von Knapkis, L.\u0160alkauskien\u0117, D. Drobnien\u0117 und G. Ge\u010dien\u0117s \u00fcbernachten. Nach dem Besuch des Ortes geht es weiter \u00fcber die Insel Rusn\u0117. Auf dem Weg Richtung Pakaln\u0117 fallen die D\u00e4mme auf, mit denen die Einwohner sich vor den \u00dcberschwemmungen sch\u00fctzen. Ein Gro\u00dfteil davon ist dem schon erw\u00e4hnten E. Anker(is) zu verdanken. Wegen dieser W\u00e4lle wird die Insel Rusn\u0117 mitunter auch \u201cRiesensch\u00fcssel\u201d genannt.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Pakaln\u0117<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Nach dem Dorfeingang links abbiegen und den \u201cInformation\u201d- Schildern folgen. Sie f\u00fchren zu einer ehemaligen sowjetischen Herrschaftsvilla. Heute befindet sich hier das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Informationszentrum des Regionalparks Memeldelta\/<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Nemuno deltos regioninio parko informacinis centras (22)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, in dem es alle Informationen \u00fcber die Insel Rusn\u0117, ihre Natur und ihre Bewohner geben sollte. Weiter geht\u2019s Richtung Uostadvaris.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Uostadvaris<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">In Uostadvaris (w\u00f6rtlich: Hafen-Gut) stand noch im 18. Jh. ein Gutshof. 1939 wurde das Gut den F\u00fchrer der Memeler Nationalsozialisten E. Neumann geschenkt. Heute gibt es an dieses Gut jedoch nur noch Erinnerungen. Biegen Sie nach den H\u00f6fen von Uostadvaris nach links ab. Bald beginnt nach dem Asphalt der Schotterweg. Nach 2 km zeigt sich vor einem der\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Leuchtturm von Uostadvaris<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Uostadvario \u0161vyturys (23) \u2013\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">Anfang 19. Jh<\/span><span lang=\"de-DE\">.) In ihm gibt es heute eine Aussichtsplattform, von der man \u00fcber das flache Land schauen kann.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Die\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Wasserpumpenstation\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">(erbaut 1907) von Rusn\u0117 ist ein Denkmal, das an den Kampf des Menschen mit dem Wasser erinnert. Der erste Damm (Polder) wurde auf den \u00fcberfluteten Wiesen nach der katastrophalen \u00dcberflutung 1888 erbaut. Es wurden auch Wasserhebetationen ben\u00f6tigt. Und sie ist bis heute in Betrieb: Bei Hochwasser wird das Wasser von der Insel in die Memel gepumpt. Jetzt befindet sich in diesem technischen Denkmal das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Poldermuseum (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u0160ilut\u0117s polderi\u0173 muziejus (24)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. Hier kann man mehr \u00fcber den Kampf mit dem Wasser erfahren und den original Dampfmotor aus der alten Station besichtigen. Anwohner f\u00fchren und erz\u00e4hlen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Leider enden in Uostadvaris auch alle Festlandswege. Wer in Minija weiter fahren will, der muss die Anwohner fragen, ob sie einem mit einem der Boote am Hafen r\u00fcber bringen. Oder Sie m\u00fcssen nach \u0160ilut\u0117 zur\u00fcck und \u00fcber Kintai nach Klaip\u0117da. F\u00fcr Besucher des Nationalparks der Kurischen Nehrung kann man auch eine \u00dcberfahrt \u00fcber das Haff nach Nida (Nidden) organsieren. Von Nida bis Juodkrant\u0117 gibt es hervorragende Radwege, danach auf der Hauptstra\u00dfe und per F\u00e4hre nach Klaip\u0117da (Memel).<\/p>\n<h3 class=\"western\" lang=\"de-DE\">Quadrat 13. Text<\/h3>\n<h3 class=\"western\" lang=\"lt-LT\"><span lang=\"de-DE\">Orte:\u00a0<\/span>\u0160y\u0161giriai\u2013 Kintai \u2013 Vent\u0117s ragas<\/h3>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">a) Wenn Sie per Boot ins Dorf Minija fahren, dann lesen bei \u201cMinija (Minge)\u201d weiter.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">b) Wenn Sie den gleichen Weg nach \u0160ilut\u0117 zur\u00fcckfahren, dann geht\u2019s weiter am Haff nach Kintai (Kinten). Unterwegs wartet das Uferpanorama des Kurischen Haffs auf Sie. Biegen Sie auf der Hauptstra\u00dfe in \u0160ilut\u0117 links Richtung Klaip\u0117da ab und kurz nach dem Marktplatz sehen Sie eine Abbiegung. An einigen Abbiegungen rechts halten Richtung\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>\u0160y\u0161giriai<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">. Nach \u0160ilut\u0117 erstreckt sich ein guter, angenehm zu fahrender Schotterweg entlang des Sumpfes Auk\u0161tumala (13 km). Links sieht man teilweise den Krok\u0173 Lankos-See. Ab der Br\u00fccke \u00fcber den Fluss Minija ist der Weg asphaltiert, beiderseits von ihm blitzen Fischzuchtteiche in der Sonne. Wer in das Dorf Minija m\u00f6chte, der muss nach Br\u00fccke und Teichen dem Schild nach links aus einen Schotterweg abbiegen. Im Dorf gibt es eine \u201cUrlaub auf dem Lande\u201d-\u00dcbernachtung. Zur\u00fcck auf dem Hauptweg fahren Sie an der T-f\u00f6rmigen Kreuzung links und besuchen Vent\u0117s ragas (Die Windenburger Ecke, s. Beschreibung unten). Unterwegs beim Ort\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>\u0160turmai\u00a0<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">befindet sich ein Hotel und Restaurant. In der Ferne auf der anderen Seite des Haffs, reckt sich die Kurische Nehrung empor. Verpassen Sie Vent\u0117s Ragas nicht: Der Weg ist gut und der Ort eindrucksvoll gelegen. Aus Vent\u0117 geht es auf der Hauptstra\u00dfe immer geradeaus bis Kintai.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\"><b>Minija\u00a0<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">(Ming\u0117)<\/span><b><\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Das Fischerdorf (<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Minijos \u017evej\u0173 kaimas (25)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0liegt an beiden Ufern des gleichnamigen Flusses. Bis heute wird es von den Einheimischen mit kurischen (nicht litauischen) Namen Minge oder Mine genannt. Zum ersten Mal wird es 1540 schriftlich erw\u00e4hnt: Es lebten hier 60 einfache Menschen und mindestens zwei deutsche \u201eprivilegierte\u201c Familien. Fast alle H\u00f6fe lebten vom Fischfang: Neben den H\u00e4usern standen und stehen Boote, Fischereiutensilien und die typischen Fisch\u00adr\u00e4ucher\u00adh\u00e4uschen. So entstand hier ein ziemlich einzigartige Ortstruktur: Die Fassaden der H\u00f6fe sind zur \u201eHauptstra\u00dfe\u201c des Dorfes ausgerichtet \u2013 aber das ist hier der Fluss Minija. Wegen der h\u00e4ufigen \u00dcberschwemmungen war das Leben immer schwer. Im 18. Jahrhundert litt auch dieser Ort unter Kriegen und Krankheiten, erst im 19. Jahrhundert erholte es sich. Es gab hier eine Segeln\u00e4herei, eine Segelbootswerkstatt, eine Wassermessstation. Es begann auch lansam der Tourismus, denn die Flussdampfschiffe, die regelm\u00e4\u00dfig Memel und K\u00f6nig-Wilhelm-Kanal entlang zwischen Tilsit (heute: Sowjetsk) und Memel (heute: Klaip\u0117da) verkehrten, machten hier einen Zwischenstopp. Das ganze Dorfleben \u00e4nderte sich essentiell nach dem Zweiten Weltkrieg. Am linken Ufer wurden m\u00e4chtiger Tierfuttermehlapparat eingerichtet, am rechten eine Viehfabrik gegr\u00fcndet. Gebaut wurde auch eine Br\u00fccke, die ins Nirgendwo f\u00fchrt. Daf\u00fcr wurden viele der einzigartigen Fischerh\u00f6fe abgerissen. Die romantische Ansicht l\u00e4sst ein wenig das harte Leben der Fischer vergessen. Heute versucht man sich in Minija am Wassertourismus, viele H\u00e4user sind jedoch verfallen. Trotz des architektonischen Verfalls kann man hier seltene V\u00f6gel und verschiedene Wasserpflanzen finden, die ins Litauische \u201cRote Buch\u201d (der gef\u00e4hrdeten Arten) eingetragen sind, so Seeadler und Kranich.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Nachdem Sie sich an diesem sogenannten \u201cLitauischen Venedig\u201d erfreut haben, fahren Sie weiter \u00fcber Blo\u017eiai und Stanki\u0161kiai bis zum Asphalt. Dann nach links und nach 6 km kommen Sie zu einer der einzigartigsten Ecken in ganz Litauen: Vent\u0117s Ragas, der Windenburger Ecke auf Deutsch. Wenn Sie jetzt sehr ermattet sind, dann k\u00f6nnen Sie in \u0160turmai das Hotel oder Restaurant besuchen. Das empfiehlt sich nicht nur f\u00fcr einen Snack: hier kann man auch ein Boot mieten, um \u00fcber das Haff zu fahren.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\"><b>Vent\u0117 (<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">Windenburg)<\/span><b><\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">In der Gegend des heutigen Dorfes Vent\u0117 lebten Menschen schon in pr\u00e4historischen Zeiten. Die Kreuzritter, welche die gro\u00dfe strategische Bedeutung der Memelm\u00fcndung verstanden, errichteten an dieser Stelle um 1360 zum Schutz von Hafen und Wasserweg die \u201cWindenburg\u201d. Wahrscheinlich gab es auch eine Kirche und das erste Gasthaus. Aber die Burg versank durch Wind und Gezeiten im Haff. Das gleiche geschah mehrmals mit der Kirche. Und so r\u00fcckte das ganze Dorf immer weiter vom Haff weg bis zu seinem heutigen Ort.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Nach rund 0,5 km kommt man zum \u201cRand der Erde\u201d in Litauen. Von altersher wurde \u00fcber Vent\u0117 geschrieben, dass es der gef\u00e4hrlichste Ort und \u201ewirklich der Albtraum aller Schiffer\u201c sei, denn entlang des Kaps erstrecken sich steinerne Untiefen. Deswegen steht hier auch seit langem ein\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Leuchtturm<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Vent\u0117s \u0161vyturys (26)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. Der erste war noch aus Holz und wurde mit Lampen\u00f6l erleuchtet. 1863 wurde das heutige 12 m hohe technische Denkmal gebaut. Von der Aussichtsplattform im Turm sieht man nicht nur den Wellenbrecher auf dem Haff, der Vent\u0117s Ragas sch\u00fctzt, sondern auch das Band der Kurischen Nehrung und Nida. Neben dem Leuchtturm wurde 1880 eine Wassermessstation errichtet. 1929 wurde auf Initiative von Prof. Tadas Ivanauskas (in seinem Namen gibt es das Zoologische Museum in Kaunas) eine\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Vogelstation (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>ornitologin\u0117 stotis (27)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0gegr\u00fcndet<\/span><span lang=\"de-DE\">. Seit \u00fcber 30 Jahren wird sich von L. Jezerskas geleitet, der Reisenden manchmal (auch auf Deutsch) \u00fcber den Vogelzug erz\u00e4hlt. In der Station gibt es ein Museum, Labors, Netze zum Vogelfang. Hier werden sie beringt und ihr Vogelflug erforscht. Jedes Jahr im Fr\u00fchjahr und Herbst ziehen \u00fcber 5 Mio. V\u00f6gel \u00fcber Vent\u0117 hinweg. Das ganze Memeldelta ist einer ihrer bevorzugten Rastpl\u00e4tze.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Von der \u201cWindenburger Ecke\u201d geht es auf dem gleichen Weg zur\u00fcck und weiter Richtung Kintai.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Mui\u017e\u0117<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">2 km nach dem schon bekannten Stanki\u0161kius kommt man nach Mui\u017e\u0117. Dabei handelt es sich uim einen der \u00e4ltesten Gutsorte an der K\u00fcste. Nachdem 1820 das Gut von E. W. Berbom gekauft wurde, ver\u00e4nderte sich der Ort so sehr, dass er den Beinamen \u201cKlein-Italien\u201d bekam. Heute ist von diesem Gutshof nichts \u00fcbrig, an seiner Stelle steht eine Fischkonservenfabrik. E. W. Berbom war B\u00fcrgermeister von Memel (Klaip\u0117da), sp\u00e4ter wurde er als k\u00f6niglicher Fischereiobermeister f\u00fcr das Kurische Haff eingesetzt. Ihm fielen Zeichen ein, die die Fischerd\u00f6rfer unterscheiden \u2013 die \u201cv\u0117trunges\u201d (Die verzierten Windrosen auf den Schiffsm\u00e4sten). Des weiteren besch\u00e4ftigte er sich mit der Sammlung von Volksgeschichten, schrieb Gedichte, malte, betrieb arch\u00e4ologische Forschungen und betrachtete vom Dach seines Hauses die Sterne. Der kleine Friedhof mit seinem Grab (<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>E.W.Berbomo kapas (28)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, befindet sich rechts des Weges. Am Weg steht ein Informations\u00adstand \u00fcber ihn, das Grab selbst finden Sie unter einer gro\u00dfen Eiche, ums\u00e4umt von einem kleinen Eisenzaun.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Weiter auf dem gleichen Weg fahren Sie durch das Dorf Dovilai, in dem der Publizist und Kulturschaffende M. A\u0161mys geboren ist. Er war mitbeteiligt an der Litauischen Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung von 1918. Bald kommen schon die H\u00fctten von Kintai in Sichtweite.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Kintai\u00a0<\/b>(Kinten)<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Eine Fischersiedlung, die sich an das Kurische Haff und den Wald von Kintai schmiegt. Schon 1540 wird verzeichnet, dass hier ein B. Kintas seinen Hof gehabt habe. Und 1951 fanden Ausgrabungen auf dem Burgwall im Norden des Ortes statt. Im 18.\/19 Jh. gedieh der Ort zum Fischerdorf, das f\u00fcr seine Fischm\u00e4rkte ber\u00fchmt war. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Gro\u00dfteil des Ortes zerst\u00f6rt, aber man kann die typische Architektur noch bemerken. Im Sommer findet im Anklang an alte Zeiten ein Fest statt, obwohl die wertvollen Fische von einst \u2013 Lachs, Aal und St\u00f6r \u2013 rar geworden sind. Die im Jahre 1705 erbaute\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>evangelische Kirche (29<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">) ist erhalten geblieben. Sie wurde teilweise aus Mauerresten der alten Windenburg (s. Vent\u0117) gebaut. Bei ihrem Neubau gab es damals \u2013 vor zweihundert Jahren (!) einen Streit. Das alte Gotteshaus war n\u00e4mlich durch eine \u00dcberschwemmung stark besch\u00e4digt worden. Und so stritt man sich um den passenden Ort f\u00fcr die neue Kirche. Der Legende zufolge wurden aus den anliegenden Gemeinded\u00f6rfern Vent\u0117 und Kio\u0161iai gleichzeitig zwei Reiter losgeschickt. Und so wurde es abgemacht: Dort, wo sie sich treffen, da wird die Kirche gebaut. Sie reichten sich in Kintai die H\u00e4nde. Zur Sowjetzeit wurde die Kirche renoviert, in ihr wurde ein Ausstellungs- und Konzertsaal eingerichtet. Die alten Einwohner erinnern sich noch daran, dass fr\u00fcher neben der Kirche ein Denkmal f\u00fcr die Opfer des Ersten Weltkriegs stand, doch es wurde abgerissen und f\u00fcr Fundamente beim Geb\u00e4udebau benutzt. 1988 wurde neben der Kirche ein Gedenkstein mit der Aufschrift: \u201eVon 1888\u20131892 lebte und arbeitete in Kintai Vyd\u016bnas\u201c eingeweiht. Ja, was Vyd\u016bnas angeht, so steht bei der Bushaltestelle rechts des Weges die ehemalige Gemeindeschule, mit der Kirche 1705 errichtet. Nachdem, Vyd\u016bnas 1888 das Lehrerseminar von Ragain\u0117 (Ragnit, heute im Kaliningrader Gebiet) abgeschlossen hatte, wurde er zum Lehrer der Grundschule von Kintai bestimmt. Sp\u00e4ter erkrankte er schwer, aber eine Frau des Ortes konnte ihn mit Heilkr\u00e4utern heilen. Dann begann Vyd\u016bnas seinen Weg als litauischer Kulturschaffender. In der renovierten Schule wurde 1994 das\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Vyd\u016bnas-Kulturzentrum (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Vyd\u016bno kult\u016bros centras (30)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0(Tel. 8-441-47379) er\u00f6ffnet. In ihm befindet sich auch ein Gedenkmuseum, in dem man sein Wissen \u00fcber die Vergangenheit von Klein Litauen, Preu\u00dfisch Litauen, des Memellandes usw. vertiefen kann. Au\u00dferdem gibt es ein besonderes Exponat: die von S. Sodonis und anderen Heimatforschern in Tallinn aufgesp\u00fcrte Harfe von Vyd\u016bnas. In diesem Zentrum befindet sich dar\u00fcber hinaus die Kinderkunst- und musikschule. Es gibt diverse Kunstausstellungen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Nehmen wir uns ein bisschen Ruhe und fahren die J. \u010ciulados gatv\u0117 weiter bis wir zur\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Post\u00a0<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">auf der rechten Seite kommen. Nach links f\u00fchren Schilder in Richtung \u201cKint\u0173 girininkija\u201d (Forstamt Kinten). Hinter dem Forstgeb\u00e4ude steht ein Naturdenkmal:\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>der Gro\u00dfe Lebensbaum (<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Did\u017eioji tuja (31)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. In Europa gibt es nur einen gr\u00f6\u00dferen, und zwar in der Schweiz. Der 17 m hohe Riese l\u00e4dt zur Rast in seinem Schatten ein. Bald wird er 100 Jahre. Der Weg \u00fcber das Forsthaus f\u00fchrt weiter zum Ufer. Dort kann man sich an der Aussicht, an den kleinen Fischerbuchten und am Baden erfreuen. Die \u00f6rtliche Gemeinschaft k\u00e4mpft aktiv gegen die \u00d6lf\u00f6rderung an dieser Stelle. Zur\u00fcck geht\u2019s nur auf dem gleichen Weg und dann hei\u00dft es von Kintai Abschied nehmen. Von Kintai entstreckt sich entlang der K\u00fcste der \u201cKurische Weg\u201d als touristische Route. Sie k\u00f6nnen sich an den neu eingerichteten Rastpl\u00e4tzen erholen und an Info-St\u00e4nden mehr \u00fcber dieses Gebiet erfahren.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Quadrat 14. Text<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Orte: Kintai \u2013 Klaip<\/span><span lang=\"lt-LT\">\u0117da<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Von Kintai f\u00fchrt eine asphaltierte Allee \u00fcber Saku\u010diai, Lamso\u010diai, Venckai nach Priekul\u0117. Wer nach Priekul\u0117\/Prok\u00fcls m\u00f6chte, der muss hinter Venckai an der T-f\u00f6rmigen Kreuzung links abbiegen und f\u00e4hrt auf Asphalt \u00fcber Mie\u017eeliai nach Svencel\u0117. Der Weg macht einen landschaftlich sch\u00f6nen Bogen und \u00fcber Dreverna kommt man nach Priekul\u0117.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Alternativweg nach Dreverna.<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Wer noch Lust und Kraft hat, der kann am Ortsende von Kintai (an der Abzweigung der Hauptstra\u00dfe zum Forstamt\/ Girininkija) nach links abbiegen und dem Weg am Waldrand durch das Pflanzenschutzgebiet Kintai bis nach Dreverna fahren (Waldweg und Schotter). Dieser an sich sehenswerte Weg kann stellenweise schwer zu befahren sein. Auf ihm fahren die Schwertransporter des \u00d6lhandels der sich nicht weit von hier hinter dem Wald auf dem Weg zum Dorf Svencel\u0117 befindet. Dieser \u00d6lbetrieb, der inmitten der K\u00fcstenwiesen ein Schandfleck in der Landschaft ist, ruft Unruhe bei den Anwohnern hervor. Der Weg wird immer besser und links er\u00f6ffnet sich der Ausblick auf die D\u00fcnen der Kurischen Nehrung. In Svencel\u0117 wurde der \u00dcbersetzer und Schriftsteller M. Kybelka geboren.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Svencel\u0117<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Nicht weit vom Haff, s\u00fcdlich von Dreverna liegt das Dorf Svencel\u0117. In ihm gibt es einen Heiligen H\u00fcgel auf dem das ewige Feuer gesch\u00fcrt wurde.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Die Legende erz\u00e4hlt, das auf diesem \u201cBerg\u201d in grauer Vorzeit ein Riese wohnte. Er hatte auch noch 7 Nachbarriesen. Alle hatten aber nur eine Axt. Deswegen warf ein jeder der Riesen die Axt nach der Arbeit zu seinem Nachbarn, und dieser weiter zu seinem Nachbarn, und dieser weiter \u2026 Sp\u00e4ter w\u00e4hlten die litauischen Urahnen diese Stelle zur Verehrung der G\u00f6tter.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Nach Svencel\u0117 biegen wir auf der Hauptstra\u00dfe rechts ab und fahren auf Asphalt bis Drevern\u0105. Man kann aber auch auf einem Feldweg links am Haff weiterfahren.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Dreverna<\/b>\u00a0(Draw\u00f6hnen)<\/p>\n<p lang=\"lt-LT\" align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ein Fischerdorf am Kurischen Haff, das einst an einem Arm des Flusses Minija (Minge) lag. Dreverna war schon im 13. Jh. bekannt. Ber\u00fchmt sind die verzierten Wetterh\u00e4hne, die man manchenorts noch sehen kann. Auch neue H\u00e4user werden auf traditionelle Weise mit den Wetterh\u00e4hnen verziert. Im Nordosten verl\u00e4uft der \u201cKlaip\u0117da-Kanal\u201d (s.u.). Er ist 24 km lang und 30 m breit. Dieser Ort war f\u00fcr seine gro\u00dfen Fischm\u00e4rkte ber\u00fchmt.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Nach Dreverna gibt es zwei M\u00f6glichkeiten weiter zu radeln:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">a) \u00fcber Priekul\u0117 entlang der Hauptstra\u00dfe (Asphaltstra\u00dfe) oder<\/p>\n<p lang=\"lt-LT\" align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">b)\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><u>hinter<\/u><\/span><span lang=\"de-DE\">\u00a0dem Kanal links einbiegen und entlang des Kanals. Letztere Variante ist zwar sehr sch\u00f6n, aber die Wegbeschaffenheit doch eher etwas f\u00fcr gel\u00e4ndetaugliche Radfahrer.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Wilhelmkanal\/Klaip\u0117dos kanalas<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Wer sich f\u00fcr das Abenteuer entscheidet, der f\u00e4hrt an Priekul\u0117 vorbei. Man sieht die \u00dcberreste von zwei alten Br\u00fccken (\u00fcber die letzte k\u00f6nnte man mit etwas Mut sogar noch fahren\u2026 ) Aber auf der anderen Seite befindet sich ein Milit\u00e4rgel\u00e4nde. Das sch\u00f6ne Kanalufer selbst ist ein beliebtes Ausflugsziel und das klare Wasser l\u00e4dt zu einer Abk\u00fchlung ein\u2026 Am Ende geht es scharf rechts ab und bei der n\u00e4chsten Abzweigung links auf eine \u00e4u\u00dferst fiese Schotterstra\u00dfe. Diese endet in Klaip\u0117da an der Stra\u00dfe zum Internationalen F\u00e4hrhafen (links geht\u2019s nach Deutschland und Schweden, rechts oder geradeaus kann man bald die Plattenbauten von Klaip\u0117da S\u00fcd sehen).<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Der Kanal selbst wurde 1863-1873 ausgegraben. Seine Aufgabe war die unruhige Fahrt \u00fcber flache kurische Haff zu vermeiden. Seine L\u00e4nge betr\u00e4gt 24 km, seine Breite \u2013 etwa 30 m. Der Kanal verbindet den Fluss Minija mit dem Kurischen Haff bzw. den Fluss Memel (Nemunas) mit der Stadt Memel (Klaipeda). Er endet im S\u00fcden von Klaip\u0117da genau im Alten Holzhafen (Senoji med\u017eio prieplauka) und weist somit auch auf die alte Transportfunktion des Kanals hin. Benannt wurde er nach dem Preu\u00dfischem K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Wer die M\u00fchen meidet, dem empfehlen wir die asphaltierte Stra\u00dfe nach Priekul\u0117.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Priekul\u0117 (Prok\u00fcls)<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Priekul\u0117 findet zum ersten Mal 1540 schriftliche Erw\u00e4hnung. Nach dem Gutshofbesitzer und Sohn von Paminima Lukas Priek\u016blis wurde das Dorf benannt. Dieses St\u00e4dtchen am Fl\u00fcsschen Minija ist heute ein gutes Beispiel f\u00fcr die typische K\u00fcstenarchitektur der Vorkriegszeit besonders mit der Hauptstra\u00dfe. 1587 wurde in Priekul\u0117 eine ev.-luth. Kirche gegr\u00fcndet: Sie ist damit die \u00e4lteste im Memelgebiet. Zum 450. Stadtjubil\u00e4um wurde von den Pr\u00f6kulern der nach dem Krieg gesprengten Kirche ein Denkmal aus wei\u00dfem Beton gesetzt. Die Schriftstellerin Ieva Simonaityt\u0117 (1897-1978), die aus dem Dorf Vanagai in der Gegend stammte, mochte Priekul\u0117 sehr. Hier verbrachte sie ab 1960 ihre Sommer. Heute kann man ihr H\u00e4uschen in der Vingio g. 11 besichtigen, das sich an Minija-Fluss und Vingis-Park schmiegt. Hier gibt es ein kleines Museum f\u00fcr I. Simonaityt\u0117s. 1997 wurde f\u00fcr sie auf dem zentralen Stadtplatz ein Denkmal errichtet (Bildhauerin: Dalia Matulait\u0117).<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Von Priekul\u0117 geht\u2019s nach Klaip\u0117da am besten auf der Hauptstra\u00dfe. Sie hat zwar einen breiten Fahrbahnhand, ist aber verkehrsreich mit vielen Autos, deswegen: Fahren Sie vorsichtig! Alternative dazu k\u00f6nnen nur Feldwege und Schotterstra\u00dfen durch den Wald von Dituva, der Kleinkartensiedlung Dituva, Kintai bis zum Internationalen F\u00e4hrhafen sein. Wer diesen Weg nehmen m\u00f6chte, dem empfielt sich eine genauere Karte. Fahren Sie in Klaip\u0117da auf die \u201cHauptstra\u00dfe des Friedens\u201d (Taikos prospektas), auf der Sie direkt bis ins Stadtzentrum und die Altstadt kommen. Eine andere Alternative ist, in Prikul<\/span><span lang=\"lt-LT\">\u0117 in den Vorortzug nach Klaip\u0117da zu steigen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><b>Klaip\u0117da (Memel)<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Die \u201cMemelburg\u201d wurde 1252 vom Deutschen Orden gegr\u00fcndet und die Stadt feierte also vor kurzem ihr 750j\u00e4hriges. Heute ist Klaip\u0117da der gr\u00f6\u00dfte Hafen Litauens, sein Tor zum Meer. Die Stadt unterscheidet sich durch ihre Architektur und dem Pulsschlag einer lebendigen Hafenstadt. Die eigentliche Altstadt brannte im 19. Jahrhundert ab, nach dem Zweiten Krieg waren von ehemals \u00fcber 40.000 Einwohnern nur noch eine Hand voll \u00fcbrig, die Stadt lag in Ruinen. Als immer Eis freier Hafen war sie zu Sowjetzeiten eine geschlossene Provinzstadt mit zahlreichen Milit\u00e4rbasen. Der S\u00fcden der Stadt wurde mit Plattenbausiedlungen zugepflastert, alle Kircht\u00fcrme verschwanden. Die \u00fcber 200.000 Einwohner sind zu einen gro\u00dfen Teil Russen oder kommen aus \u201cGro\u00dflitauen\u201d.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Aber in den Achtziger Jahren wurde die Altstadt restauriert, zahlreiche Stra\u00dfenz\u00fcge erinnern an den Vorkriegsflair. Au\u00dferdem wurde die Stadt mit ihren zahlreichen Festivals zu einem Veranstaltungszentrum im Sommer.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Hier gibt es zahlreiche Sehensw\u00fcrdigkeiten, Denkm\u00e4ler, Hotels, Restaurants und Kneipen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Besonders sehenswert:<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><i>Die Altstadt\u00a0<\/i>mit dem \u201e\u00c4nnchen von Tharau\u201c. Vom Balkon auf dem Theater sprach am 23.3.1939 Hitler anl\u00e4sslich der R\u00fcckkehr Memels zum Deutschen Reich.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><i>Der Skulturenpark\u00a0<\/i>auf einem alten Friedhof in der N\u00e4he des Busbahnhofs (am Ende der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone Ma\u017evydo al\u0117ja), an dessem Rande auch ein imposantes sowjetisches Kriegsdenkmal steht. Am anderen Ende eine neue kleine orthodoxe Kirche\u2026<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\"><i>Die alte Post \u2013\u00a0<\/i>vor allem von innen wegen der alten Holzvert\u00e4felungen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Ein Gro\u00dfereignis war 1979 die Er\u00f6ffnung des Meeresmuseum und Aquariums \u2013 heute sogar mit Delphinen (Am Nordende der Kurischen Nehrung, das zu Klaip\u0117da geh\u00f6rt). Wer mehr \u00fcber Klaip\u0117da\/Memel wissen m\u00f6chte, dem empfehlen wir den Kauf eines Stadtplans oder der zahlreichen Publikationen, die man in Buchhandlungen, im Tourismusinformationszentrum, am Kiosks usw. kaufen kann. Besonders ans Herz legen wird das immer aktuelle Heft \u201cExploring Klaip\u0117da\u201d, das auch auf Deutsch kostenlos \u00fcber die litauische K\u00fcste informiert.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\"><b>Ende oder Beginn der Tour?<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Hier endet (oder beginnt) unsere Reise auf dem \u201cMemelradweg\u201d \/ \u201eNemuno dvira\u010di\u0173 trasa\u201c. Von Klaip\u0117da kann man nach Hause, auf die Kurische Nehrung oder auf weitere Erkundungsreisen an Meer und Hinterland gehen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-GB\"><span lang=\"de-DE\">Wir sind sehr gespannt auf Ihre Erfahrungen im unbekannten Litauen, Ihre Anregungen und hoffen, dass Sie bald wiederkommen und vielleicht Lettland, Estland oder Ostlitauen per Rad entdecken wollen. Wir helfen Ihnen dabei<\/span><span lang=\"en-US\">!<\/span><\/p>\n<div class=\"sharedaddy sd-sharing-enabled\">\n<div class=\"robots-nocontent sd-block sd-social sd-social-icon sd-sharing\">\n<h3 class=\"sd-title\"><\/h3>\n<\/div>\n<\/div><\/div>","pwapp_post_content_type":"postprocessed","pwapp_preview_type":"excerpt","androapp_failover_post_content_type":"","share_text":"Diese Teile des &#8220;Memelradweg&#8221;-Reisef\u00fchrers von 2003 betreffen schon Gebiete im Delta des Flusses Memel (litauisch: Nemunas)&amp; Sie sind auch Teil des &#8220;K\u00fcstenradwegs Litauen&#8221;, der sp\u00e4ter entstanden ist. \u0160il\u016bt\u0117 (Heydekrug) und Rusn\u0117 (Insel Russ) &nbsp; \u0160ilut\u0117 (Heydekrug) Der Name stammt von einem Gasthof, die hier stand (\u201eDer Krug auf der Heide\u201c). 1511 gab die Komtur von [&hellip;]\n\nvia https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/deutsch-lt5-lt2-memeldelta\/","supercache":"androappsupercache","featured_image":{"url":false},"post_categories":[{"id":1,"count":447,"description":"","name":"Uncategorized","slug":"uncategorized","parent":0}],"post_tags":[{"id":288,"count":13,"description":"","name":"[:en][LT2] Neman cycle trail Vilnius-Kaunas-Klaip\u0117da[:de][LT2] Memelradweg Vilnius-Kaunas-Klaip\u0117da[:]","slug":"lt2-neman-cycle-trail-vilnius-kaunas-klaipeda","parent":0},{"id":451,"count":1,"description":"","name":"[:en]Paj\u016bris[:de]Litauische Ostseek\u00fcste, Kurische Nehrung[:]","slug":"kurische-nehrungpajuris","parent":0},{"id":102,"count":5,"description":"","name":"lt5","slug":"lt5","parent":0},{"id":448,"count":1,"description":"","name":"Pamarys","slug":"pamarys","parent":0}],"post_author":"admin","post_author_avatar_urls":{"24":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1200e688b817528f69cc83f0d043134f?s=24&d=mm&r=g","48":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1200e688b817528f69cc83f0d043134f?s=48&d=mm&r=g","96":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1200e688b817528f69cc83f0d043134f?s=96&d=mm&r=g"},"post_comment_count":0,"image":false,"thumb":false,"thumb_medium":false,"images":{"medium_large":false,"1536x1536":false,"2048x2048":false,"woocommerce_thumbnail":false,"woocommerce_single":false,"woocommerce_gallery_thumbnail":false,"shop_catalog":false,"shop_single":false,"shop_thumbnail":false},"post_title":"[:de]LT5 \/ LT2 \"Memeldelta\"[:en]LT5 \/ LT2 \"Nieman delta\"[:]","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5830"}],"collection":[{"href":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5830"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5830\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5869,"href":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5830\/revisions\/5869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5830"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5830"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/velovilnius.lt\/balticcycle\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5830"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}